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Thema: Arithmetik

  1. #1
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    Standard Arithmetik

    Wer sich mit Fotogerätereparatur beschäftigt, kommt an der Elektronik nicht vorbei.

    Und die Elektronik ist mit der Mathematik verheiratet, wenn nicht sogar ihr Kind ;-)

    Die Mathematik bietet aber viel mehr an, als es zumindest für das praktische Arbeiten in den Grundlagen der Elektronik braucht.

    Direkt anwenden kann ich Rechnungen wie diese nicht, aber sie haben ihren eigenen Reiz, und ich versuche, mein Schulwissen dazu zu erhalten.

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    Aktuell turne ich in der Arithmetik herum, also bis zur Potenzrechnung, die in der Elektronik eine besondere Rolle spielt, wenn auch Computer oder Taschenrechner das praktische Rechnen mit Formeln übernehmen.

    Aber ich denke, man sollte wissen, wie das funktioniert und nach welchen Gesetzmäßigkeiten es abläuft.

    Schade, dass Mathe für mich in der Schule immer ein Angstgegenstand war, und uns nicht vermittelt wurde - oder wir nicht begriffen hatten in den Klassen, dass Mathematik die stille Grundlage unseres zivilisierten Lebens darstellt.

    Oder anders betrachtet:

    Man kann abends auch zur Entspannung rechnen, anstatt Kreuzworträtsel zu lösen ;-)

    Hat noch jemand hier die Mathematik als Hobby?
    Gruß,

    Andreas

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  3. #2
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    Ich sehe Mathe eher als "notwendiges Übel", habe aber ab und an mal Berührungspunkte. In der Schulzeit ging es ganz flüssig, im Studium wurde es mitunter "anstrengend". Wenn man Infinitesimalrechnung und Geometrie (über Pythagoras hinaus) 35 Jahre nicht gebraucht hat, versandet das alles wieder.

    Hier in meinem sozialen Umfeld gibt es Menschen, die sich notgedrungen dem Thema aktuell widmen, da läuft es ganz gut, und wenn ich bei besonderen Knobelaufgaben unterstützen soll ( https://www.mathematik-olympiaden.de...x.php/aufgaben ), mach ich öfter mal ein "Cheat Sheet" in Excel um mich erstmal auf das Ergebnis einzuschießen (andere gehen über Gleichungen, die sie lockerer umformen als ich, aber nicht so locker aufstellen).

    Das mit dem Excel-Sheet zeigt dann, daß ich nicht "mathematisch" denke sondern wie eine faule Sau oder ein Ingenieur.

    Mein Tip: Bei Klasse 3 und 4 (Link oben) anfangen und Routine entwickeln und dann dranbleiben. Ist "im Alter" erstmal "entwürdigend", aber der Unterbau (mit Routine) hilft in jedem Folgejahr.

  4. 2 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  5. #3
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    Ich hatte nach dem Abitur ein Studium zum Ing.grad. Elektrotechnik auf der Fachhochschule begonnen.
    Bei den ersten Lehrveranstaltungen wurden wir Studenten mit Ringintegralen bombadiert - so was hatte ich im Unterricht auf dem altsprachlichen Gymnasium gar nicht gehabt.
    Nach ein, zwei Monaten ließ ich mich exmatrikulieren und arbeitete kurzzeitig als Verkäufer in einem Radio-und Fernsehgeschäft.
    Dann begann ich eine Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker. Nach Erhalt des Gesellenbriefes drängten meine Eltern mich, es doch noch mal mit einem Studium zu versuchen.
    Da mir in der Berufsschule ein Lehrer einen guten Eindruck gemacht hatte, begann ich dann ein Studium zum Berufsschullehrer auf der Universität.
    Auch da verzweifelte ich an der Mathematik, deshalb ging ich nach wenigen Wochen zurück zu meinem ehemaligen Lehrbetrieb...
    Gruß, Michael

  6. 2 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


  7. #4
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    Mathematik hat einen schlechten Ruf.

    Aber gut erklärt - daran mangelt es wohl oft - wird sie fassbar.

    Empfehlung für Selbstlerner und Wiederholer - bereits ein Klassiker:

    „Mathematik leicht gemacht“

    https://amzn.eu/d/a6u3r44
    Gruß,

    Andreas

  8. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  9. #5
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    Ich hatte Mathe und Physik als Leistungkurse und hatte meinen Spass daran. Beim Studium der Physik habe ich dann meine heute Frau kennengelernt, sie studierte Mathematik. Wenn wir neue Leute kennenlernen, die das hören, kommt immer, dass sie Mathe und Physik als erstes in der Schule abgewählt hätten. Im Studium der Physik geht es dann lustig her, vor allem die Vorlesung zu Rechenmethoden der Physik war toll. Da wurde man mit div, rot, grad behämmert, also Funktionen auf Vektorfeldern, weil man sonst die Maxwellschen Gleichungen erst viel zu späten machen könnte. Auch die Quantenmechanik hat nette Sachen zu bieten. Man lernt auch die Einsteinsche Summenkonvention kennen, löst partielle Differentialgleichungen, lernt Clebsch-Gordan-Koeffizienten kennen (da geht es um die Kopplung zweier Drehimpulse) und hat Spass mit der Entwicklung nach Kugelflächenfunktionen (ein vollständiger und orthonormaler Satz von Eigenfunktionen des Winkelanteils des Laplace-Operators).

    Lange her und es liegt hinter mir. Im Beruf in der Telekommunikation sind Logarithmen bei Feldgrössen (man rechnet dort in dB oder dBm herum) spassig, vor allem, wenn man es den Software-Entwickler erklären muss. Ausbreitungsmodelle von Funkwellen sind angewandte Mathematik pur, auch das Umrechnen von Koordinatensytemen. Bei der Einführung von UMTS wurde es heftig, wenn man die Details hinter der Spread Spectrum Modulation verstehen wollte. Verkehrstheorie oder auch die bei Spectrum Auctions nötige Spieltheorie sind weitere Anwendungen. Alles streift mich aber zum Glück nur am Rande.

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", Bessamatic :


  11. #6
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    Kurt Gödel wohnte in Wien an mehreren Adressen, wovon einige nicht weit weg sind von uns.

    Das motiviert mich, brav meine Terme zu vereinfachen, jeden Tag ;-)
    Gruß,

    Andreas

  12. #7
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    Meine Erfahrung mit Elektronik, Mathematik und Fototechnik ist, dass das Themen sind, die volle Konzentration und die Bereitschaft, sich reinzugraben, erfordern.

    Da erklärt sich nichts von selbst und Details sind flüchtig.

    Und immer sehe ich dabei meine engen Grenzen.

    Aber nichts hat mich bisher so fasziniert

    Von einem Elektrotechniker hörte ich, dass es im Studium wenige gab, die die Inhalte so aufnahmen, wie andere Zeitung lesen. Alle anderen mussten darum kämpfen.

    Mir fiel der Umgang mit Sprache immer leicht, Schreiben - auch abseits des Plauderns - strengt mich nicht an, aber bei diesen formalen Themen muss ich mir Fortschritte mit dem Meißel erarbeiten.
    Gruß,

    Andreas

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  14. #8
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    Hallo Andreas,

    ich habe Allgemeine und theoretische Elektrotechnik studiert, ich darf Dich trösten, die Anzahl derer die durch die insgesamt 6 Semester Mathematik durchgegangen sind ohne Anflüge von Verzweiflung war gegen Null - irgendwann geht die Anschaulichkeit dessen verloren was man da schreibt.

    Aber man kann sich durchkämpfen und Bronstein Semendjajew in seinen Bänden war mir ein treuer Begleiter. Und eine zum Schluß ordnerdicke selbstgeschriebene Formelsammlung, in der ich mir die relevanten Prozeduren auskommentiert hatte, damit mein Hirn nicht nur die Formeln sondern auch deren Sinn erkennen konnte. Nach dem Studium habe ich den ganzen Papierwust mit "militärischen Ehren" verabschiedet und in meinem Berufsleben nie wieder gebraucht. Heute befasse ich mich viel mit Abbildung und Optik, da kommt das eine oder andere wieder hoch, aber nie mehr in der Dichte wie im Studium.

    LG
    Jörg

  15. Folgender Benutzer sagt "Danke", Optikus64 :


  16. #9
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    Ich hab Publizistik u. Kommunikationswiss./Politikwissenschaft. an der Uni Wien studiert, ebd. auch einen Hochschullehrgang für Öffentlichkeitsarbeit absolviert.

    Eine Mischung aus Wissenschaft und Praxis - Sinn und Unsinn musste man sich selbst ausloten.

    Da es sich um eine Beschäftigung mit Gesellschaftsthemen handelte, war das wissenschaftliche Fundament endlich, lückenhaft oder nur sehr bedingt gültig.

    Mir kam das Diskutieren und Reflektieren entgegen, andere wussten nicht, wo sie ansetzen sollten, da es oft keinen richtigen Lernstoff gab, wir aber mit dieser Erwartung aus der Matura kamen.

    Hohe Dropoutquote, viele wechselten ohne Abschluss in die Praxis.

    Ich hatte es fertig gemacht, musste aber im Job das Theoriewissen rasch wegpacken.

    Einfach, kostengünstig und schnell erstellt/umgesetzt mussten Kommunikationskonzepte und -maßnahmen sein.

    Immerhin konnte ich meine Arbeit „im gesellschaftlichen Kontext“ relativieren.

    Das war das beste am Studium.

    Und natürlich die praktischen Fertigkeiten.

    Wie schreibe ich für Presse, wie für Anrainer, oder wie für meine Chefin

    Alles vorbei - jetzt drehe ich Schrauben in Öl ;-)
    Geändert von Ando (26.05.2023 um 19:10 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

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