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Thema: VNEX ergänzender Fokussiertubus für P-Objektive von Meopta an Canon DSLR's

  1. #1
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard VNEX ergänzender Fokussiertubus für P-Objektive von Meopta an Canon DSLR's

    Schon lange sind wir hier im Forum durch eine Vorstellung unseres Users und Moderators "Helge" begeistert von den Projektionsobjektiven der Tschechischen Firma Meopta, von denen Helge zunächst das

    Meopta Meostigmat 1.4/70mm hier vorstellte.... http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=16803

    Seinerzeit höchst provisorisch hängte er an seine EOS 5D MKII "einen halben Filmprojektor" um zu sehen, welche Ergebnisse sich mit dem Objektiv erzielen lassen. Mit stecken, ziehen, drücken und "fluchen" gelang es ihm, sehr beeindruckenden Bilder mit seiner höchst spaßigen Konstruktion vor der 5D MKII zu bekommen. Allein die Fokussierung war eine Katastrophe, denn ein Projektionsobjektiv besitzt weder einen SChneckengang zum Einstellen, noch eine Blende... was bei einer derartigen Lichtstärke einen äüßerst knappen Schärfebereich ergibt, der ohne eine echte Fokusiereinrichtung kaum das Motiv zu treffen gestattet.

    Diese Ergebnisse die das Objektiv ablieferte, waren aber trotz der widrigen Umstände der Fokussierung bei einer gelungenen scharf getroffenen Aufnahme so beeindruckend, das ich mich dafür zu interessieren begann und mir diverse Lösungen überlegte, wie man dieses Objektiv und die in der Folge später auch die größeren und kleineren Objektive dieser Meostigmat - Reihe an die diversen Kameras angeschlossen bekommt, ohne jedesmal einen halben Filmprojektor mit sich herumschleppen zu müssen.

    Erstes Ergebnis dieser Überlegungen war der Umbau des Meostigmats für den Betrieb an meinem VNEX System... ein entsprechendes Zusatzteil, das dem umgebauten Meostigmat angebracht wurde, schaffte hier relativ schnell Abhilfe und es konnte nun für die Sony NEX und weitere Kameras mit ähnlichen Auflagemaßen um die 18-20mm mit dem Umbau auf das VNEX eine sehr gut funktionierende Lösung gefunden werden.

    Nun galt es, sich der "Geschwister" - also den weiteren Objektiven zu diesen Projektoren anzunehmen und Lösungen zu finden, denn die Lichtstärke-Klasse dieser Objektive versprach echte "Spaß-Objektive" für die Bildgestaltung und eine "irre Freistellung" in den Bildern.

    Bei den Brüdern und Schwestern des Meostigmat 1.4/70mm wurde die Sache aber schwieriger, denn über das VNEX konnte ausser dem 1.4/70mm nichts weiter an die Systemkameras angeschlossen werden, was nicht kreative "Sonderlösungen" erforderte.

    Inzwischen aber sind mit dem neuen, hier vorgestellten Fokussiertubus viele Probleme überwunden... wenngleich immer noch Modifikationen an den anderen Geschwistern des 1.4/70mm notwendig sind, können aber viele von ihnen durch relativ leichte Gehäusekürzungen inzwischen an den verschiedenen Kamera-Systemen betrieben werden.

    Das Geheimnis liegt in diesem neuen Fokussiertubus...




    Zunächst einmal Stelle ich diese Geschwisterbande vor, die ich bisher direkt oder mit entsprechenden Umbauten des Objektivs an die NEX Kameras und teilweise an µFT und sogar an DSLR Kameras bringen konnte.

    Legende: (SF) bedeutet direkt mit dem neuen Samt-Fokussiertubus, (M) Modifikation notwendig, (V) = am VNEX

    Meostigmat 1.4/70mm passt ohne Umbau nun an : Sony E-Mount Kameras, Canon EOS-M Kameras, alle µFT Kameras, Fuji X (alle SF möglich)----> ACHTUNG <----- Bitte keine bereits für VNEX gekürzten Versionen verwenden, außer für eine Canon EOS mit EF Bajonett !

    Meostigmat 1/50mm passt an : Sony E-Mount (SF, M), Canon EOS (SF,M), alle µFT Kameras (SF, M), Fuji-X (SF,M)

    Meostigmat 1/70mm passt an : Sony E-Mount (SF, M), Canon EOS (SF, M)....

    Meostigmat 1.3/35mm passt an : Sony E-Mount (V,M)

    Hier ein paar Bilder der bislang geprüften und für gut befundenen Kombinationen (hab leider keine Fuji Kamera, deshalb ist dafür die Eignung bisher nur messtechnisch ermittelt):

    A)

    Systemkamera, hier Sony NEX und E-Mounts


    An Sony NEX resp. E-Mount sind die folgenden Objektive über den neuen Fokussiertubus für Meopta (Objektive mit einem (M) erfordern eine Modifikation) anschließbar:

    NEX und das 1.0/50mm (M)...

    NEX-7-1_50.jpg

    NEX und das 1.4/70mm...

    NEX-7-14_70.jpg

    NEX und das 1.0/70mm (M)

    NEX-7-Meo-1_70mm.jpg

    B)
    Systemkamera, hier Olympus µFT Anschluss und weitere µFT Marken..

    µFT und das 1.0/50mm (M)

    oly-1_50.jpg

    µFT und das 1.4/70mm

    oly-14_70.jpg

    Beim 1.4/70mm ist keine Modifikation mehr notwendig an Systemkameras...

    So wird das Objektiv im Originalzustand belassen und in den neuen Tubus eingeführt (damit man die getrennten Teile einmal sehen kann...

    Anhang 36259

    Den technischen Hintergrund schildere ich hier gleich in einem neuen Posting dieses Beitrag eingehender... aber hier nun erstmal noch die letze DSLR Variante die mit dem Fokussiertubus und einem eingekürzten
    Meostigmat 1.4/70mm nun möglich geworden ist für die Canon EOS Kameras...

    C)
    Canon EOS Kameras, hier die 5D MKII

    EOS 5D MKII und das 1.4/70mm (M)

    Eos-14_70mm.jpg



    Fortsetzung folgt...
    Geändert von hinnerker (18.09.2014 um 09:02 Uhr)
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard

    Zunächst hat dieser "außengeführte Fokussiertubus" eine auswechselbare Anschlussplatte bekommen, damit er auch für zukünftige Entwicklungen "offen" bleibt, wenn eine neue Kamera ein im Durchmesser entsprechend
    "weites" Bajonett mitbringt... (man weiß ja nie was noch so kommt !). Zudem sorgt diese Anschluss-Technik mit den aus Umkehrringen gebildeten Kamera-Anschlüssen für perfekte, mittige Zentrierung und durch die Auswechselbarkeit für verschiedene Kamerasysteme ergeben sich weitere Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten, wie die Kamera-Bilder im Einleitungsposting ja schon zeigten...



    Darüber hinaus wurde die Länge des 18-gängigen Tubus gegenüber der Abbildung im unteren Bild deutlich erhöht, auf die Hintergründe gehe ich noch gesondert ein.

    Der gesamte Fokusbereich reicht für die EOS Kameras nun von Unendlich bis in den Nahbereich um die 20 cm von der Objektivvorderkante (gepeilt) !!!!
    Somit ist eine exzellente Fokussierbarkeit über den gesamten Bereich gegeben.

    Zunächst gehe ich auf das 18-gängige Gewinde ein... warum bloß derartig viele Gewindegänge, wo doch z.B. das VNEX schon mit 3 Gewindegängen auskommt ?

    Antwort: Es geht hierbei um die "Kraftverteilung/Punktbelastbarkeit":

    Dieser Fokussiertubus hat kein reguläres "Gegengewinde" wie es bei "normalen" Gewindeschnecken der Fall ist, denn ein mehrgängiges Gewinde nachträglich in den Meopta Tubus zu schneiden, ist ein riesiger Aufwand und mit den Maschinen der Werkstatt nicht möglich.

    Aus diesem Grunde kommt im neuen Fokussiertubus eine andere Technik zum Tragen...

    "Die Klemmführung"





    Wer sich das Bild einmal genauer ansieht, insbesondere den schwarzen Samt (der übrigens in den neueren VNEX Versionen als Gleitband zwischen Tubus und Wandung des Alublocks benutzt wird), hat sicherlich längst bemerkt,
    dass sich in dem Samt exakt 18 Gewindebahnen "abzeichnen"... und daraus seine Schlüsse schon gezogen.

    Der Samt bildet hier das "Gegengewinde" in dem neuen 18-gängigen Gewindetubus.
    Hierfür ist der Führungstubus extra mit einer sehr, sehr engen Toleranz gearbeitet worden, so dass sich die 18 Gewindegänge förmlich in den Samt "schneiden" und seinerzeit in die insgesamt 18 "Gänge" eintaucht/sich aufrichtet und mit seinen feinen "Häärchen" in den "Tälern" des Gewindes verteilt.

    So entsteht ein sich selbst formendes Gegengewinde von enormer Zug- und Druck-Belastbarkeit am Meostigmat, das ich beim Versuch den Führungstubus mit reiner Kraft vom Objektiv zu trennen, nicht auseinander zu reissen oder einzudrücken vermag. Gleichzeitig sorgt die sehr enge Toleranz zwischen Führungstubus und Meopta Gehäuse für einen genialen Andruck der Samtklebefläche am Meostigmat - Tubus, so dass auch die Klebefläche des Velour-Samt sich nicht "verziehen" oder "wandern" kann.

    Es ist im Grunde die gleiche Technik, wie sie im Projektorenbau schon immer stattfand... nur viel besser !
    In ein Projektions-Objektiv eines Projektors wurde in der Regel immer eine Führung in Form eines Wendel geschnitten und an diesem Wendel gleitend wurde das Objektiv dann zum Scharfstellen gedreht. So ist es ja auch beim Meostigmat der Fall.

    Damit das Meostigmat, das ja nun als Aufnahmeobjektiv in -zig verschiedenen Positionen und mit "Dauerbewegung" bei der Fokussierung (mal von oben nach unten, mal von halb nach oben oder halb nach unten gerichtet) sich nicht selbst verstellt, bedarf es natürlich einer viel feinfühligeren Verstellung, als bei einem simplen Projektor, der einmal eingerichtet wird und dessen Objektiv bei der Filmwiedergabe dann in seiner Stellung "verharrt".

    Und genau das macht dieses 18 gängige Gewinde mit dem Velour-Samt... es gestattet eine sehr feinfühlige Verstellmöglichkeit für das Fokussieren, weil hier das Meostigmat ja ständig gedreht werden muss, um den Schärfepunkt zu finden, ohne zu schlackern oder aus der optischen Achse zu kippen. Das verhindert diese die "Zwangsführung" durch den eng tolerierten Tubus und das extrem feine 18gängige Gewinde.
    Die 18 Gänge sorgen dabei für eine extremst niedrige Toleranz in der Planlage beim Fokussieren (Abweichung ist noch deutlich unter 1/10 mm) und das Meostigmat mit seinem so aus dem Samt-Velour geformten "Gewinde" zieht sich elegant und leichtgängig beim Fokussieren an den Gewindegängen "hoch"...

    Dabei spielt es keine Rolle, ob ich z.B. die Canon 5D MK II mitsamt Batteriegriff am Objektiv anhebe, oder das schwere Kameragehäuse dabei völlig in Richtung Boden "hängen lasse"... da bewegt sich nix und es gibt kein - wie auch immer geartetes - "Spiel" zwischen Tubus und Meopta Meostigmat...

    Die nächste zu klärende Frage in dieser Konstruktion war die Haltbarkeit des Samtes bei Dauernutzung... und das Fazit: "er hält Dauerbelastungen durch ständiges Drehen locker aus".
    Seit nunmehr zwei Tagen dreht sich ein Meostigmat per Maschine automatisch in dem Tubus und macht bei erreichen des 360 ° Punktes automatisch eine Wendung in die andere Dreh-Richtung... alles perfekt.

    Zudem kann das Meostigmat jederzeit einfach und schnell mit einem neuen Velour-Gleitband ausgestattet werden, weil es sich um selbstklebendes Velour handelt, das selbst passend zugeschnitten und das Objektiv damit neu belegt werden kann, sollte es nach langer Zeit doch mal aus irgendwelchen noch nicht bekannten Gründen notwendig werden. Danach wird das Objektiv einfach wieder in den Führungstubus eingedreht und das 18-gängige Gewinde schneidet sich dann - wie am ersten Tag - wieder seine "Furchen" in den Velour-Samt-Belag.

    Als weiteren Punkt komme ich nun zurück auf die angesprochene, erhöhte Gesamtlänge des Führungstubus gegenüber der im vorigen Post gezeigten kurzen Prototypen-Version:

    Die von mir umgebauten Meostigmate sind gewindeseitig bislang so beschaffen gewesen, dass sie sowohl provisorisch mit stark eingeschränktem Einstellbereich an einer Canon Spiegelreflexkamera der EOS Reihe, als auch mit dem angebrachten M39 Gewinde mit dem VNEX uni und/oder dem VNEX KB - hierbei aber absolut vollwertig über den kompletten Einstellbereich - benutzt werden können.

    Da sich nun nicht jeder für das VNEX in seinen Varianten "interessieren" muss, aber trotzdem gern das Meostigmat 1.4/70mm an seiner Sony, Fuji oder Olympus betreiben möchte, ohne gleich einen Umbau des Meostigmat 1.4/70mm in Erwägung zu ziehen und in der Folge dann noch ein VNEX als Fokuseinheit dazu erwerben muss, hab ich mich entschlossen, den Fokussier-Tubus länger als für die von mir umgebauten Objektive notwendig zu gestalten und sie Euch auch als einzelne erhältliche Einheit anzubieten.

    So kann also jeder, der ein Meostigmat besitzt, aber noch nicht wußte, wie er seines an die Sony, Fuji oder Olympus bekommen kann, nun ein Meostigmat 1,4/70mm im Originalzustand über den neuen Fokussiertubus an seine Kamera bringen.


    Damit sind wir dann auch schon beim letzten Punkt:

    "Wie kann das Meostigmat gegen vollständiges Herausdrehen aus dem Führungstubus "gesichert" werden, wenn dieser "Helicoid" überhaupt keinen Anschlag besitzt... ?"


    Kurze und knappe Antwort... auf zwei Wegen:

    1.
    der Führungstubus hat an seinem kameraabgewandten Ende insgesamt 3 Stck. M2 Quergewinde mit 3 Madenschrauben die so fein justiert werden müssen, dass wenn der Samt diese Stelle beim Fokussieren erreicht, er automatisch den weiteren Drehweg "begrenzt"...

    - Nachteil dabei aber ist, das eine der Madenschrauben natürlich auch "Spuren" in das Aluminium "ritzen" kann, wenn sie zu weit eingedreht wurde... gibt halt "Kratzer" im Lack..


    2.

    Man läßt das mit der Anschlagsbegrenzung über die Madenschrauben komplett weg, denn der Tubus ist so lang gestaltet, das es mir bislang noch nicht gelungen ist, in "durchschnittlichen" Nahdistanzen die beiden Teile (Objektiv und Führungstubus) zu trennen.

    Soll heißen, man merkt es schon beim Fokussieren durch die fast "unglaubliche" Naheinstellgrenze, das eigentlich schon lange "Schluss" sein müsste mit dem Fokussieren...
    (Es ist eine reine Gewöhnungssache... und man gewöhnt sich schnell daran, wie weit man "gehen" kann, wenn man bei einem derart langen Auszug von ca 30mm fokussieren kann)...

    Sollten sich die Teile wieder erwarten dann doch mal trennen, so dreht man sie halt locker wieder zusammen, denn man muss ja hier kein Gewinde neu "einfädeln", also die Gewindeeinstiege finden, sondern sie schneiden sich dann
    entsprechend wieder selbst in den Velour-Samt !!!!

    Ist wirklich absolut easy !!!

    -------------------
    Prognosen für die weitere Verwendbarkeit mit anderen P-Objektiven

    Es ist davon auszugehen, dass auf diese Weise vermutlich viele Projektionsobjektive mit 52,5mm Durchmesser aus dem Bereich der 16mm Filmprojektoren nutzbar werden... (muss noch getestet werden mit einigen Objektiven aus dem Bereich, die ich aber erst noch anschaffen oder leihen muss) und könnte mit anderen Tubendurchmessern (wenn sich da ein einheitlicher Standard z.B. bei Diaprojektoren herausstellen sollte) vom Prinzip her genauso laufen.
    Vielleicht hat ja jemand von uns noch irgendeines herumliegen...

    Auch das Meopta Meostigmat 1/50mm passt über den neuen Fokussiertubus mit einer kleinen Bearbeitung (Kürzen des hinteren Teils bis die Rücklinse frei liegt) voraussichtlich auf Unendlich an den E-Mount Kameras.
    Beim 1/70mm wird es vermutlich nach einer ähnlichen Bearbeitung am E-Mount ebenfalls klappen, da nun dieser von mir durchgeführte und sehr "abgefahrene" und aufwändige Umbau mit der neuen Rücklinsenfassung nicht mehr durchgeführt werden muss, um eine Fokussiermöglichkeit zwischen Objektiv und Kamera zu bringen.

    Durch die Aussenführung in dieser hier gezeigten Weise muss nur noch das 1/70mm Meostigmat-Gehäuse im Durchmesser auf das Durchlass-Maß des NEX Adapters von 41mm abgedreht/verjüngt werden.

    LG
    Henry
    Geändert von hinnerker (18.09.2014 um 09:05 Uhr)
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  3. #3
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Preise und Lieferbarkeiten der Kleinserie sind hier zu finden..

    http://www.digicamclub.de/showthread...664#post215664

    Weitere Aspekte und Daten folgen morgen...

    LG
    Henry
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  4. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Da das Zusammenspiel von eingekürzten Meostigmat 1.4/70mm Objektiven - mal fürs VNEX, mal für den neuen Fokussiertubus - ein wenig für Konfusion sorgen kann, hier noch eine Übersicht, die per Fallbeispiel die Vor- und Nachteile erklärt:

    1.
    Für die Nutzung eines Meostigmat 1.4/70mm im Originalzustand an einer Sony NEX oder Alpha, Fuji X oder beliebigen µFT Kamera empfiehlt sich der neue Fokussiertubus.


    2.
    Für Interessenten und Nutzer einer VNEX-Version, die das Meostigmat daran nutzen wollen, empfiehlt sich die "eingekürzte" Version, weil diese auch den M39 Anschluss für das VNEX bereitstellt.
    - Vorteil ist, dass die eingekürzte Version dann auch an den EOS Kameras nutzbar ist. Ist also dann sinnvoll, wenn EOS und Systemkameras vorhanden sind.
    - Nachteil ist, dass die eingekürzte Version dann das VNEX zwingend benötigt oder mit einem EOS auf NEX Adapter als verlängerndes Zwischen-Glied an Systemkameras betrieben werden sollte.


    Die eingekürzten Versionen des Meostigmat 1.4/70mm für die EOS und VNEX Nutzung gleiten sonst wegen der geringeren Restlänge zu schnell aus dem neuen Fokussiertubus, da ihnen der gekürzte Bereich als Träger des Samtgegengewindes fehlt
    Damit verschlechtert sich natürlich die erzielbare Nahgrenze, denn das eingekurzte Meostigmat 1.4/70mm fährt dadurch natürlich früher aus dem Fokussiertubus !!!

    Bitte dies zu beachten !

    Wer also eine Systemkamera und eine Canon DSLR gleichzeitig betreibt, sollte die für EOS und VNEX eingekürzte Version nehmen und dann - auch wenn man kein VNEX besitzt oder erwerben will - mit einem Adapterübergang von seiner EOS auf den jeweiligen Systemkamera-Anschluss arbeiten.

    Für alle Anwendungsfälle in denen die verschiedenen Meoptas auch genutzt werden sollen, ist in jedem Fall der neue Fokussiertubus anzuraten, aber alle Meopta Objektive (bis auf eben das 1.4/70mm) müssen umgebaut werden.

    Sonderstellung nimmt weiterhin das Meostigmat 1.0/70mm ein, dessen "dicke Rücklinse" von 36,8mm nicht durch einen Adapter in eine µFT Kamera eindringen kann um nah genug an den Sensor herangeführt zu werden.

    Ich werde die Besonderheiten der Objektive und die Vorbedingungen an den verschiedenen Kameras nochmal gesondert erklären..

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  5. #5
    Fleissiger Poster Avatar von sarasate
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    Standard Meopta Meostigmat 1.3 35

    Hallo,

    ich habe hier noch ein Meopta Meostigmat 1.3 35 herumliegen. Habs mal provisorisch an die A7r gehalten. Scheint kein Vollformat auszuleuchten, oder irre ich da? Ist eine Adaption überhaupt sinnvoll? Hätte alternativ auch noch eine Nex 7.

    Gruss Wolfgang

  6. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von sarasate Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe hier noch ein Meopta Meostigmat 1.3 35 herumliegen. Habs mal provisorisch an die A7r gehalten. Scheint kein Vollformat auszuleuchten, oder irre ich da? Ist eine Adaption überhaupt sinnvoll? Hätte alternativ auch noch eine Nex 7.

    Gruss Wolfgang
    Hi Wolfgang,

    das Meostigmat 1.4/70mm ist als einziges Objektiv der Meostigmate in der Lage, Vollformat auszuleuchten.

    Die Meostigmate 1.0/50 und das 1.3/35mm sowie das 1.0/70mm sind nur für APS - C Kameras sinnvoll zu betreiben. An der A7r kann man diese Objektive aber im Crop-Modus ebenso gut betreiben, dann eben nur bei 16 Megapixeln...

    Wie auch immer... sie leuchten nur APS-C aus... was bei den Dingern aber ohnehin besser ist, denn das ist schon das Filetstück der Optiken, die ja für die Wiedergabe von 16mm Filmmaterial gerechnet wurden und im Meoclub 16mm Projektor arbeiteten.
    Das 1.4/70mm ist durch meine Modifikation ungefähr einem f1.2/70er gleichzusetzten, da die natürliche Aperture durch das Ende des Gehäuses für den Bildkreis des KB geweitet wurde.

    So auch bei den anderen Objektiven, die um das volle Format am APS C auszuleuchten ebenfalls eine etwas höhere nominale Lichtstärke erhalten haben durch die Öffnung der begrenzenden Rücklinsenfassung.

    Sinnvoll?... kommt drauf an... wenn Du auf "spezielles Bokeh" und coole Effekte in den Bildern stehst, ganz sicher. Lies Dir mal im Testbereich im Unterforum Projektionsobjektive die Vorstellungen mit den Bildern durch...

    Ich meine es lohnt sich, wenn man den Bildern hier und da eine besondere Note verleihen will... es sind erstklassige "Effektlinsen"... für "normale fotografische Aufgaben erstmal gewöhnungsbedürftig" aber wenn man den "Bogen" raus hat, sind sie toll.

    http://www.digicamclub.de/forumdisplay.php?f=369

    LG
    Henry
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  7. #7
    Fleissiger Poster Avatar von sarasate
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    Hi Henry,
    herzlichen Dank! Mein Bauer Vario-16 1:1.6/35-65 hat in etwa die gleiche Rücklinsengröße wie das Meopta. Das Bauer hab ich aus einem alten Schulprojektor und vor einiger Zeit (provisorisch) als Spasslinse an der Nex 7 betrieben.

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