Wie versprochen nun das Canon nFD Bajonett und die Funktionen.. und wie man die Blende für einen Check sichtbar macht.



1. Der aussen am Objektiv sichtbare, rote Markierungspunkt, der in 12 Uhr Stellung dazu dient, das Objektiv an eine Kamera anzusetzen.
2. Ansetz - PIN (der kleine "Block" unterhalb der Blechlasche)

Anmerkung: Man erkennt auf dem Bild, das Markierungspunkt und Ansetzpin beide in 12 Uhr Stellung stehen und gleichzeitig der mit Nummer 4. bezeichnete
Blendenübertragungshebel am oberen Anschlag des Schlitzes steht.. das ändert sich, wenn wir die nachfolgenden Schritte ausführen.

3. Die beiden Arretierungs-Pins.

Anmerkung: Um die Blende sichtbar zu machen, müssen die beiden unter Punkt 3 gezeigten Blech-Pins gedrückt gehalten werden (zwei Schraubendreher oder aber der abgeschnittene Rückdeckel sind hier extrem hilfreich !!)
und gleichzeitig der gesamte innere Aufbau mit den herausragenden Hebeln im Uhrzeiger-Sinn gedreht werden. Ich empfehle, sich unbedingt einen Canon Deckel in der bereits gezeigten Weise zu "präparieren", weil man für die andere Art eigentlich
3 Hände braucht.

4. Der Blendenübertragungshebel zur Kamera.. er teilt dem Belichtungsmesser in der analogen Kamera mit, welche Blende gerade am Objektiv eingestellt ist.

Wie man sehen kann, ist im obigen Bild dieser Hebel am oberen Anschlag.. und solange das Objektiv nicht an einer Kamera sitzt, bleibt er dort auch in seiner Offenblendposition.
Das ist das Ärgernis, weshalb wir die Blende an einem von der Kamera abgenommenen Objektiv so erstmal nicht zu sehen bekommen.

Wenn wir aber gemäß der beschriebenen Schritte die beiden Blech-Pins unter Punkt 3. eingedrückt halten und gleichzeitig den gesamten Innenteil im Uhrzeigersinn drehen.. ja dann achtet mal auf den Blendenübertragungshebel im nachfolgenden Bild und was mit der Blende passiert..

Richtig, mit dieser Drehbewegung des Innenteils "simulieren" wir die Geschehnisse, die beim Ansetzen an eine Kamera eintreten würden. Da würde das Objektiv aussen rotieren und der innere Teil des Mounts
"starr" bleiben.. dies sieht man relativ am Stand des Ansetz-Pins, der das Objektiv ja starr in Position hält.



Zauberwerk oh Zauberwerk..

Die äussere rote Markierung unter Punkt 1. zeigt uns, dass das Objektiv eingedreht wurde und der Blendenübertragungshebel unter Punkt 4. sitzt nun am unteren Anschlag, weil das Objektiv auf f16 stand beim Abnehmen von der Kamera..
Punkt 2., also der Ansetz-Pin steht noch immer in 12 Uhr Position, nur die rote Markierung aussen ist nach 10 Uhr gerutscht und der Blendenübertragunshebel nun "freigegeben"..

So können wir also die Blende eines nFD Objektivs sichtbar machen.


Ich werde das nochmal "auskoppeln" aus diesem Thread, da es doch wohl häufiger von Interesse sein könnte und solche Fehler wie das vorschnelle Abnehmen des FD Mounts vermieden werden kann.

LG
Henry