Ich habe bereits 2 Minolta Rokkor MD 1.7/50mm und ein MD Rokkor 2.0/45mm (+ 35-70 f/3.5 u. 75-200 f/4.5) umgebaut.
Das 1.4/50 ist konvertierbar, aber urmelchen meinte dazu: "schwieriger Umbau".
An deiner 7D, die ja 'nur' einen APS-C Sensor hat, hast du etwas weniger Probleme, aber nimm diesen Hinweis ernst.
Ich kann aufgrund der Bilder, die ich vom 1.4/50 kenne, und dem Exemplar, das ich mir mal angesehen habe, zwar nicht ganz das "Bajonett lässt sich nicht abschrauben" in urmelchens Beschreibung nachvollziehen, aber es scheint wohl Komplikationen zu geben.
Bei einer Konvertierung gibt es viele kleine und größere Dinge, die man beachten muss, und verschiedene Wege, die oft ihre eigenen Vor- und Nachteile mitbringen.
In einigen kurzen Sätzen kann man dieses Wissen nicht unterbringen, deshalb musst du sämtliche Erklärungen zum Umbau als unvollständig betrachten, da vielleicht Erklärungen weg gelassen wurden, die der Betreffende für selbstverständlich hält.
Du musst selber verstehen, was du da tust, und wieso du es tust.
Vorweg: an deiner Stelle hätte ich mit dem 1.7/50mm Rokkor angefangen, das deutlich günstiger zu haben ist. Ich verstehe aber, wieso du ein 1.4/50 willst, und 25€ mehr oder weniger spielen durch den Arbeitsaufwand einer Konvertierung sowieso nur eine untergeordnete Rolle ..
Eines der Probleme beim Umbau lichtstarker Objektive ist grundlegend: jede noch so kleine Abweichung vom Optimalzustand des optischen Aufbaus - wir reden hier von deutlich unter einem Millimeter - machen sich später im Bild auf eine unerwünschte Weise bemerkbar. Bei lichtstarken Objektiven fallen diese Fehler viel stärker auf.
Mit einem lichtstarken (und wertvollerem) Objektiv zu beginnen ist also für einen Anfänger nicht ratsam, da die erste Konvertierung ohne Erfahrung und eingeübte Handgriffe (bzw. optimale Werkzeuge) schnell recht 'grob' wird.
Da du das Objektiv aber offensichtlich bereits gekauft hast, ist das aber kein Thema mehr. Das sollte vor allem ein Hinweis an dich sein, dass du bei zerstörenden Prozessen wie Schleifen sehr sorgfältig vorgehen musst, wenn du am Ende das Objektiv bei f/1.4 universell einsetzen willst.
Zum eigentlichen Umbau:
Material:
Du hast bereits den M42-Adapter (ohne Chip, nehme ich an), der später zum EF-Bajonett des Objektives werden wird.
Diesen musst du auf eine sichere Weise am Objektiv befestigen, nachdem du dort die entsprechenden Konvertierungen vorgenommen hast.
Dazu brauchst du entweder eine einmalige gute Klebelösung, also speziellen Kleber (..kann ich nicht empfehlen für einen Anfänger) oder eine Schraublösung, für die du eventuell die bestehenden 4 Gewindeschrauben des Objektivbajonetts benutzen kannst. Sind dir diese zu knapp, brauchst du min. 4 Ersatzschrauben, die du in beliebiger Länge kaufen und dann optimal kürzen kannst. Minolta verwendet an dieser Stelle oft Standard-M1,6-Gewindeschrauben, überprüfe das aber vor einer Bestellung nochmal.
Ansonsten benötigtst du im eigentlichen Sinne für diesen Umbau kein 'Material' mehr - nur viele Werkzeuge und hilfreiche Sachen wie Isopropanol.
Werkzeuge:
Ich verweise dazu erst einmal auf diesen Thread. Du brauchst nicht alles davon, aber vieles davon hilft bei einer sauberen und schnellen Konvertierung.
Als ersten Schritt brauchst du gute Schraubenzieher, einen digitalen Messschieber und eine Möglichkeit, den Plastik-Beschriftungsring des Objektives zerstörungsfrei herauszudrehen.
(Hier gibt es verschiedene Methoden, ich verwende neue Gummiringe aus dem Baumarkt/Sanitärzubehör - du willst ja die Frontlinse nicht berühren.)
Damit kommst du an alle relevanten Stellen im Objektiv. Es hilft bei einer Konvertierung sehr, wenn du weißt, welches Teil welche Bedeutung hat, und dazu musst du zumindest den hinteren Teil des Objektives öffnen.
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Wenn wir dir weiter helfen sollen, dann wäre es hilfreich zu wissen, wie sehr du dich mit Objektiven und deren Aufbau auskennst (1) und welche Erfahrungen du mit Werkzeuge für Metallbearbeitung hast (2) (Ständerbohrmaschine, Schleifer/Feilen, Dremel etc.).
Bei Fragen zu Objektivteilen und -funktion sind Fotos der betreffenden Stellen sehr wichtig.


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