Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 12

Thema: Duales LED Lichtsystem für Makrofotos

  1. #1
    Hardcore-Poster
    Registriert seit
    21.06.2015
    Ort
    Münster
    Beiträge
    827
    Bilder
    11
    Danke abgeben
    2.206
    Erhielt 4.206 Danke für 581 Beiträge

    Standard Duales LED Lichtsystem für Makrofotos

    Hallo zusammen,

    aktuell habe ich für Makrobilder bei schlechten Lichtverhältnissen ein Ringlicht benutzt, welches vorne auf das Objektiv montiert wird. Beim surfen bin ich dann über folgende Produkte gestolpert:

    http://savageuniversal.com/products/...-arm-led-light

    http://www.amazon.de/Delamax-Makro-Flexarmleuchte-DSLR-Kameras-flexible-Mikrofotografie/dp/B0083UAV30/ref=pd_sim_sbs_23_2?ie=UTF8&dpID=314XVAqCHoL&dpSrc =sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=1WJN4CYC VPQFTJT0G895


    Die Variante von Savage ist teurer, sieht aber auch wertiger aus und bietet mehr Licht und Einstellmöglichkeiten, als die zweite Lösung mit Knopfzelle. Mich würde interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit solchen Lampen hat. Für unterwegs finde ich die Idee gar nicht schlecht.
    VG Danyel

  2. #2
    DCC Admin Avatar von klein_Adlerauge
    Registriert seit
    21.01.2014
    Ort
    Siegen
    Beiträge
    998
    Bilder
    26
    Danke abgeben
    1.616
    Erhielt 1.527 Danke für 398 Beiträge

    Standard

    Hallo Danyel,

    Erfahrungen habe ich weder mit der einen noch dem anderen Beleuchtung. Für mich wäre diese Art der Makroausleuchtung aber generell nichts, aus zwei Gründen:

    1. Die Lichtquellen sind recht klein und erzeugen an Kanten harte Schatten / Kontraste. Ich persönlich mag eher weiche Schatten und brauche daher relativ große Lichtflächen.
    2. Es sind Dauerleuchten. Als Führungslicht / Sucherlicht (für die Leute mit einem optischen Sucher) sind diese sicherlich ganz brauchbar. Als bildrelevantes Licht würde ich nach wie vor auf Blitzlicht setzen. Durch die kurze Abbrenndauer und die hohe Leistung habe ich gut ausgeleuchtete Bilder bei niedrigen ISO-Werten und kaum Verwackelungsgefahr. Gerade bei sich bewegenden Motiven (Insekten) nicht zu toppen. Und das Kamerastativ kann ich mir auch sparen...

    OK, zwei externe Blitze mit Stativen und Lichtformern sind nicht gerade kompakt für mal eben unterwegs. Da würde ich an Deiner Stelle beim Ringblitz bleiben, wenn Du schon einen hast.

    LG,
    Heino

  3. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
    Registriert seit
    06.07.2014
    Ort
    Berlin
    Alter
    49
    Beiträge
    2.943
    Bilder
    42
    Danke abgeben
    10.711
    Erhielt 6.342 Danke für 1.689 Beiträge

    Standard

    Hallo Danyel!

    Ich bezweifle nicht, dass unter LED-Beleuchtung eindrucksvolle, stimmungsvolle, wundervolle,... Fotos gemacht werden können.
    Es lohnt sich m.E. aber auch, folgendes im Hinterkopf zu behalten: LED strahlen kein kontinuierliches Spektum ab. Ohne jetzt
    ganz weit in die Physik auszufliegen: Seit ein paar Jahren gibt es nun sogenannte "weiße" und "warmweiße" LED auf dem Markt.
    Der Durchbruch, blaue LED zu kreieren, und damit Grundlage für weiße LED zu schaffen, gelang der Forschung erst im Jahr 1995.

    Der "weiße" Licht-Eindruck wird erzeugt, indem ein extrem schmalbandig blaues Licht emittierender Halbleiterübergang mit einem
    Leuchtstoff kombiniert wird. Dieser Leuchtstoff setzt einen Teil des blauen Lichtes per Fluoreszenz in ein breites gelbes Spektrum um.
    Je nach Abstimmung der Kombi sieht das Auge aus den beiden Lichtanteilen: schmalbandig-Blau und breitbandig-Gelb dann mehr oder
    weniger "Weiß". Jeder kennt bestimmt diese furchtbaren LED Taschenlampen mit ihrem seltsam fahlen bläulichen Licht, mit denen man
    zwar leuchten kann, aber nachts trotzdem irgendwie nicht so richtig sehen, schon gar keine natürlichen Farben.
    Die Technik schreitet rasant voran, wie z.B. moderne LED-Autoscheinwerfer zeigen, die zwar immer noch
    böse Blau blenden, aber doch schon ein besseres Spektrum = "natürlicheres" Licht haben.


    Hier gibt es u.a. das typische Spektrum einer "weißen" LED: http://www.led-info.de/grundlagen/le...onversion.html


    Natürlich sind Verbesserungen möglich. Teilweise werden (wiederum sehr schmalbandig strahlende) rote LED-Chips der Kombination
    aus blauer LED und gelbem Leuchtstoff hinzugefügt. Dann gibt es wenigstens auch solides Rot im Licht, und der Farbeindruck für die Augen
    bessert sich stark. Bestimmt ist es irgendwann auch technisch möglich, einen über das gesamte sichtbare Spektrum halbwegs gleichmäßig
    strahlenden Leuchtstoff per leistungsstarker UV-LED anzuregen. Das Prinzip, welches seit 100 Jahren in Leuchtstofflampen angewandt wird
    und trotzdem auch hier noch kein vollkommen glattes Spektrum erzeugen kann. So weit ist die Technik halt noch nicht.

    Ohne jetzt noch weiter auszuholen: Man sollte sich nicht wundern, wenn eine LED-beleuchtete Szene vom Bildaufzeichnungssystem farblich
    irgendwie anders umgesetzt wird, als es die Augen es vorgaukelten. Dass Augen, Film, Sensor jede Farbe ähnlich "empfinden" (Metamerie),
    setzt ein lückenloses Spektrum vorraus, wie es die Sonne, Glühlampen, (="schwarze Strahler"), aber auch Foto-Blitzgeräte abstrahlen.

    Herzliche Grüße vom Waldschrat!





    _
    Geändert von Waldschrat (25.11.2015 um 15:46 Uhr)

  4. 8 Benutzer sagen "Danke", Waldschrat :


  5. #4
    Ist oft mit dabei
    Registriert seit
    10.04.2015
    Ort
    Großraum Karlsruhe
    Beiträge
    396
    Bilder
    12
    Danke abgeben
    176
    Erhielt 324 Danke für 166 Beiträge

    Standard

    An dieser Stelle wäre es wichtig den Ra - Faktor (Farbwiedergabeindex) der genutzen weißen LED zu kennen. Für Außenbeleuchtung (Straßen etc) liegt dieser bei höherem Wirkungsgrad oft nur unter 80. Für gute Farbwiedergabe sollte dieser Ra über 90 liegen. Bei letzteren ist nicht nur ein Leuchtstoff über der blauen LED sondern meist zwei. Damit ist die Spektralverteilung dem Sonnenlicht recht nahe.
    Als Beispiel sollte man sich mal die Datenblätter bei den LED's von Citizen mit den verschiedenen Ra-Werten und Farbtemperaturwerten ansehen.
    http://ce.citizen.co.jp/productse/led_category.php

    Gruß Klaus

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", K_Mar :


  7. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
    Registriert seit
    06.07.2014
    Ort
    Berlin
    Alter
    49
    Beiträge
    2.943
    Bilder
    42
    Danke abgeben
    10.711
    Erhielt 6.342 Danke für 1.689 Beiträge

    Standard

    Hallo Klaus!

    Super Ergänzung! Hast Du einen Link auf Spektren solcher LED und/oder Typenbezeichnungen?

  8. #6
    Ist oft mit dabei
    Registriert seit
    10.04.2015
    Ort
    Großraum Karlsruhe
    Beiträge
    396
    Bilder
    12
    Danke abgeben
    176
    Erhielt 324 Danke für 166 Beiträge

    Standard

    Hab es angehängt.

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", K_Mar :


  10. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von Waldschrat
    Registriert seit
    06.07.2014
    Ort
    Berlin
    Alter
    49
    Beiträge
    2.943
    Bilder
    42
    Danke abgeben
    10.711
    Erhielt 6.342 Danke für 1.689 Beiträge

    Standard

    Danke nochmals, Klaus, für den Anstubser zum Dazulernen / Wissen aktualisieren!
    Was der Colour Reproduction Index (CRI) nun genau ist, da wartet noch Einlesen in die Thematik auf mich.
    Kam aber jetzt schonmal zum Studium einiger Datenblätter aus dem von Dir verlinkten LED-Portfolio.
    Als Spitzenprodukte gibt es dort eine LED-Serie mit einem einem CRI Ra97. Bestimmt erscheinen die dem Auge
    schon ganz gut. Von einem kontinuierlichen Spektrum sind auch die aber auch noch meilenweit entfernt.
    Hier ein direkter Link auf eines der "Ra97" LED-Datenblätter. Seite 7
    http://ce.citizen.co.jp/lighting_led...P3135_0415.pdf

    Wir müssen uns auch nicht daran festbeißen.




    Herzlicher Gruß vom Waldschrat, und einen schönen Abend!

  11. #8
    Ist oft mit dabei
    Registriert seit
    22.12.2010
    Beiträge
    242
    Danke abgeben
    57
    Erhielt 182 Danke für 52 Beiträge

    Standard

    Die Art der Ausleuchtung von Kleinteilen kenne ich von Laborarbeiten (nicht Duka). Es war das sg. Kaltlicht. Zwei oder noch mehr bewegliche Arme wurden damit punkgenau zur Ausleuchtung von Kleinteilen benutzt. Diese Leuchten kosteten damals so ab 500 DM aufwärts.
    Stolz war ich, als ich eine Solche bei einer Laborauflösung günstig ergattern konnte.
    Meine Leuchten konnten durch Aufsätze Streulicht, Warm- und Kaltlicht simulieren.

    Wie das heute mit LED-Licht geht, welche Farbverfälschungen vorkommen können..., da kann ich nicht helfen.

    Doch die Art der Ausleuchtung ist für Makro's sehr gut und ich kann es nur empfehlen.

    Gruß Burkhard

  12. #9
    Hardcore-Poster
    Registriert seit
    29.03.2013
    Ort
    Bad Klosterlausnitz
    Alter
    68
    Beiträge
    808
    Bilder
    56
    Danke abgeben
    586
    Erhielt 1.971 Danke für 425 Beiträge

    Standard

    Ich habe von Olympus einen kleinen Makro-Beleuchtungsaufsatz MAL-1 in Nutzung, welcher von der Kamera mit Strom versorgt wird, siehe:

    http://www.olympus.de/site/de/c/came...ght/index.html

    https://www.youtube.com/watch?v=aF19nKa88oQ

    Ich finde ihn durchaus nützlich und brauchbar.

    Ich habe auch in meinem Fundus eine" Kaltlichtquelle mit Schwanenhalslichtleitern" (wie weiter oben beschrieben), Kaltlicht deshalb weil damals in der Mikroskopie über Lichtleiter beleuchtet werden konnte und die thermische Belastung der Proben weitaus geringer war als mit bis dato gebräuchlichen seitlich angesetzten Glühlampen mit erheblicher Wärmeentwicklung.
    Diese Kaltlichtquellen haben meist eine Spezial-Halogenlampe mit angegossenem Spiegel als Lichtquelle, z.B. 21Volt 150 Watt von VOLPI und die Helligkeit wurde über Sichelblenden geregelt um konstante Farbtemperatur zu haben.

    Das sind große schwere Kästen und wesentlich unhandlicher als diese LED-Arme, die im Blitzschuh stecken. Und sie benötigen Netzanschluss und sind laut durch eingebaute Lüfter.....aber sie haben das gleichmäßigere Licht!


    Gruß Jürgen

  13. #10
    Spitzenkommentierer Avatar von EdwinDrix
    Registriert seit
    15.12.2013
    Ort
    im Kuhdorf
    Beiträge
    3.778
    Bilder
    66
    Danke abgeben
    4.807
    Erhielt 5.812 Danke für 1.625 Beiträge

    Standard

    wenn es nicht unbeding LED sein muss, kann ich den
    Flächenblitz von Electra e-Flash empfehlen:

    KLICK MICH

    Der Blitz streut schön flächiges und diffuses Licht aus.
    Man sollte sich nur einen Schwanenhals dazu besorgen um
    den Blitz optimal auszurichten.


    Ed.
    *[Bokeh-Fetischist]*
    und Altglassüchtiger ohne Hoffnung auf Heilung
    Altglasphase: jenseits der offiziellen LucisPictor-Skala

    500px



Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •