Hallo,
hab für 1,25 ein altes Pentacon electric 29 / 2,8 ergattert. Ich wollt ja immer mal eins zum Auseinanderfummeln haben, also kam mir das gerade recht. Auf jeden Fall war die Linse voll mit Staub und hinter der Frontlinse eindeutig leichte Pilzspuren zu sehen. Hab das Objektiv heute mal ein paar Stunden raus in die pralle Sonne gelegt. Seltsamerweise waren die Pilzspuren weg?! Ich hab ja gelesen, dass Sonnenlicht den Befall ausbremst, aber dass sich das gleich so auflöst, hätt ich nicht gedacht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wer die Linse wahrscheinlich dann morgen mal auseinanderbauen und ein bisschen ausmisten. Mal schauen, ob ich das Teil wieder zusammenbekomme.Na dann auch dir viel Spaß mit dem DIY-Projekt Jochen!
Viele Grüße,
Steve
Hallo
gönn Dir lieber ein Pils im Glas :-)
und wenn Du Lust zum Basteln hast, dann gehst Du dran, es zu reinigen. Google mal nach allem was Du unter "objektiv reparatur" findest. Es ist eigentlich nicht so schwer, wie es zunächst aussieht. Kaputtmachen kannst Du ja nichts wertvolles :-)
Das schwierigste war bei mir, einen geeigneten Gummistopfen zu finden, mit dem ich den Frontring herausdrehen konnte. Wenn Du einzelne Linsen ausbaust, zeichne Dir genau auf, wie rum und in welcher Reihenfolge sie drin waren. Sonst bekommst Du sie nur schwer wieder richtig zusammen. Wenn Du den Focustubus (Schneckengewinde) auseinanderschraubst, zeichne mit Marker an, bevor es ganz auseinander ist, damit Du beim Zusammenbau die richtige Nut (Gewindegang) wieder findest.
Den Pilz bekommst Du nicht wieder restlos weg. Er hat die Vergütung angegriffen. Wenn das Objektiv ansonsten sauber ist, kann es dennoch gute Fotos machen. Auf den Bildern sieht man nichts davon; genauso wir man auch von Kratzern nichts auf den Bildern sieht. Aber versprich Dir nicht allzuviel von den alten Objektiven. Es ist nicht mehr als eine Liebhaberei, mit den Antiquitäten zu spielen. Wenn Du ernsthaft damit arbeiten willst, hilft auf lange Sicht nur ein Systemonjektiv.
Ich hatte auch aus der Bucht ein 55 1:1,4. Das sah noch ganz gut aus. Als ich es in Händen hielt, stellte sich raus, dass die Blende nicht ging: verklebt. Ich reklamierte und der Verkäufer überwies mir den Betrag zurück. Das Objektiv durfte ich behalten. Da hab ich mich auch drangemacht, es zu zerlegen. Es ist jetzt tiptop geworden. Aber die Reparatur wäre zu teuer gewesen. MfG. Emil
Gewagte Thesen die Du da ans Tor nagelst.
Zunächst mal würde ich beim Helios ein Glas Pils auch vorziehen, statt daran Energie zu verschwenden.
Beim Rest kann ich Dir nicht folgen.
Ob der Pilz die Vergütung mit seinen Ausscheidungsprodukten angreifen kann oder nicht, ist abhängig von der Art der Vergütung. Hartvergütete Schichten kann er nicht angreifen.
Der Pilz selbst ist bei ca. 60-80 Grad Erwärmung am Ende und stirbt ab, so das seine neuerliche Ausbreitung unwahrscheinlich ist. Eine entsprechende Behandlung der ausgebauten Gläser mit einem Fungizid tut ein Übriges. Also Objektiv zerlegen, Metallteile in den Backofen.. Gläser mit Fungizid behandeln und entsprechend reinigen im Nachspülgang. Da bleibt nix von Übrig und solange nicht wieder die gleichen Bedingungen (dunkles, feuchtwarmes Milieu) bei der Lagerung geschaffen werden entsteht da auch nie wieder einer.
Zur Frage, ob auf lange Sicht für "ernsthafte" Fotografie nur Systemobjektive in Frage kommen, wirst Du gerade hier im Forum eine Menge "Gegenwind" finden, denn der von Dir als Liebhaberei bezeichnete Umgang mit manuellen Objektiven, die nicht an die Systemobjektive heranreichen würde, halte ich gelinde gesagt für "Quatsch", weil selbst ein Helios die mitgelieferten Kit - Objektive bei Weitem in der Leistung übertrifft. Und das sind eben auch System - Objektive.
Es sind die Relationen, die mir bei solchen Statements fehlen. Gerade da, wo sich Fotografen im Umgang mit manuellen Objektiven um ein Helios kümmern, ist davon auszugehen, das Geld für die L-Klasse Objektive der Systemhersteller nicht vorhanden ist und damit eben genau versucht wird, eine bessere Alternative zu den von Dir genannten Systemobjektiven, zu denen eben auch richtige Scherben für viel zu teueres Geld geliefert werden, für das was dann Amateurmarkt heißt.
LG
Henry
Hallo,
ich bin neu hier und um nicht ein neuen Thread zu öffnen, nutze ich diesen, da ich ein ähnliches Problem habe.
Wollte mal fragen, ob das in meinem Biotar 1,5/7,5 cm Fungus oder nur Dreck ist, da es nicht so eine typische Fungusstruktur hat. Oder irre ich mich da ?
Welche Maßnahmen wären möglich ? Backofen erwärmen ? Reparatur ?
Danke schon mal !
Anhang 8466
Hallo Seppel,
willkommen hier im DCC. Da hälst Du ja ein feines Glas in der Hand.
Was ich auf dem Foto erkennen kann sieht es mir nicht nach Pilz aus. Wenn sich dieser Schleier außen an der Linse befindet, würde ich mit einem Q-Tip (angefeuchtet mit 70% igem Alkohol) vorsichtig den Dreck wegwischen. Hierbei allerdings keinen großen Druck ausüben.
Viel Glück
Gruss Fraenzel