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Thema: KMZ MIR-1V 2,8/37

  1. #1
    Hardcore-Poster Avatar von CsF
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    Standard KMZ MIR-1V 2,8/37

    Heute möchte ich euch mal das MIR-1V vorstellen, ein interessantes Objektiv bei dem sich die Geister scheiden. Die einen lieben es, die anderen, naja... Ich selbst schwanke noch etwas.

    Name:  _IMGP2657.jpg
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    Name:  _IMGP2659.jpg
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    Die Verarbeitung ist schonmal gut. Die Vorwahlblende rastet perfekt. Na gut, mein Exemplar sieht aus wie neu, da sollte das ja auch so sein. Aber jetzt das größte Manko in meinen Augen: der Fokusweg. Die Schnecke ist so flach, dass man bei einer vollen Umdrehung von ~340° nicht mal einen halben Zentimeter Hub realisiert.
    Ich weiß nicht wer sich das ausgedacht hat oder welchen Sinn das machen soll, aber angenehm ist was anderes. Man dreht sich jedesmal einen Wolf und den Fokus treffen ist unglaublich schwierig - ohne Zoom im Liveview oder Schnittbild-Mattscheibe fast unmöglich.

    Die Blende hat 10 Lamellen und schließt schön rund. Der Anschluss ist M42, Filtergewinde 49mm.

    Die Naheinstellgrenze liegt bei 70cm, lässt sich durch Entfernen einer der zwei Anschlagschrauben aber auf etwas über 50cm reduzieren.

    Name:  _IMGP2653.jpg
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    Zur Bildqualität:
    Bei 2,8 ist es weich, glüht und vignettiert an APS-C, ist aber bei moderaten Lichtverhältnissen doch schon ganz gut zu gebrauchen wenn man den Fokus trifft. (Was mich wundert ist, dass ich auf den KB Abzügen keinerlei Vignettiereng bei Offenblende erkennen kann - erklärt mir das jemand?)
    Ab Blende 4 wird es in der Mitte richtig gut und die Vignettierung verschwindet. Ab 5,6 kann man auf APS-C auch die Ränder als scharf bezeichnen. Farben, Kontrast und Schärfe sind rundum prima, da gibts von meiner Seite her nichts zu beanstanden. Nur Streulicht Gegenlicht sollte man vermeiden, sonst gibt es ordentlich flares.

    jeweils (verbesserte) Nahgrenze bei 2,8 und 4

    Name:  _IMGP2275.jpg
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    Name:  _IMGP2276.jpg
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    Name:  _IMGP2573.jpg
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    Name:  _IMGP2574.jpg
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    Man erkennt in den verkleinerten Versionen die Unterschiede in den Details überhaupt nicht mehr, also hier die Bilder in voller Größe:









    PS: Ich werde meins vielleicht mit dem Helicoid des Helios 44-2 ausstatten, wenn ich mal eins zum Schlachten finde (wer da günstig was für mich hat -> PN!).
    Sollte recht einfach mit Säge und Feile passend zu machen sein. Dann wäre eine Nahgrenze von gut 20cm drin. Die Fokussierbarkeit sowie das Freistellpotential und der swirl würden auch enorm davon profitieren.
    Geändert von CsF (20.10.2013 um 15:01 Uhr)

  2. 6 Benutzer sagen "Danke", CsF :


  3. #2
    Hardcore-Poster Avatar von CsF
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    Standard

    f2,8

    Name:  _IMGP2280.jpg
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    Name:  _IMGP2570.jpg
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    Name:  _IMGP2281_.jpg
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    f4

    Name:  _IMGP2282.jpg
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    Name:  _IMGP2282_.jpg
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    f5,6

    Name:  _IMGP2283.jpg
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    Name:  _IMGP2283_1.jpg
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    Man beachte: keinerlei CA´s. Nur das leichte Glühen bei Offenblende welches bei schwierigeren Lichtbedingungen unangenehm sichtbar werden kann.


    Mehr Bilder wenn die Sonne wieder scheint.

  4. 7 Benutzer sagen "Danke", CsF :


  5. #3
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    Ich habe seit ein paar Tagen ein MIR 24H 2/35. Ich glaube, irgendwann mal gelesen zu haben, das zumindest die das 37er MIR auf dem Zeiss Flektogon basiert. Habe ich mir das richtig abgespeichert oder täusche ich mich da.
    Anbei mal ein Foto vom MIR 24H 2/35 mit, wie ich finde, sehr interessanten, fast Trioplan-artigen, Unschärfekreisen.

    MIR 24H 2/35
    Name:  sonnenkreise.jpg
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  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", Miles Teg :


  7. #4
    Ist oft mit dabei Avatar von hansepiXel
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    Das MIR 37mm ist mir mal als Beifang zwischen die Finger gekommen. Leider habe ich Depp, anstatt es mal vernünftig zu testen, direkt weiter verkauft.
    Ich erinnere mich nur an die satte Verarbeitungsqualität! Die war 1a!!!
    www.fotocommunity.de/fotograf/hansepixel/998996

    Olympus OM-D E-M10 + 12-40mm 2.8 - 17mm 1.8 - 45mm 1.8

    M42: Primagon 35 - Helioplan 40 - Domiplan 50 - Oreston 50 - Trioplan 50 - Primotar 50 - Telefogar 90 - Trioplan 100 - Telemegor 150 - Telemegor 180 - Telemegor 250 - Pancolar 50

  8. #5
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    Zitat Zitat von Miles Teg Beitrag anzeigen
    Ich habe seit ein paar Tagen ein MIR 24H 2/35. Ich glaube, irgendwann mal gelesen zu haben, das zumindest die das 37er MIR auf dem Zeiss Flektogon basiert. Habe ich mir das richtig abgespeichert oder täusche ich mich da.
    Anbei mal ein Foto vom MIR 24H 2/35 mit, wie ich finde, sehr interessanten, fast Trioplan-artigen, Unschärfekreisen.

    MIR 24H 2/35
    Name:  sonnenkreise.jpg
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    Frage: warum bringst du hier das Mir 24H ein? Hat das etwas mit dem hier vorgestellten 2.8/37er zu tun?

    Zum Thema MIR-1V basiert auf Flektogon: welche Quelle führst du dazu an? Bei wikipedia finde ich folgende Information dazu:
    https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C....D0.B8.D1.80-1
    Ich habe den Text durch den "translator" gejagt und es steht sinngemäß folgendes drin:

    Das MIR 1 hat 1958 den "Grand Prix" auf der Weltausstellung in Brüssel (Expo 58) gewonnen. Das optische Schema wurde entworfen durch DS Volosov auf Basis des schon vorher existierendes Retrofokus-Prinzip des "Flektogon".

  9. #6
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    Zitat Zitat von praktinafan Beitrag anzeigen
    Frage: warum bringst du hier das Mir 24H ein? Hat das etwas mit dem hier vorgestellten 2.8/37er zu tun?

    Zum Thema MIR-1V basiert auf Flektogon: welche Quelle führst du dazu an? Bei wikipedia finde ich folgende Information dazu:
    https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C....D0.B8.D1.80-1
    Ich habe den Text durch den "translator" gejagt und es steht sinngemäß folgendes drin:

    Das MIR 1 hat 1958 den "Grand Prix" auf der Weltausstellung in Brüssel (Expo 58) gewonnen. Das optische Schema wurde entworfen durch DS Volosov auf Basis des schon vorher existierendes Retrofokus-Prinzip des "Flektogon".
    Eine etwas direktere Quelle wäre auch noch http://www.zenitcamera.com/archive/lenses/mir-1.html

    In einer ex-CZJ-/Pentacon-Vertragswerkstatt hat man mir aber mal auf Nachfrage folgendes erzählt: Das Mir ist im Prinzip schon genau das 1951er Flektogon - nur eben für die noch recht wenigen verfügbaren sowjetischen Glassorten neu berechnet und mit geringfügig vereinfachter Fassung versehen - dadurch hat man z.B. auch nur 70cm Nahgrenze statt 35cm (später 19cm) und keine entfernungsabhängige Blendenkorrektur. Schott in Jena (VEB Jenaer Glaswerk) konnte z.B. noch nicht soviel und in gewohnter Qualität liefern, wie benötigt wurde, der Mangel an Ressourcen und die Abwanderung der GF und Spezialisten hinterließ große Lücken. Glasexporte für eine zusätzliche sowjetische Produktion waren daher unmöglich, das wenige, was kam, wurde von CZJ nebenan gleich in Devisen und Konsumgüter für den Binnenmarkt umgewandelt. Das Flektogon war außerdem damals zur Exakta und zur Contax D ziemlich gefragt und konnte leicht in harte Währung umgesetzt werden. Um also möglichst unabhängig von diesem Konsumgüter-Engpass zu werden, wurden schnellstmöglichst die ganzen Jenaer Objektive beim Brudervolk für die heimischen Glassorten neu berechnet, etwa das Biotar 2/58 als Helios 44.

  10. 2 Benutzer sagen "Danke", barney :


  11. #7
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    Du hast aber trotzdem die russische Version der lichtstärkeren Neurechnung des Flektogons gezeigt. Das hat im Endeffekt dann nichts mehr mit dem hier thematisierten Objektiv zu tun. ;-)

    Aber interessante Fakten, so lief das also damals (zum Glück!). Ohne diese Umstände wäre die Landschaft im Altglasbereich heute wohl um einiges trister.

  12. #8
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    Zitat Zitat von praktinafan Beitrag anzeigen
    Frage: warum bringst du hier das Mir 24H ein? Hat das etwas mit dem hier vorgestellten 2.8/37er zu tun?
    Das tue ich, da ich zufällig seit einigen Tagen eines habe, ich nicht gesucht habe, ob es einen eigenen MIR24 Thread gibt und und die MIRs ja scheinbar verwandt sind. Wenn es gar nicht hier reinpasst, dann bitte verschieben.

    Zitat Zitat von praktinafan Beitrag anzeigen
    Zum Thema MIR-1V basiert auf Flektogon: welche Quelle führst du dazu an?
    Nun, das ist ja scheinbar geklärt. Ich habe ja auch gar nicht behauptet etwas zu wissen, sondern geschrieben, das ich glaubte gelesen zu haben, das das MIR auf dem Flektogon basiert und ich diese Vermutung gerne von fachkundigen Forumsmitgliedern bestätigt wissen würde.

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Miles Teg :


  14. #9
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    HI

    so ein MIR hat auch den Weg zu mir gefunden.

    Frage:
    Zitat Zitat von CsF Beitrag anzeigen
    Die Naheinstellgrenze liegt bei 70cm, lässt sich durch Entfernen einer der zwei Anschlagschrauben aber auf etwas über 50cm reduzieren.

    Name:  _IMGP2653.jpg
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    .
    wie mach ich das Ding auf, um da ran zu kommen ?

    Meines ist die "neuere" Version (SN930xxxxxx) ohne Berg-und-Tal-Fokusring - so viel anders solle die nicht sein.

    Danke.
    Beste Grüße
    Jörn

  15. #10
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    Moin

    im Prinzip "nothing special" mit einem späteren Modell:
    Name:  mir-37mm-01plsc9.jpg
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    Name:  mir-37mm-02mxq40.jpg
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    Jetzt wüßte ich gern, wie ich das Objektiv am besten öffne - einmal für den Undlich-/Nah-Anschlag und um den einen beweglichen kleinen "Krümel" da raus zu holen...

    Danke.
    Beste Grüße
    Jörn

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