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Thema: Canon Akku LP-E6

  1. #1
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    Standard Canon Akku LP-E6

    An die Bastler, Modellbauer und E-techniker unter uns:

    Ich habe mir bei meinen LP-E6 vorsichtig Zugang zum Zellenverbinder zwischen den beiden Einzelzellen verschafft:
    Beim häuftig genutzten guten Orginalakku unterschieden sich die Einzelzellenspannung um 2mV, beim selten genutzten Minadax (1600 mAh) um 20mV.
    Ich werde über diesen Mittelabgriff die Zellen mit einen Balancer wieder angleichen und verspreche mir damit wieder eine deutlich höhere Kapazität und Lebensdauer.

    Gruß Klaus
    Geändert von K_Mar (01.11.2016 um 10:22 Uhr)

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  3. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von K_Mar Beitrag anzeigen
    An die Bastler, Modellbauer und E-techniker unter uns:

    Ich habe mir bei meinen LP-E6 vorsichtig Zugang zum Zellenverbinder zwischen den beiden Einzelzellen verschafft:
    Beim häuftig genutzten guten Orginalakku unterschieden sich die Einzelzellenspannung um 2mV, beim selten genutzten Minadax (1600 mAh) um 20mV.
    Ich werde über diesen Mittelabgriff die Zellen mit einen Balancer wieder angleichen und verspreche mit damit wieder eine deutlich höhere Kapazität und Lebensdauer.

    Gruß Klaus
    Moin Klaus,

    über einen Bericht zur Vorgehensweise würde ich mich sehr freuen. Insbesondere wäre von Interesse, wie der Einstieg in den Akku aussah und wie die Zellen verschaltet sind.
    Auch ein kleiner Exkurs über die Technik des Balancings wäre sehr hilfreich... wie funktioniert das?

    Ist ja schon häufiger ein Problem, nicht nur beim Canon Akku... ebenso beim Laptop etc...

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  4. #3
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    Hallo,
    die Akkupacks bestehen fast immer aus vielen Zellen. Beim LP-E6 sind es zwei Zellen 18500 in Reihe. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Durchmesser von 18mm und der Länge 50mm ab.
    In diesem Canon-Akku liegen nebeneinander und der Zwischenverbinder ist auf der Außenkontakt abgewandten Seite. Dort habe ich sehr vorsichtig ein kleines Loch in das Kunststoffgehäuse gefräßt (Kugelkopffräßer D 2mm), um auf keinen Fall die eigentliche Zelle zu beschädigen.
    Das Problem dieser Akkupacks besteht grundsätzlich in den geringen Toleranzen zwischen den Zellen, insbesondere durch Unterschiede in der Selbstentladung. Damit laufen die Einzelzellen innerhalb eines Akkupakets mit der Zeit auseinander. Bei den älteren Technologien wie NC , NH oder Blei konnten die Zellen Überladung mit geringen Strömen schadlos überstehen, das heißt die schon vollen Zellen vernichteten die überschüssige Energie in Wärme und die noch nicht vollen Zellen wurden auch komplett voll.
    Nicht so bei jeder Art von Lithium basierten Zellen. Dort führt jede Art von Überladung zur Zerstörung (In der Zelle entsteht metallisches Lithium).
    Also wenn die Einzelzelle mit dem höchste Ladezustand voll ist, muß das Laden abgeschaltet werden.
    Umgekehrt ebenso beim Entladen. Tiefentladen zerstört das Elektrolyt.
    Also ist der Entladeschluß mit der schwächsten Zelle erreicht, deren richtiges Vollladen zu allem Überfluß durch die stärkste Einzelzelle auch noch verhindert wird.
    Daher hat es sich im Modellbau, bei dem die Zellen noch härter belastet und die noch empfindlicheren Lithium-Polymerzellen verwendet werden, alle Zwischenpotentiale zugänglich zu machen.
    Beim Laden wird dann durch den Balancer verhindert, daß einzelne Zellen überladen werden, aber möglich gemacht, das alle Einzelzellen auch wirklich voll werden.
    Für die Balancer gibt es verschiedene Konzept, aber dies würde hier jetzt zu weit in die Schaltungstiefe gehen.

    Bild 1 : Zugang Zellenverbinder
    Bild 2 : Beispiel Balanceranschluß - vielpoliger Stecker
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  5. 5 Benutzer sagen "Danke", K_Mar :


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von cyberpunky
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    Ich dachte die am Akku mit T+C bezeichneten Kontakte wären für die Balancerfunktion. Wo gehen die denn hin ?
    Geändert von cyberpunky (01.11.2016 um 16:53 Uhr)
    Altglasphasen nach LucisPictor abgeschlossen .

    > aufgrund diversen aktuellen Projekten bin ich leider längere Zeit offline im Digicamclub, wünsche euch für 2019 Gesundheit und immer gutes Licht <

  7. #5
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    Ich gehe davon aus, das T für Temperatursensor steht und C für Controller, sprich der Datenbus, mit dem die Kamera mit dem Mikrocontroller im Akku kommuniziert, um z.B. Fremdhersteller auszugrenzen.

    Gruß Klaus

  8. 2 Benutzer sagen "Danke", K_Mar :


  9. #6
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    Neue NCR18500 - Zellen sind eingetroffen, allen die keine Erfahrung mit Zellenbearbeitung haben, sollten jedoch Zellen mit Lötfahnen bestellen:

    https://www.akkuteile.de/lithium-ion...e-z/a-1005042/

    Gruß Klaus

    P.S.
    die alten Orginalakkus zum Basteln sind ebenso eingetroffen.
    Die Zellen liegen auch bei diesen nur 2mV auseinander.

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", K_Mar :


  11. #7
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    Vor dem Schlachten habe ich erst mal bei den Blöcke die Entladekennlinie mit 0,6A aufgenommen (Orginalblöcke 1,8Ah)
    Datecode Anzeige C
    1109 2x rot 1,65Ah
    1207 1xrot 1,6Ah
    1406 1xgrün 1,72Ah

    Die Entladekennlinie lagen nur im Bereich 30-40mV auseinander.
    Soweit zur Ehrlichkeit von Anzeigen bei Canon.
    Man fühlt sich an die Kapriolen bei den Druckern der gleichen Marke erinnert.

    Der Minadax (Fremdblock 1,6Ah)
    war bei der Endladung etwas spannungsstabiler hat aber beim 1. Zyklus nur 1,18Ah
    Im 2. Zyklus nach erstem Balancen kam er auf 1,23Ah
    Im 3. Zyklus und idealem Balancierstatus ist der Block wieder bei 1,26Ah
    Geändert von K_Mar (24.11.2016 um 16:33 Uhr)

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  13. #8
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    Der erste Umbau (Minadax) auf neue NCR18500 ist erfolgreich abgeschlossen, Bilder folgen.
    Der Akku ist innen gleich wie der Canon aufgebaut.
    Bei dieser Gelegenheit habe ich die Blinkfolge am Canon-Ladegerät mit der Panasonic-Ladekennlinie verglichen:
    Der Übergang von 0 auf 50% passt, der Übergang auf 75% kommt viel zu früh.
    Der Übergang auf grün stimmt auch nicht, sondern ist nur der der Übergang von Ladestrom auf Konstantspannungsregelung.
    Laut Panasonic-Datenblatt sollen die Akkus noch etwa 1h mit Konstantspannung geladen werden, das sind dann noch etwa 10% Ladung mehr.

    Gruß Klaus
    Geändert von K_Mar (26.11.2016 um 12:17 Uhr)

  14. 3 Benutzer sagen "Danke", K_Mar :


  15. #9
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    Operation 2 ist auch gelungen (Orginal Canon Datecode 1207),

    nur die Anzeige beim Ladevorgang stimmt gar nicht.
    Der Controller scheint Probleme damit zu haben, das die ausgebauten Zellen voll waren,
    die neuen Zellen etwa beim Ladezustand 20%.
    Mal schauen ob nach einigen Zyklen der Controller lernfähig ist.

    Gruß Klaus

    P.S. Die neuen Zellen haben aufs mV identische Spannungen innerhalb des Blocks.

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  17. #10
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    Der Controller im Canonakku ist teilweise lernfähig:
    Im Ladegerät werden noch dem esten Entlade-Ladezyklus die Zustände korrekt angezeigt.
    In der Kamera hat der Akku immer noch eine roten Punkt, dort also nicht lernfähig.

    Zum Umbau:

    Als erstes die Langseiten und kontaktabgewandte Stirnseite aufritzen:
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

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