Das ist richtig, bei f2,8 sieht die Welt ganz anders aus, bei f5,6 oder f8 kommt es mit dem Pentacon MC 2,8/135 mit, und das macht gute Bilder.
Ich glaube aber, dass ich die Blende zwischen 1,8 und 2,8 stellen muss, um das AHA-Erlebnis zu bekommen. Gestern habe ich meine Kinder fotografiert, auf ca. 2,5m Distanz, und da ist der Schärfebereich um die 8cm. Wenn ich nun auf ca. 2,2 abblenden würde, hätte ich mehr Schärfentiefe und auch die Schärfeleistung würde sich verbessern. Das werde ich heute Abend probieren.
Der Grund, dieses 165€ teure Stück Glas gekauft zu haben, sind Portraits auf Distanz. Wenn ich mit einem 50mm zu meinen Kindern "schleiche", dann kann ich mit Grimassen ohne Ende rechnen. Die 135mm aber, diese Distanz von 2-3m Entfernung, die geht, da bin ich den Kindern eher egal und sie lassen sich nicht stören. Die Lichtstärke habe ich gewählt, um ohne Blitz fotografieren zu können. ISO 1600 ist dann keine Seltenheit, aber dank EBV kommen trotzdem gute Bilder raus.
Eine Streulichtblende aus England (15€) ist im Anflug, einiges an Übung muss ich noch investieren.
Der AF-Chip produziert leider einen Frontfokus, man merkt, hier hat man eine Grenze überschritten.
Fazit: die Optik ist ein Grenzfall, wenn das Licht passt, wie Henry es schon schreibt, dann kann man auch offen gute Bilder machen. Kommt zu viel Licht in den Tubus, dann ist Chaos in der Linse und Halos leuchten um die Wette. Ich habe bewusst nur offen fotografiert, um diese Schwächen zu sehen und auszuloten, wo es sinnlos wird, bei f1,8 zu probieren.
Es wird aber noch dauern, bis ich besser mit dem Porst umgehen kann.
lg Peter


