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Thema: Canon EF 28-70 mm f/ 3.5-4.5 II Oldie but Goldie

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Standard Canon EF 28-70 mm f/ 3.5-4.5 II Oldie but Goldie

    Ich möchte euch ein etwas älteres AF-Zoom vorstellen das mich sehr positiv überrascht hat:

    Das Canon EF 28-70 mm f/ 3.5-4.5 II

    zunächst die technischen Daten im Vergleich zum großen Bruder :

    Manufacturer Canon Canon
    Model EF 28-70 mm f/2.8L USM EF 28-70 mm f/3.5-4.5 II
    Lens style Universal zoom Universal zoom
    Focal length 28 - 70 mm 28 - 70 mm
    Maximum aperture f/2.8 f/3.5 - 4.5
    Angle of view 75.4 - 34.4 o 75.4 - 34.3 o
    Closest focusing distance 0.5 m 0.39 m
    Maximum magnification 1:5.56 1:4.5
    Minimum aperture 22 29
    Number of diaphragm blades 8 6
    Auto focus type USM AF
    Lens Construction 16 elements / 11 groups 10 elements / 9 groups
    Filter diameter 77 mm 52 mm
    Macro No No
    Available mounts Canon EF Canon EF
    Dimensions 83.2 x 117.6 mm 70 x 76.5 mm
    Weight 880 g 285 g
    Additional information Marketed November 1993 Marketed June 1988

    Das Modell EF 28-70mm f/3.5-4.5 gibt es in zwei Versionen. Die MK-I wurde von 1987 an nur ca. 8 Monate produziert und ist
    recht selten zu finden. Die Unterscheide sind (laut Internet) ähnlich wie beim EF 28-105mm f/3.5-4.5 :

    Die MK-I Version hat Metallzahnräder , MK-II Kunststoff und ist deshalb etwas leichter.
    Die MK-II Version hat eine etwas überarbeitetete Aspährische Linse und ist deshalb im Randbereich etwas schärfer als die MK-I.
    Die MK-II Version hat 6 Blendenlamellen, die MK-1 5 Blendenlamellen.

    ... und nun erst mal ein paar Bilder vom Objektiv im Größenvergleich zum guten alten Canon 28-70 mm f/2.8 L :

    IMG_6251.JPG

    IMG_6250.JPG

    IMG_6246.JPG

    man beachte die starre Rücklinse des kleinen 28-70 mit Innenfokussierung und möge mir die Spielerei mit dem roten Gummiband verzeihen .

    In den nachfolgenden Posts werde ich ein paar Bildvergleiche zwischen den beiden ungleichen Objektiven zeigen.
    Geändert von cyberpunky (06.02.2017 um 17:21 Uhr) Grund: Tippfehler (wer noch welche findet darf sie behalten) und Lamellenzahl korrigiert
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

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  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Standard David gegen Goliath

    Es folgt ein kurzer Vergleich der einen Eindruck der BQ im Vergleich zum vielfach teureren Canon 28-70 mm f/2.8 L vermitteln soll.
    Die Bilder sind an einer Canon 6D, also Kleinbildformat, entstanden. Das "L" wurde jeweils auf den Wert des "non L" abgeblendet.
    In der weiteren Beschreibung werde ich der Einfachheit halber das Canon 28-70 f/3.5-4.5 "David" nennen und das "L" Goliath.

    Bild 1: Totale , 28mm f/3.5

    L-EF-28mm-3.5-TT.JPG

    David zeigt eine deutliche Vignettierung die erst in Bild 3 bei f/8.0 verschwindet

    Bild 2: Totale , 35 mm f/3.5

    L-EF-35mm-3.5-TT.JPG

    ... auch bei 35mm sind die Ränder deutlich dunkler und Details saufen dadurch ab.

    Bild 3: Totale , 28 mm f/8.0

    L-EF-28mm-8.0-TT.jpg

    Die Farben erscheinen bei David etwas kräftiger oder kontrastreicher was zwar schön anzuschauen aber nicht unbedingt der Realität entspricht.

    Als nächste sehen wir uns mal über die Ecken an .
    Geändert von cyberpunky (06.02.2017 um 17:18 Uhr)
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    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

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  5. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Standard Vergleich der Ecke Oben Links in 1:1 Ansicht

    Vergleich der Ecken jeweils Oben Links in 1:1 Ansicht bei verschiedenen Brennweiten an der Canon 6D:

    Bild 4: 28mm , f/3.5

    L-EF-28mm-3.5-OL.JPG

    Bild 5: 28mm , f/8.0

    L-EF-28mm-8.0-OL.JPG

    Bild 6: 35mm , f/3.5

    L-EF-35mm-3.5-OL.JPG

    Bild 7: 35mm , f/8.0

    L-EF-35mm-8.0-OL.JPG

    Bild 8: 50mm , f/4.5

    L-EF-50mm-4.5-OL.JPG

    Bild 9: 50mm , f/8.0

    L-EF-50mm-8.0-OL.JPG

    Bild 10: 70mm , f/4.5

    L-EF-70mm-4.5-OL.JPG

    Bild 11: 70mm , f/8.0

    L-EF-70mm-8.0-OL.JPG

    Bei den Bildvergleichen ist das Canon 28-70mm f/2.8 L jeweils links zu sehen.
    David schlägt sich recht wacker gegen Goliath würde ich sagen. Bei 70mm f/8.0
    hat David meiner Meinung nach sehr start aufgeholt, fast besser als mein vielleicht
    schon etwas ausgelutschtes 28-70mm f/2.8 L .
    Wenn man mit Lightroom oder Zoner die Vignettierung von "David" etwas puscht
    dürften noch etwas mehr Details rauszuholen sein.

    Zum Schluß betrachten wir noch einmal das Zentrum
    Geändert von cyberpunky (06.02.2017 um 17:29 Uhr)
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  6. 3 Benutzer sagen "Danke", cyberpunky :


  7. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Standard Zentrum in Ansicht 1:1

    Zentrum in Ansicht 1:1

    Ich zeige hier nur zwei Bilder, einmal bei 50mm offen und einmal bei 70mm und Blende 8 weil die jeweils anderen Kombinationen
    zum gleichen Ergebniss führen:

    Bild 12: 50mm , f4.5

    L-EF-50mm-4.5-CC.JPG

    Bild 13: 70mm , f8.0

    L-EF-70mm-8.0-CC.JPG

    Auch hier können sich die Ergebnisse des kleinen David durchaus sehen lassen. Das heißt jetzt nicht das der größere und teurere Goliath
    nicht seine Darseinsberechtigung hat. Mehr Randschärfe, weniger Vignettierung, mehr Freistellung, durchgehend hohe Lichtempfindlichkeit etc.
    Beides sind alte Objektive und mag sein das mein 20 Jahre altes 28-70/2.8 schon einiges mitgemacht hat und nicht mit einem neuen Canon
    24-70/2.8 L Version II mithalten kann, dennoch bin ich überrascht über die Schärfe des kleinen Canon 28-70 / 3.5-4.5 .
    In der Canon Gebrauchtpreisliste von Pöpping wird Goliath mit 480 € und David mit 25-30 € geführt und das sind durchaus realistische Werte die
    mit etwas Geduld sogar "in der Bucht" zu realisieren sind.

    Fazit: Für Umsteiger auf Kleinbildformat die vielleicht noch etwas sparen müssen bis sie ein "L" realisieren können oder für Fotografen die eine
    kleine, leichte und preiswerte Alternative als "Backup" suchen, durchaus eine Kaufempfehlung.

    Nachteile sind:
    -Der Autofikus ist relativ flott aber LAUT
    -Vignettierung
    -leichte CA´s bei offener Blende
    -tiefliegendes Filtergewinde (siehe nächsten Punkt)
    -original Streulichtblende kaum noch zu kriegen, Alternative : 2 billige Filter übereinender schrauben, Glas aus den Filtern raus, dann Schraubblende benutzen
    Geändert von cyberpunky (06.02.2017 um 17:16 Uhr)
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  8. 7 Benutzer sagen "Danke", cyberpunky :


  9. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von joeweng
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    Standard

    Vielen Dank für diese sehr gut gemachte und aussagekräftige Präsentation dieses "Fossils" der Canon-AF-Ära. Wie es der Zufall will, habe ich vorletzte Woche ein ebensolches EF 28-70 II erstanden(in dem von Dir genannten Preisrahmen) und kann Deine Ausführungen komplett bestätigen. Für kleines Geld ist das ein an der 6D sehr brauchbares Objektiv.

    Das Problem mit der Streulichtblende habe ich zum Glück nicht, denn ich habe eine originale .

    In der Beschreibung hast Du bei den Blendenlamellen 5 mit "eingeklammerter" 6 geschrieben. Es gibt offensichtlich beides, mein Objektiv hat 6 Lamellen.

    LG Jörn
    Digital und Analog unterwegs...

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", joeweng :


  11. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Zitat Zitat von joeweng Beitrag anzeigen
    In der Beschreibung hast Du bei den Blendenlamellen 5 mit "eingeklammerter" 6 geschrieben. Es gibt offensichtlich beides, mein Objektiv hat 6 Lamellen.
    Ja, meine hat auch 6 Blendenlamellen. Im Internet findet man aber bei den technischen Daten meistens 5 Blendenlamellen. Ich vermute das die erste Version
    5 Blendenlamellen hatte und die spätere Version 6 Blendenlamellen. Meine Version ist die MK-II von 11/1988. Kannst ja mal bei dir nachsehen.

    Zitat Zitat von joeweng Beitrag anzeigen
    Wie es der Zufall will, habe ich vorletzte Woche ein ebensolches EF 28-70 II erstanden
    Du wirst es nicht glauben, aber die Anzeige im "Nachbarforum" hat mich dazu bewogen diese Vorstellung zu verfassen.
    Das kleine Ding wird immer nur belächelt, völlig zu Unrecht wie ich finde.
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  12. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von joeweng
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    bei mir ist der Code UC1001, also einen Monat älter als Deins und es steht nicht in Konkurrenz zu einem 28-70 L,
    sondern muss sich nur mit dem ebenfalls alten 3.5-5.6/28-80 USM (Ur-Version) und neuerdings dem Tokina AT-X Pro II 2.6-2.8/28-70mm messen.

    Gegenüber Ersterem ist die optische Leistung bei gleicher Blende etwas besser, wobei das 28-80mm bei Offenblende weniger CAs zeigt und
    so ein "echter" USM ist schon klasse - leise und schnell, aber nicht viel schneller, als der konventionelle Motor beim 28-70mm II.
    Das Tokina ist meiner Ansicht nach bei gleicher Blende in allen Belangen außer Flare/Gegenlichtverhalten besser, aber auch mehr als doppelt so schwer. Eine Blende 2.8 ist schon super für Innenräume,
    wenn man auf den Blitz verzichten möchte, aber nicht auf das Zoomen.

    Bei 70mm sind 1+1/3 Blendenstufen ein Argument pro Tokina und die CAs des 28-70mm sind an harten Kontrastkanten bei Offenblende doch sichtbar, bei 28mm ist die halbe Blende Unterschied eher zu vernachlässigen.

    Die Blendenöffnungen sind bei 28-70 II laut meinen Kameras wie folgt:

    28mm => 3.5
    35mm => 4.0
    50mm => 4.5 Canon 50D, 6D
    60mm => 4.5 Canon 50E

    Die Differenz zwischen der alten Analogen und den Digitalen bei 50/60mm finde ich bemerkenswert, weil mir nicht bewußt war, dass Canon an der Stelle "Abweichungen" erlaubt.

    LG Jörn
    Digital und Analog unterwegs...

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", joeweng :


  14. #8
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    Zitat Zitat von joeweng Beitrag anzeigen
    Die Blendenöffnungen sind bei 28-70 II laut meinen Kameras wie folgt:

    28mm => 3.5
    35mm => 4.0
    50mm => 4.5 Canon 50D, 6D
    60mm => 4.5 Canon 50E

    Die Differenz zwischen der alten Analogen und den Digitalen bei 50/60mm finde ich bemerkenswert, weil mir nicht bewußt war, dass Canon an der Stelle "Abweichungen" erlaubt.

    LG Jörn
    Das ist ja interessant, bei meinem Exemplar geht bei 35mm noch Blende f/3.5 ... muß an dem roten Ring liegen ....

    Analog hab ich keine Canon mehr zum ausprobieren.
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    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  15. #9
    Ist oft mit dabei
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    Zitat Zitat von joeweng Beitrag anzeigen
    Die Blendenöffnungen sind bei 28-70 II laut meinen Kameras wie folgt:

    28mm => 3.5
    35mm => 4.0
    50mm => 4.5 Canon 50D, 6D
    60mm => 4.5 Canon 50E

    Die Differenz zwischen der alten Analogen und den Digitalen bei 50/60mm finde ich bemerkenswert, weil mir nicht bewußt war, dass Canon an der Stelle "Abweichungen" erlaubt.
    Daran ist wenig bemerkenswert, denn die EOS 50E erlaubt Zeit- und Blendeneinstellungen in 1/2 Blendenschritten, während alle Canon DSLRs eine Einstellung in 1/3 Blendenstufen erlaubt. Die EOS 50E rundet einfach ein bisschen anders. Kommt hinzu, dass ein paar Blendenwerte bei Canon nicht "sauber" implementiert sind, zB. 2,5 3,5 und 4,5. Die erscheinen bei 1/2 und 1/3 stufiger Einstellung, vermutlich um die Nutzer nicht zu verwirren, halbstufig wären 2,4 3,4 und 4,8 korrekt. Es gibt dann zB. das EF 3,5-4,5/24-85 USM das als kleinste Blende 22 - 32 hat. Das EF 3,5-4,5/28-105 USM hat als kleinste Blende 22-29. Bei der Offenblende haben beide 2/3 Blendenstufen Änderung über den Brennweitenbereich, bei geschloßener Blende 1 Blende bzw. 2/3 Blenden ...

    Naja, um es völlig verwirrend zu machen: Die Blendeneinstellung erfolgt bei EF-Objektiven in 1/8 Blendenschritten. Klingt ziemlich schräg, ist aber ein bisschen besser als die naheliegenden 1/6 Blendenstufen.
    Um 1/3 Blende abzublenden nimmt man 3/8 Blenden, das sind gerade -3 % Abweichung, bei 2/3 Blenden dann 5/8 Blenden das sind +3 % Abweichung und die halben Blendenstufen passen ohnehin.


    Viele Grüße

    Helmut

  16. 3 Benutzer sagen "Danke", htf :


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