Hallo zusammen,
ich glaube alle, die sich im Altglasbereich hier tummeln haben ein etwas differenziertes Bild von dem was "schreiben mit Licht" = Fotografie bedeutet.
In einem anderen Thread ging es um die heute im Regelfall sehr "technische" Abbildung vieler heutiger Fotoprodukte, die rein auf die technischen Abbildungserfordernisse der DSLR ausgerichtet sind nach dem Motto "Maximierung der Bildinformation = maximaler Gestaltungsraum".
Es ist auch vollkommen richtig, dass man viele der Imperfektionen und Effekte der alten Optiken heute mit Filtern in die Bilder hineinrechnen kann - aber es ist und bleibt ein Vorgang, bei dem sich der Gestaltungsanspruch des Fotografen letztlich erst in der EBV verwirklicht.
Ich selbst hänge eher der Logik an, durch Wahl der verwendeten Werktzeuge = Ausrüstung, Nutzung der vom Motiv vorgegebenen Situation und Wahl der richtigen Belichtung meine Bilder zu machen, mal von reiner Dokumentation abgesehen. Und aus den so gegebenen Möglichkeiten und den erzeugten Ergebnissen gewinne ich für mich den Spaß an der Sache.
Zudem haben die viel kleiner bauenden alten Optiken (jedenfalls bei den kleinen Brennweiten) im Makrobereich ihre Vorteile betreffend Lichtführung, das ist am Balgen oder an einer anderen Auszugsverlängerung nämlich mit den Plastikblasen manchmal arg schwierig.
Insofern - ich mag sie nicht missen, die Alten, und ein ganz klein Bisschen ist es auch eine Hommage an die Altväter des deutschen Fotogerätebaus, die damit quasi "im Leben" bleiben und vor dem Vergessenwerden geschützt sein sollen.
J.


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