AW: Angenieux 35-70mm f/2.5-3.3 - Die Zweite
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das_tanzende_ES
Habe ich schon und es sah nicht sehr gut aus. :o Werde das aber nochmal nachstellen und dann hier einstellen.
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Das Problem, welches ich neben der Gewöhnung an den Umgang damit sehe, dürfte auf den Crop zurück zu führen sein. Ich habe das Angenieux als Reisezoom mit im Urlaub und mir nach dem Einstellen Deiner Bilder und Deines Berichtes sofort das Objektiv "geschnappt" und einige Bilder mit Offenblende f2.5 gemacht. Ich werde diese nach der Rückkehr dem Thread anfügen, denn die spanische Internetleitung "humpelt" derart, das ich die Sachen für die Vollansicht nicht auf den Server laden kann.
Bei meiner Kombination mit alter oder neuer 5D ist es bis auf die systembedingte Verzeichnung bei 35mm einer Festbrennweite ebenbürtig.
Deshalb nochmal meine Bitte, schildere doch mal kurz die Randbedingungen bei den gezeigten Offenblendbilder, also
LiveView?
2/3 Stopps unterbelichtet?
UV Filter drauf oder runter?
Streullichtblende genutzt?
Auf MF Lenses hab ich die Linse mal vor ca. 1 Jahr vorgestellt und es haben sich dort einige Leute diese Linse gekauft. Es war dabei auffällig, dass in erster Linie die Leut in den Anfängen mit der Linse auch so ihre Probleme hatten. Insbesondere entsinne ich mich an einen User, der völlig konsterniert war, weil er bei gleißendem Sonnenlicht eine willkürliche Aufnahme einer Straßenszene einstellte und die entstehenden Blausäume und Überstrahlungen an hellen Kontrastkanten als Makel des Objektivs ansah und sehr enttäuscht war ob seiner Bilder, nach dem, die ich dort zeigte. Erst mit der Zeit kam er (wie auch ich damals erst) dahinter, das Objektiv mit seinen Eigenheiten zu verstehen und zu nutzen.
Er war zudem auch Nutzer einer Crop-Kamera. Ich vermute deshalb, dass es sich, wenn man das Objektiv bei voller Öffnung an einer Cropkamera nicht konsequent mit LiveView nutzt, es deutlich schwerer ist, den eigentlich exzellenten Kontrast des Objektivs voll zu nutzen. Die Scheibe selbst, auch wenn sie über Prismenfleck oder Schnittbild verfügt, dürfte vielleicht nicht reichen.
Gerade wenn man diese Tipps im Umgang mit dem Angenieux nicht befolgt ist am Anfang immer eine leichte Skepsis, die auch ich damals hatte, die aber wie gesagt mit der häufigen Nutzung des Objektivs nach einiger Zeit vollständig verschwand.
LG
Henry
AW: Angenieux 35-70mm f/2.5-3.3 - Die Zweite
Ich erinner mich an den User und seine Bilder. So etwas habe ich auch hinbekommen, doch diese habe ich mit Absicht hier heraus gehalten. Mangelhafte Bedienung will ich der Linse nicht zur Last legen.
Zu deinen Fragen:
-Live View habe ich in 95% der Fälle genutzt, da ich ebenfalls die Erfahrung machte, dass der Fokus über die optischen System, trotz Schnibi, Mikroprismen und Sucherlupe, extrem schwierig zu treffen ist.
-Belichtet habe ich anhand des Histogramms. Je schwächer das Licht war, desto weniger Korrekturen waren nötig. Gemeinhin war ich aber meistens bei -2/3 bis -1/3.
-Den Front-Filter habe ich drauf behalten. Siehe der eigene Absatz in meinem Bericht. Unabhängig von mir war Olivier zu dem selben Schluss gekommen.
-Die Streulichtblende besitze ich leider nicht. Mein Angenieux kam nur mit Front- und Rückdeckel. Allerdings denke ich, dass ich Streulicht recht konsequent vermieden habe. Gerade über LiveView sieht man so etwas ja recht schnell.
Auf deine Bilder mit der 5DII bin ich gespannt.
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Loeffel
Ich habe ergänzend hierzu in meinem Archiv eine alte Werbeanzeige aus dem jahre 1984 gefunden:
Die Werbeanzeige ist natürlich der Hit. Danke dafür!
AW: Angenieux 35-70mm f/2.5-3.3 - Die Zweite
Ich würde Dir trotzdem ans Herz legen, Dir eine passende Streulichtblende zu besorgen. Ich komme mit der eckigen eigentlich gut hin. Am Crop Deiner Kamera könnte eine normale 58mm Streuli sehr gut gehen.
Zum Objektiv gehören Standardmäßig eine runde, relativ flache Blende und eine eckige, die sich schnell stark erweitert in Filterring - Nähe.
Hier der Link zu einem soeben über die "langsame Internetleitung" hochgeladenen Bild des Angenieux bei Tageslicht, entstanden mit f2.5, also Offenblende am langen Ende.. Fokuspunkt auf dem Tor in den Himmel ragende Kugel mit der Spitze dran. In den Hintergrund Highlights erkennt man die Offenblende deutlich. Ich lade gleich noch ein weiteres hoch..
http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...rnspitze25.JPG
LG
Henry
AW: Angenieux 35-70mm f/2.5-3.3 - Die Zweite
Und noch ein weiteres, das nach 10 Minuten hochladen nun auf dem Server liegt.
Offenblende f2.5 bei 70mm an der Naheinstellgrenze..
http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...m/laeuse25.JPG
Nach meiner Rückkehr in den nächsten Tagen zeige ich dann noch 3 oder 4 Fotos, die ich wie gesagt heute auf die Schnelle hier gemacht hab. Laptop Strom ist gleich am Ende, deshalb schonmal einen netten Rest-Abend nach Deutschland.
LG
Henry
AW: Angenieux 35-70mm f/2.5-3.3 - Die Zweite
Ich bin beeindruckt. Deines bildet bei Offenblende eindeutig besser ab. Schön zu sehen was so geht. Danke dir und einen schönen Resturlaub!
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karhar
Scharf auf Anhieb sind die Angenieuxe nicht (auch das 28-70/2,6 nicht), aber was man in der Postpro scharfzeichnen KANN, ...
Gleiches kann ich auch für mein Tokina AT-X 2.6-2.8/28-70 sagen, was aber kein großes Wunder ist, da es ja eine Angeniuex-Rechnung sein soll. ;)
Zunächst erscheinen die Offenblend-Fotos, nun sagen wir "milde" scharf, aber per EBV kann man unglaublich viel aus einem Bild mit der 5D herausholen. Aus einem Bild mit der 40D zwar auch, aber an der 5D geht das noch deutlich besser.
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Hier zwei weitere Bilder, bei f2.5...
die Neigung zu den bläulichen Farbsäumen an hellen Kontrastkanten ist auf dem nachfolgenden Bild, auf dem Display des Telefones an der unteren Kante zu sehen.
http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...lefonica25.JPG
Insbesondere wenn viel Sonnenlicht im Spiel ist und die Belichtung nicht hinreichend in Richtung "schneller" angepasst wird, verstärkt sich dieser Effekt. So sind z.B. Schüsse bei Offenblende in Strauchwerk gegen durchscheinende Himmelsflächen zu vermeiden, weil die CAs in solchen Bildern exponentiell an jeder Grenzfläche erheblich zunehmen.
Wie Du zurecht bemerkt hast, ist in "dunkleren Szenen" erheblich weniger Korrektur notwendig.
Das Objektiv ist mit seiner hohen Lichtstärke eben genau dafür ausgelegt.
Hier nochmal ein im Schatten aufgenommenes Bild bei Offenblende.
http://digicamclub.de/dunkelnetz.de/...mm/tomaten.JPG
Wenn Du willst, kannst Du mir das Objektiv ja mal zusenden. Dann teste ich es mal auf eventuelle Unterschiede zu meinem Exemplar durch. Dies wäre auch für mich hilfreich um heraus zu finden, ob ich wirklich über ein exzellentes Exemplar verfüge oder ob es generell eher der Unterschied in der Nutzung Crop/KB Kamera ist, der hier eine Rolle bei der Einschätzung spielt.
Da ich eben auch nur dieses eine Exemplar und auch nur an der KB kenne, wäre das schon interessant...
Ansonsten müsste man auch in meinem Thread durchaus darauf hinweisen, dass die Erfahrungen an einer Cropkamera auch anders ausfallen können.. trotz der Meßprotokolle.
Bei der Einschätzung von Karhar über das Objektiv muss wohl auch zugrunde gelegt werden, dass er sein Exemplar an der alten 5D betreibt (oder hast Du inzwischen auch die Neue?) und es an dieser wegen des fehlenden LiveView durchaus schwieriger ist, punktgenau zu fokussieren.
Aber wie gesagt, ich würde das Exemplar gern mal testen in Bezug auf die "Streuung".. insofern schade, das die Abwicklung des von mir vermittelten Kaufs genau in meine Urlaubszeit fällt, sonst hätte ich die Möglichkeit gehabt.
LG
Henry
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LucisPictor
Gleiches kann ich auch für mein Tokina AT-X 2.6-2.8/28-70 sagen, was aber kein großes Wunder ist, da es ja eine Angeniuex-Rechnung sein soll. ;)
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Mich würde einmal interessieren, ob das stimmt, und wo diese Aussage herkommt. In einer Fotozeitschrift der 80er wurde einmal das Gegenteil geschrieben, nämlich, daß Tokina der Zulieferer für Angénieux wäre.
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Wo siehst Du hier einen Widerspruch? Wenn Angénieux das Objektiv berechnet hat, kann es Tokina doch für Angénieux bauen. Man muss ja nicht alles selbst machen.
Wir haben in der Firma auch unsere Produktionsanlagen projektiert und spezifiziert, berechnet und mögliche Zulieferteile festgelegt. Eine oder mehrere andere Firmen haben die Anlage dann durchkonstruiert, ein sog. Lastenheft erstellt und nach Genehmigung/Korrektur gebaut.
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Nun, Tokina wurde, soweit die "Gerüchte" (die ich im persönlichen Gespräch mit Tokina-Vertretern auf der Photokina - die waren richtig froh, jemanden zu treffen, der sich für Tokina Linse begeistert und mit ihnen reden wollte ;) - bestätgt sah) von "abtrünnigen" Nikon Ingenieuren gegründet, die das Nikon Know-How mitnahmen und sich nach sehr guten Rechnungen weltweit umsahen. Da die großen deutschen Hersteller (Leitz, Zeiss, SK) zu damaliger Zeit keine Kooperation wollten oder bereits die Fühler woanders ausgestreckt hatten, kam Angenieux ins Spiel.
Ein 28-70 ist mit dieser Lichtstärke auch nicht ganz leicht zu rechnen, ohne es zu groß werden zu lassen. Also bot es sich an, ein exzellentes bestehendes Design zu nutzen.
Ob es zu 100% der Wahrheit entspricht, würde wohl nur eine aufwendige Recherche zeigen.