Klasse Link, den Du da gepostet hast Stefan.
In der Tat ist das mein "Terassen-Alien".. So lern ich dann doch noch was bei den Tests.. grins
Nun will ich noch ein wenig über die Haptik des Tokinas sagen:
Ich bin nun schon desöfteren mit dem Kiron und dem Tokina gemeinsam losgezogen um mit dem Kiron Aufnahmen zu machen, damit ich den Vergleichsthread mit Bildbeispielen füllen kann.
Aber egal wie ich es drehe und wende. Auf dem überaus scharfen Display der Canon 5D MKII war trotz allen Bemühens kaum ein wirklich "scharfes Foto" mit dem Kiron zu erreichen.
Dies mag an dem möglichen Maßstab bis hinauf zum 1:1 liegen, der den Schärfentiefebereich nochmals erheblich einengt und zudem gern und schnell das 1:2 im Abbildungsmaßstab überschritten wird.
Auch der insgesamt viel längere Drehweg von ca. 700 Grad trägt dazu bei, nicht schnell genug den Bewegungen des Motivs folgen zu können. Zwar wird überweigend mit Pendelbewegungen gearbeitet, aber
ein Abbildungsmaßstab bis zum 1:1 ist nach meiner Ansicht manuell ohne Stativ nicht mehr beherrschbar.
Hier hat das manuelle Tokina seinen großen Vorteil für mich persönlich. Es läßt sich sehr angenehm fokusieren. Es ist nicht so "ruppig" und schwergängig wie z.B. das Kiron.
Haptisch ist das Tokina von mir dem Kiron eindeutig vorgezogen. Bereits die wackelige Sonnenblende des Kiron sorgt für Argwohn. Viel zu kurz geraten für ein 100mm Objektiv, schlackert es so vor sich her im ausgezogenen Zustand und vermittelt das Gefühl von "billigem Plastik" obgleich es eine Metallkonstruktion zu sein scheint.
Der Schneckengang des Tokina ist kurz, geschmeidig und präzise.. der Drehweg auf ca. 300-320 Grad begrenzt und durch die geschmeidige Gangart schnell durchlaufen.
Der sehr breite Gummiüberzug des Fokusringes sorgt für ein exzellentes Handling während des Fokussierens und läßt sich spielend tasten. Der Blendenring des Tokinas läßt sich hervorragend ertasten und bedienen. Ein sehr großer Vorteil beim Arbeiten mit der Kamera am Auge. Das Kiron dagegen ist durch seine "verquere Anordnung des Blenderinges" und eines weiteren, mit geriffelter Oberfläche versehenen Ringes, der eigentlich nur die Indexmarkierung trägt, sehr leicht mit dem Blendenring zu verwechseln, was mir "dutzende Male" passiert ist.
Gerade bei Makroaufnahmen aus der Hand mit einem manuellen Objektiv, bei dem Fokus und Blendenschließung blitzschnell und mit der Kamera am Auge geschehen muss, sind diese haptischen Dinge ungeheuer wichtig nach meiner Ansicht. Hier kann das Tokina in entscheidendem Maße "punkten"..
Es läßt sich viel flüßiger und akurater mit dem Tokina arbeiten. Entgegen kommt der Fokusarbeit, das dieses Tokina quasi eine "Schärfeklingel" mitbringt. Die Schärfe rastet quasi im Sucher bereits ein.
LG
Henry


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