So, nach diesem durchaus interessanten Exkurs in die Welt der radioaktiven Gläser komme ich nochmal zurück auf das Yashica ML 135.

In der Tat scheint der Adapter an der eher unterdurchschnittlichen Bildqualität bei unendlich nicht unschuldig zu sein. Allerdings nimmt die Bildschärfe deutlich zu, wenn man minimal aus der unendlich-Stellung zurückdreht. Diese Phänomen habe ich an meinen mittlerweile zwei 135er MLs beobachtet.

Jetzt wollte ich es dann doch genauer wissen und habe nochmals das Pentacon, das Yashica und mein AF-Telezoom (Canon EF 75-300 USM II, bei 135mm) miteinander verglichen. Dazu habe ich mir ein neues Motiv gesucht, das etwa 300-400m von meinem heimischen Balkon entfernt liegt. Stativ, manuelle Belichtung und manuelle Fokussierung über LifeView, jeweils mehrere Aufnahmen - dabei jeweils neu fokussiert - und von jedem Objektiv das beste (schärfste) beim jeweiligen Blendenwert für den Vergleich ausgewählt.

Name:  Pentacon-Yashica-Canon 135-5,6-800.jpg
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Das Beispiel zeigt v.l.n.r. Pentacon - Yashica - Canon bei f5,6, 100%-Ausschnitte, aber fürs Forum leicht verkleinert.

Bei anderen Blendenwerten sind die Ergebnisse ähnlich.

Also: Sicher nicht auf dem Niveau der Top-135er MF's, ist das Yashica auch bei unendlich deutlich schärfer als das Pentacon und liegt auf ähnlichem Niveau wie das AF-Zoom Canon EF 75-300.

Wie etwas weiter oben schon erwähnt, besitze ich mittlerweile ein zweites Yashica ML 135. Zu meiner Überraschung erhielt ich eine völlig andere Bauform, wie das nachfolgende Bild zeigt:

Name:  IMG_4597-800.JPG
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Dieses zweite Exemplar ist bedeutend größer, fast so groß wie das Pentacon electric. Auch die Vorder- und Rücklinsen sind deutlich größer als bei der kompakten Variante.
Ein Vergleich der beiden Bauformen bezüglich der Bildqualität ergab keine signifikanten Unterschiede (zumindest an der 450D, also Crop, nicht für mich erkennbar). Dies hatte praktinafan in meinem Süchtig-Thread bereits vermutet .