Nach inzwischen etwa drei Wochen und ein paar hundert Bildern mit der DP1s habe ich mich langsam an die Kamera gewöhnt -- und ich bin begeistert. Klar, die Kamera ist lahm, nicht nur beim Fotographieren selber, auch bei der Nachbearbeitung geht alles etwas langsamer, bis die Farben für jedes Bild einzeln justiert sind. Aber ansonsten ist die DP1 genau das, was ich seit Jahren gesucht hatte: eine kleine, handliche Kamera mit einem richtig guten Objektiv und einem großen Sensor, die DLSR-ähnliche Bilder macht. Die 28 mm sind zur Zeit auch meine Lieblingsbrennweite und vor allem: die Bildqualität ist klasse!
Über den langsamen AF kann ich eigentlich nicht beschweren, denn ich nutze ihn nur für Stilleben mit weniger als einem Meter Abstand. Alle weiteren Entfernungen kann ich gut genug schätzen und manuell einstellen. Es ist auch ein total anderes Fotographieren als mit der DSLR: bei der DP1 stelle ich Blende 5.6 oder 8 mit Zeitautomatik ein, schätze die Entfernung, und drücke ab, zum Teil aus der Hüfte oder am ausgestreckten Arm grob die Richtung gepeilt. Wenn dann das Motiv nicht genau auf dem AF-Bereich liegt, macht nichts
Noch ein Tipp zur Nachbearbeitung: in den meisten Fällen sind die JPGs out-of-Cam brauchbar, aber immer wieder wäre das RAW doch besser gewesen... Sigma hat interessanterweise ein fertiges JPG in jeder RAW (X3F-)Datei beigelegt und die kann man mit x3f_extract aus den Proxel-X3F-Tools auslesen. Ich lasse die Kamera also immer RAW speichern, lese dann am Rechner die JPGs aus und bearbeite nur noch die Bilder mit SPP, bei denen es wirklich nötig ist. Das spart eine Menge Zeit und läßt trotzdem alle Optionen offen.
Fritz'sche Grüße



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