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Thema: Yashica vs. Tokina vs. Tamron

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist oft mit dabei Avatar von paguru
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    Standard AW: Yashica vs. Tokina vs. Tamron

    Hallo Carsten,

    vielen Dank für den aufwändigen Vergleich, ich habe das mit Interesse gelesen. Letzten Endes ist Dein Ergebnis auch das, was man so erwartet: je mehr Brennweite in so ein Zoom reingepackt wird, desto größer auch die Kompromisse. Mit Ausnahme der bekannten Luxusmarken, vielleicht.

    Das erklärt wahrscheinlich auch das geringe Interesse der meisten Altglassammler an den manuellen Zooms - schließlich will man was Besonderes, und das sind eher die "charakterstarken" Festbrennweiten. Und ein nicht ganz schlechtes Kit-Zoom ist sowieso meistens vorhanden.

    Dazu kommt, dass man sich auch bei intensiverer Beschäftigung schwer in dem Zoo der verschiedenen, teilweise sehr ähnlichen Zooms zurechtfindet. Das fängt schon bei der "Markenware" an: so gibt es allein bei Yashica 4 Zooms mit Brennweite 35-70mm, aber unterschiedlichem Aufbau und Lichtstärke. Bei den 3rd Party Objektiven - Tamron, Tokina, Soligor, ... - kann man kaum noch den Überblick bewahren.

    Dabei wird natürlich auch so manches Schätzchen übersehen - das von Dir getestete Tokina z.B. dürfte man in der Regel für kleines Geld bekommen. Wobei es interessant ist, dass die Zooms ja mal richtig teuer waren, und die Hersteller viel Aufwand in die Konstruktion gesteckt haben. Wir hatten ja hier schon mal die Yashica-Preislisten entschlüsselt, danach war z.B. das ML 28-50mm f/3.5 Zoom um die Hälfte teurer als das ML 55mm f/1.2 (!) oder ML 21mm f/3.5; ein 35-70mm f/4 immer noch genau so teuer.

    Zumindest bei den Fertigungskosten hat man also enorme Fortschritte gemacht - bei der Qualität wahrscheinlich nicht in gleichem Maße.
    Oliver
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  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard AW: Yashica vs. Tokina vs. Tamron

    Schön zusammengefasst Oliver.

    Letztlich ist es auch so, das die Qualität der älteren Zoom Objektive doch, bis auf einige hochpreisige Ausnahmen doch zwischen mäßig bis brauchbar reichen. Ich hatte auf meiner Suche vor dem Angenieux auch diverse Zoom-Objektive als Beifang ins Haus bekommen. Auch die von Leica vor die Kamera geschnallten alten Zoom-Objektive, konnten mich nicht ernsthaft begeistern. Selbst bei Angenieux konnte mich das 70-210 nicht restlos überzeugen. Das kleinere dagegen schon.

    Ich denke insgesamt gibt es nur wenige Zoom-Objektive, die gerade uns Festbrennweitlern wirklich Begeisterung abringen können. Und gerade unter dem Aspekt der guten FB geraten die auch damals schon im unteren Preissegment angesiedelten Dritthersteller Linsen eben auch deutlich aus dem Fokus. Um die "Kompromiss- Schleudern" von Tokina über Sigma und Tamron, Soligor, Vivitar und wie sie alle hießen, die damals an den Filmkameras noch etwas Boden wettmachen konnten und sei es oft genug nur preislich, offenbaren sich die "Kompromisse" heut am Sensor dann doch zu stark.

    Zoom Objektive sind eigentlich immer ein Kompromiss gewesen, selbst bei den Premium Herstellern. Nicht umsonst hat Leitz lange Zeit gezögert und Zoom Linsen als Unsinn für seine Klientel abgetan. Sie haben damit zwar den Zahn der Zeit "verpennt" und die Tendenz und Nachfrage ging eindeutig in die Richtung, aber aus qualitativen Gründen hatten sie schon recht.

    Erst als der Zug nicht mehr aufzuhalten war, gingen sie daran, erste Zooms zuzukaufen oder anzupassen... siehe Angeniex 28-80 glaub ich war es.. und dann diverse andere bis sie dann selbst entwickelten.

    Aber der Qualitätsanspruch den ein Premium Zoom dann realisierte war halt ein deutlich höherer, als die auf den für die Massen erschwinglichen Bereichen.

    Deswegen gibt es in der Tat kaum ein Zoom aus alten Tagen das mich vom Hocker reißt. Wenn, dann sind das wieder die Zeiss Vario Sonnar und die Angenieuxs und einige neuere Leica Rechnungen.

    Bei guten Festbrennweiten, selbst im unteren Preissegment, können die alten Zooms eben meist nur die Waffen strecken.

    LG
    Henry

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