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Thema: Pentacon Six: Was geht? P6 Bilder der Profis in, teils antiquarischen, Büchern

  1. #1
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    Standard Pentacon Six: Was geht? P6 Bilder der Profis in, teils antiquarischen, Büchern

    Hi,

    die vergangenen Jahre habe ich immer wieder mal nach Büchern gesucht, die möglichst gute Bilder enthalten, die mit der Pentacon Six aufgenommen worden sind. Hier bin ich fündig geworden:

    W. Gerhard Heyde: "Pentacon Six Praxis" ist naheliegend. Interessant darin der Hinweis von Georg Brenner über das Fett- und Verschlussproblem: Schätzen der Verschlusszeiten nach Gehör statt nach Einstellung.

    Georg Renner: Biwak auf dem Dach der Welt. Enthält einige gute Bilder, aber leider sehr klein. Historisch interssant ist das Buch auch, weil es sozusagen ein inoffizieller Reiseführer für "Unerkannt in Freundesland" ist.

    Sieggard Liebe: Gebirgsfotografie. Enthält viele Fotos, die offensichtlich aus der Pentacon Six stammen. Darunter auch ein paar von Georg Renner und diesmal in angemessener Größe. Auch in diesem Buch findet sich der Hinweis zum Verschlussgeräusch.

    Horst Schröder: Faszination der Nähe. Unbedingt sehenswerte Makroaufnahmen, vor allem von Tieren. Das Aufnahmeverfahren ist zu Beginn gut erklärt und nicht allzu kompliziert.

    Harald Lange: Tierfotografie. Enthält auch Bilder von Horst Schröder. Harald Lange hat in Heydes Pentaconsix Praxis noch sehr positiv von der Pentacon Six und vor allem auch vom Pentacon 5.6/500 geschrieben. In diesem Buch schreibt er auf S31f sehr ausführlich, was eine geeignete Kamera können muss (und keine der damals zeitgenössischen DDR Kameras konnte) - sehr bemerkenswert für den Umstand, dass das Buch von 1988 stammt. Er nimmt das Ende der DDR zumindest fototechnisch schon vorweg. In der Geschichte der Fototechnik dampft er die DDR zu wenigen Zeilen auf vielen Seiten zusammen. Es deutet darauf hin, dass Lange eine Nikon F2 Ausrüstung hatte und vielleicht auch eine westliche Mittelformatkamera. Dennoch scheinen etliche der Aufnahmen des Buches aus der Pentacon Six zu stammen.

    Dieter Demme: Erfurt. 3. Auflage mit Redaktionsschluss 20.6.89. Auch dieses Buch hat nicht nur schöne Pentacon Six Fotos sondern zeugt auch vom nahenden Ende der DDR. Es berichtet noch von den Errungenschaften des Sozialismus mit seinem Fünfjahresplan, allerdings in einer gewissen Offenheit, die zwischen den Zeilen lesen lässt.

    Manfred Uhlenhut, Guido Knopp: Als die Mauer fiel. Enthält viele P-Six Fotos von Manfred Uhlenhut aus der Zeit des Buchtitels. Auch sehr sehenswert. Zusammen mit Dieter Demmes Buch ist das Buch auch ein sehr schönes Zeugnis für (ost)deutsche "Streetfotographie", die so nicht mehr so leicht möglich ist, schon gar nicht mit einer P6.

    Die Bücher Faszination der Nähe, Tierfotografie, Gebirgsfotografie und Erfurt teilen sich übrigens das selbe beinahe quadratische Grundformat; praktisch - quadratisch -gut... ...im Buch Erfurt gibt es doppelseitige Bilder, wie auch immer das Dieter Demme bewerkstelligt hat.

    Es würde mich freuen, Hinweise auf weitere Bücher mit P6 Aufnahmen zu bekommen.

    Andreas

  2. 3 Benutzer sagen "Danke", pandreas :


  3. #2
    Ist noch neu hier Avatar von Helenawe
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    Ich bin nur ein Anfänger Fotograf

    vielen Dank für eine solche Auswahl an Büchern

    sehr interessiert an Makrobildern von Tieren und Pflanzen

  4. #3
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    Noch eins:

    Charlotte & W. Gerhard Heyde, Bernd Blume, Ulrich Linkner. Torgau. (4th edition 30.4.1988). Viele Bilder zeigen das Leben zum Ende "der Republik". Die Bilder sind meist sehr klein, zeigen aber gute Beispiele der DDR Straßenfotografie sowie Fotografie in Schulen und volkseigenen Betrieben. Viele der Bilder sind quadratisch, sodass sie wahrscheinlich aus der Pentacon Six stammen. Der Text von Ulrich Linkner ist gewissermaßen ein Beispiel für einen "Bildungsbürger" der sich an das System angepasst hat; Ich kann nichts zwischen den Zeilen lesen.

  5. #4
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    Auch im Internet gibt es Pentacon Six Bilder. Sehr ergiebig ist https://www.ddrbildarchiv.de . Fast alles, was da halbwegs quadratisch ist, stammt offensichtlich aus der P6. Über die entsprechenden Fotographen lässt sich dann nach mehr suchen. Auch die P6 selber findet sich zuweilen:

    Frau mit Praktisix

    Ganz schön schwer behangen...

    Uhlenhut, wohl mit Praktisix aber welches Objektiv?

    Indische Presse oder warum man mindestens zwei Gehäuse braucht

    Hier scheint noch eine Korelle im Einsatz zu sein (1961)

    Und hier schon Nikon (1980)

    Einige Fotografen, wie Uhlenhut, sind der P6 länger treu geblieben; entsprechend viele Bilder finden sich dann, wenn man nach den betreffenden Namen sucht.

    Edit: Klaus Morgenstern ist noch ein guter Fotograd zum Suchen. Das meiste von ihm scheint mit der P6 aufgenommen zu sein.
    Geändert von pandreas (12.02.2021 um 22:45 Uhr)

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", pandreas :


  7. #5
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    Der "Profi" hier https://www.ardmediathek.de/ard/vide...Q1NjI2YjFlZmM/ nutzt auch eine, im Studio für Porträts.

  8. #6
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    Klaus Morgenstern/Klaus Tippmann: Zwickau.1. Aufl. 1981. Das Buch ist vergleichsweise aufwändig gemacht mit ausklappbaren Seiten und speziell Grafiken. Das Papier ist wie bei den meisten DDR Fotobüchern für DDR Verhältnisse ziemlich gut. Die Bilder kommen von Morgenstern. Ein Highlight: Innenaufnahme eines "sovjetischen Plattenwerks", also eine Fabrik für die Platten der Plattenbauten. Viele Bilder sind doppelseitig und offenbar schon von vorn herein als Panoramaaufnahme konzipiert. Bei manchen Aufnahmen irritiert mich das sichtbare Korn, als ob sie vom Kleinbild vergrößert worden sind. Die meisten großen Aufnahmen schauen jedoch nach P6 aus. Der Text von Tippmann ist hochmotiviert linientreu.

  9. #7
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    Lothar Willmann, Helmut Pelzer: Unter Segeln durch die Ostsee / Reisen zu sieben Städten am Meer. 1. Auflage 1979. Das Buch ist im beinahe quadratischen Standardformat wie einige andere (Tierfotografie, Erfurt, etc). Lothar Willmann hat viel auf Kleinbild fotografiert, aber auch manches ganz offensichtlich mit der P6. Das Buch hat viele doppelseitige Fotos. Gerade bei den doppelseitigen Fotos gibt es deutlich zwei Qualitätsstufen, sodass so Kleinbild und MF ganz gut unterschieden werden kann. Interessant dürfte das Buch vor allem für Liebhaber von Segelschiffen sein. Die Bilder sind von der Wilhelm Pieck, die Dar Pomorza, Krusenstern, Towarischtsch und Wega und zeigen ganz nett die typischen Arbeiten an Bord, aber auch Szenen am Rande. Der Text von Pelzer ist für mich sehr langatmig und langweilig zu lesen, weshalb ich ihn nicht ganz gelesen habe und nach meiner Einschätzung 100% linientreu.

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