Moin, nun haben wir auch den zweiten Übeltäter komplett "erlegt"..
Dieses Objektiv besitzt zwei verschiedene Arten von Gleitlagern.. einmal für das axiale Spiel und einmal für die Führung des Geradlaufes des Helicoid. In beiden Lagerarten sind diese elenden gummibeschichteten Lager verbaut und lösen sich auf mit den Jahren.
Hier ein Bild der beiden Arten:
Links ist eines der drei Lager zu sehen, das für das Axiale Spiel zuständig war und im Frontbereich im Alukörper der Baugruppe eingesetzt ist.
Rechts ist das deutlich kleiner Lager zu erkennen, das für den Geradlauf des Helicoids zuständig ist. Hier fehlt der Gummiüberzug komplett und er ist bis auf dei Messingrolle herunter !!
Daher kam das seitliche Spiel. Ausgemessen haben die intakten Rollen einen Durchmesser von genau 4mm !! Hier war die Messingrolle nur noch 3mm im Durchmesser. Daher kam das seitliche Spiel.
Befestigt sind diese Lager am Tubus. Man kommt heran, wenn der Blendenring komplett abgenommen wird. Das hatte ich zwar schon gemacht, aber mich immer gewundert, was da für eine Mutter an der Seite befestigt ist. ... nun wurde es klar. Gegen diese Mutter wurde die Führungsschraube des Gleitlagers geschraubt..
Diese Mutter ist am Tubus aussen nur mit "Sicherungslack" befestigt und bricht im Laufe der Jahre irgendwann.
Und so ist durch Einbau einer exakt 4mm breiten Rolle aus einem alten Zoom der Geradlauf wieder hergestellt.
Puh, das war mal wieder eine echte "Herausforderung"...
Ohne den Fundus an Objektivleichen, insbesondere den alten Zooms, wäre dieser Kandidat wohl nicht in die Digitale Welt herübergekommen. Aber nun ist es vollbracht und es arbeitet an der Kamera sehr gut.
LG
Henry





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