Ja 1500 +x steht einfach in keinem Verhältnis. Anders Beispiel dafür ist das Noct-Nikkor, oder am krassesten das Noctilux 0.95
Ja 1500 +x steht einfach in keinem Verhältnis. Anders Beispiel dafür ist das Noct-Nikkor, oder am krassesten das Noctilux 0.95
Jo, das ist absolut krass. Gerade das, was die Jünger des Noctilux auszugeben bereit sind, ist absolut wahnsinnig und eigentlich "reif für die Psychatrie" zu nennen. In der Presseagentur hatten wir mal so ein Ding, es war nicht mein Freund an der M-Leica. Offen der absolut letzte Mist. Softporno pur. Mit Grausen denke ich an das Objektiv zurück. Abgeblendet gut, keine Frage, aber den preislichen Unterschied konnte man gegenüber dem Summicron M nicht "absehen". Und warum sollte man sich so einen "Schleiertänzer" ins Haus holen, wenn es entsprechende Alternativen gibt. Ein Noctilux ist ein "Renomier-Objektiv",, nach dem Motto, "seht Leute ich kann es mir leisten".
Es macht abgeblendet wegen der hohen Korrektur der Abbildungsfehler saugeile und scharfe Bilder.
Schon das Biotar, ebenfalls ein Objektiv aus ganz alten Tagen ist im Handling sauschwer. Das Noctilux an einer Messucher Kamera war zudem so saumäßig von einer absolut korrekten Messbasis abhängig. Die ist heute mit Sicherheit aufgrund der technisch machbaren Präzision eher präzise einstellbar, erforderte damals aber eigentlich ein ständiges Einsende-Intervall, um das zu überprüfen und die M-Leica kam zurück und es stimmte auch dann manchmal nicht 100%ig. Die Chance war fiffty-fiffty..
Egal, derartiger Blödsinn kommt mir nicht ins Haus, denn wer mit einer 1.2er Linse manuell fokusiert hat, weiß, wie knapp das alles ist. Wenn man das dann noch auf das Noctilux runterrechnet... Mahlzeit.
Bei den Leicas würde ich ein 1.4er als die Untergrenze ansehen, die sinnvoll ist. Und das Summilux ist in diesem Bereich ein echtes Ausnahmeobjektiv.
Ich nutze es viel zu selten, weil die 50mm eigentlich nicht so wirklich mein Ding sind. Schon damals lagen mir das 35er und das 90er in meiner Arbeit sehr viel näher als ein 50mm Objektiv. Das 35er war die Reportagebrennweite, wenn ich nach den Veranstaltungen (z.B der deutschen Phonoakademie) kleine Gruppen von zusammenstehenden Teilnehmern fotografieren musste. Das 50er war da eher eine Nischenbrennweite. Bei einer Einzelperson war mit dem 90er die Distanz gut gewahrt und formatfüllende Abbildung möglich.
Das Summilux ist einwandfrei ein tolles Objektiv, das ich nicht missen möchte, weil es im avaible light Bereich sehr sauber zeichnet und mit Licht in der Kullisse gut umgehen kann.
Vermutlich hat Leica aus dem Grund auch für das R-System nix lichtstärkeres rausgebracht. Das Summilux noch zu toppen, ging wohl nicht.
Nix 1.2er im Leica R-System. Die haben selbst den Unsinn erkannt und das, was sie im M-System mit dem Noctilux für die absoluten "Freaks" abgefeiert haben, wäre technisch ohnehin auf dem Niveau konstruktionsbedingt nicht machbar und unter deren eigenen Anspruch gewesen.
Also wer mehr dafür ausgeben will, soll es tun, aber das Geld ist nach meiner Ansicht dann woanders besser aufgehoben.
LG
Henry
Es gibt auch Fotografen, die das anders sehen:
http://www.stevehuffphoto.com/2009/1...5-lens-review/
Auch beim Noctilux müssen die Versionen bedacht werden...
Carsten, berufsbedingt immer mal wieder auf Forum-Pause. In grün schreibe ich als Mod.
Leica, Sony, Nikon, Fuji, Olympus, Pentax, Panasonic, Canon, Sigma und viel zu viele Linsen sowie andere digitale und analoge Kameras.
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Klar, ich kenne nur das uralte und glaube ich wohl erste von den Teilen.
Aber sorry, selbst wenn ich mir die Bilder ansehe.. nett, aber derartiges Geld für wirklich absolute Peepereien auszugeben, kann sich ein Pop-Star wie Seal leisten.. da sind das Peanuts. Heidi Klum hat ihm das Teil wohl dann als Geburtstagsgeschenk offeriert.
Und es ist auch klar, das es heut wohl zu den Spitzenoptiken schlechthin gehören mag, aber mir geht das getrost am Allerwertesten vorbei, solange ich nicht sehen kann, was der Mann (egal ob nun Seal oder der Fotograf) weltbewegendes damit zustande bringt.
Und so geht es mir mit allen Dingen. Die Relationen müssen stimmen und es ist gut, das es ein paar "abgedrehte" gibt, die einfach nur hören, es ist das Beste was Du für Geld kaufen kannst, also kauft er es.
Das treibt Entwicklungen voran. Fotografisch ist das alles Unsinn, denn gute Bilder wurden Generationen vor solchen Leuten wie Seal mit einfachen Box-Kameras gemacht. Es ist ein technischer Aspekt, nicht mehr. Und für den bin ich derartige Summen zu zahlen nicht bereit.
Nicht diese Objektive gewinnen Preise... die Fotografen hinter den Kameras sind es, die fotografische Meilensteine erschaffen.
Mein Handwerkszeug, mit denen ich meine Bilder mache, läßt bei mir keine Wünsche offen und es ist für mich auch lange schon nicht mehr der Grundsatz nur das Beste zu haben. Es muss so gut sein, das es meine Sicht der Dinge und deren fotografische Umsetzung nicht mehr "limitiert".
Das suchtartige Denken, das je besser das Objektiv, desto besser meine Bilder ist eine völlig falsche Fährte der Technikbegeisterung. Mit dem Schaffen von mich befriedigenden Bildern und Bildaussagen hat das schon längst nichts mehr zu tun. Ich besitze eine Reihe von guten Objektiven, die mich nicht mehr einschränken in technischen Unzulänglichkeiten wie Randunschärfen, Vignettierungen und CAs.
Dieser prall gefüllte und gut sortierte Werkzeugkasten ermöglicht mir mehr kreative Freiheit, als es mir ein einzelnes Leica Objektiv aus dieser Klasse je liefern könnte.
Und das gilt nicht nur für die Leicas. Wichtiger als solchen Objektiven hinterher zu hecheln ist doch, zu einem simplen Standard zu kommen, der einem alles ermöglicht mit seinem "Werkzeugkasten" und das mit einem hohen Maß an Flexibilität. All dies habe ich mit meinen Leicas und sonstigen Objektiven inkl. der Kamera erreicht und nun wird es wieder ernst.
Das Bild und seine Gestaltung zählt und nicht das Imponieren mit technischen Höchstleistungen in Bildern, die ansonsten nix zu bieten haben, als eben den Aspekt der technischen Höchstleistung.
So bleibe ich bei meinen Leica Linsen und hier und da einem charaktervollen Objektiv wie dem Biotar, dem Summilux, dem Travenar und einigen anderen, die meinen Anspruch an kreativer Bildgestaltung zumindest nicht technisch limitieren.
LG
Henry
Ich bin zwar bei diesem Thema überhaupt nicht qualifiziert - noch nie eine Leica in der Hand gehabt - aber ein bißchen muß ich da auch meinen Senf dazu geben.
Auf der von Carsten verlinkten Seiten hat's interessante Bilder. Bloß, wenn man unten angekommen ist, fühlt man sich wie nach einem überwürzten Essen: das ist alles a bisserl viel. Die Bilder bestehen meines Erachtens aus 40% fotografischem Blick und 60% Effektlinse. Dabei haben wir es doch heute so gut mit Photoshop & Co: Layer maskieren, Gaussche Unschärfe dazu, fertig ist - beinahe - der gleiche Effekt.
Im Ernst, ich bin da Henry's Meinung: so was ist in ganz kleinen Dosen erträglich, der heilige Gral ist es aber sicher nicht. Besser übt man weiter täglich mit der Knipse Bilder zu komponieren und freut sich ab und zu an einem Objektiv, was auch noch schöne Abbildungsqualität liefert.
nichts für ungut & LG