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Thema: Weichzeichner-Objektive und -Filter im Vergleich

  1. #121
    Ist oft mit dabei Avatar von schlicksbier
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    Zitat Zitat von arri Beitrag anzeigen
    Das APSc Format ist halt nur die Hälfte vom Vollformat und das noch 1/3 kleiner als der Sensor der GFX Kameras. Zum einen bedeutet das ,wenn ich die gleiche Betrachtungsgröße haben möchte, muss ich APSc schon mehr als zweimal so stark vergrößern. D.h. die optischen Fehler die zu der Weichzeichnung führen werden zu stark hervorgehoben. Das ist einer der Hauptgründe, dazu kommt dann sicher noch die Pixeldichte die eine höhere Auflösung verlangt.
    Aber die Pixeldichte bei einer Fujifilm X-T5 und einer Fujifilm GFX100S ist doch gleich. 100 MP an dem Fujifilm Mittelformat sind 60 MP im Vollformat und 40 MP im APS-C Format - also genau das, was die Fujifilm X-T5 hat. Insofern finde ich es schon interessant, dass an der Fujifilm GFX100S nahezu jedes Objektiv ordentlich performt, an der X-T5 aber immer wieder Objektive abschmieren, die bei der GFX keine Probleme machten. Denn bei gleicher Pixeldichte kann das Auflösungsvermögen ja keine richtige Rolle spielen, oder?

    Ebenso ist die Verwendung von Filtern, meiner Meinung nach, eingeschränkt weil die Tiefenschärfe mit den kleineren Brennweiten zunimmt.
    Da kannst Du ja durch die Blende gegensteuern. Alle SF-Objektive, die ich habe, fangen (überhaupt oder brauchbar) ab f2.8 an. Meine APS-C Festbrennweiten beginnen ab f1.2 ...

    Gute Ergebnisse habe ich z.B. mit Projektionsobjektiven gemacht die für das 16mm Cine Format gebaut wurden. Die liefern an den Fuji X- Modelle sehr schöne Ergebnisse. Bei offener Blende dezent weich in der Mitte, zum Rand hin dann deutlicher. Abhängig vom Objektive und der Brennweite.
    Wie adaptierst Du sie denn an den Fuji X-Modellen und welche sind da Deine Favoriten?
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  2. #122
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    Zitat Zitat von schlicksbier Beitrag anzeigen
    100 MP an dem Fujifilm Mittelformat sind 60 MP im Vollformat und 40 MP im APS-C Format - also genau das, was die Fujifilm X-T5 hat.
    Du berechnest das falsch, bist da aber in bester Gesellschaft.
    60 MP VF sind nicht 40 MP APS-C. 60 MP VF sind 27 MP APS-C.
    24 MP VF bei meinen Sonys sind 10.7 im APS-C-Modus.
    Der Crop-Faktor bezieht sich nur auf die Diagonale, nicht auf die tatsächliche Sensorfläche und damit Pixeldichte.
    Am besten kann man das anhand VF und MFT sehen. Da ist der Crop-Faktor 1:2, die Diagonale ist also doppelt so lang bei VF. Ziehst Du nun ein Rechteck um die MFT-Diagonale und dann eines um die VF-Diagonale, definiert die VF-Diagonale das Vierfache der Fläche.

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    Grüße
    Nils

  3. #123
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    (das ist auch der Grund, warum Altglas an 20 MP MFT-Sensoren so viel schlechter performt als an 40 MP Vollformatsensoren)

    Hier ist eine gute Erklärung mit Formel und Tabelle (aber ohne Mittelformat)

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", Kielerjung :


  5. #124
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    ChatGPT hat netterweise auch noch mal die Formel dazu ausgespuckt.

    Also müsste man die Objektive quasi noch mal an eine X-T4 packen ...

    Weiß eigentlich jemand, was aktuell so die Standard-MP-Menge im APS-C Sektor ist?

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  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", schlicksbier :


  7. #125
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    Im Grunde braucht kein Amateur mehr als 24MP.
    Fuji hat die neueste Generation der APSc Kams jetzt mit 40MP bestückt.
    Die Sony Kameras haben 24MP meines Wissens, von den anderen Herstellern kenne ich keine Werte.

    Ich nutze nach wie vor meine Nikon D700 mit ihren bescheidenen 12MP aber mit dem großen Pixel Pitch von 8,5µm. Das ist mehr als das Doppelte der Fuji GFX 100 Kameras, der liegt bei etwa 3,8µm.
    Eine Fujifilm X-H2 mit 40MP hat einen P.P. von 3µm.
    Sony A7 R V liegt auch bei etwa 3,8 µm.

    Das ist natürlich nur ein Anhaltspunkt, die Software und die Ausführung der Pixel Sensoren haben einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Wiedergabe bei Weichzeichnern.
    Die Fujifilm X-More Sensoren sind nach meine Erfahrung besser geeignet als die Bayer Typen anderer APSc Kameras. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn hier mehr als 24MP einzubauen. Leider verleiten die reinen Pixel Angaben die Käufer nahezu reflexartig dazu sich das Modell mit dem Mehr an Pixeln zu kaufen.
    Ob die vorhandenen Objektive die Auflösung überhaupt schaffen wird einfach ausgeblendet Hauptsache man kann damit angeben.

    Als Fuji die neuen 40MP Kameras angekündigt hat haben sie eine Empfehlung rausgegeben welche ihrer Objektive überhaupt in der Lage seien diese Auflösung zu erbringen.
    Nach einigen Tests von versierten Leuten kam dann heraus das diese Liste auch eher schön gerechnet war.
    Was soll ich dann mit diesem Pixel Salat?
    Fuji hat sich natürlich gefreut als die 24MP Kameras in die zweite Reihe rückten und die Hobbyisten sich die vermeintlich besseren Kameras kauften.
    Es funktioniert, zumindest aus der Sicht der Hersteller.

  8. 3 Benutzer sagen "Danke", arri :


  9. #126
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    Als ich noch die Fuji X-H1 hatte habe ich von Taylor & Hobson das 1,6/2,5" Projection lens genutzt und auch die etwas längere Brennweite mit 3"
    Sie haben hinten eine Fassung mit ca. 30mm Durchmesser, das war mal Standard für 16mm Filmprojektoren.
    Die Fassungen habe ich an der richtigen Stelle geteilt, entsprechend die beiden Hälften eingekürzt und mit Gewinde für eine Blendenfassung versehen.
    Dann in eine Einstellfassung gesetzt.
    Das sind neu gerechnete Petzval Objektive bei denen auch die Hinterlinse verkittet wurde.
    Es gibt ebenso von Dallmeyer solche Objektive die ganz interessant sind nur meist im Preis überzogen.
    Von Buhl gab es die und Isco hat auch welche in diesen Fassungen hergestellt. Aus Frankreich kommen auch solche Objektive.
    Optisch haben sie alle die gleiche Konstruktion, eine klassische Petzval Rechnung ist nicht mehr ausreichend für diese Lichtstärke.
    Vor über 10 Jahren habe ich für die Sony NX 5 das Zeiss Jena Kipronar 1,4/70mm in ähnlicher Form umgebaut.
    Was mich immer wieder besonders fasziniert ist die schöne Farbwiedergabe dieser Objektive.

    Das passt genau genommen nicht 100% zu dem Thema dieses Fadens weil es eben keine Weichzeichner sind sondern Objektive die für deutlich kleinere Formate gerechnet wurde.

    Taylor & Hobson 1,8/3" Fuji X-E3




    Umbau Taylor & Hobson 1,8/2,5" auf M39


    Aufnahme mit Dallmeyer Speed 1,5/1" Fuji X-E1 (der Kino Plasmat Nachbau leuchtet selbst APSc Format aus aber mit deutlichem Randabfall

    Abgeblendet



    Hier eine Aufnahme von 2008 mit der MFT Panasonic G1 und dem Kino Plasmat 1,5/25mm Offene Blende


    Und nochmal das Dallmeyer Speed 1,5/1" bei f/2,8 an der Panasonic G1, auch von 2008


    Und bei f/11


    Aufnahme mit Kipronar 1,4/70mm Sony NX5


    Umbau Zeiss Jena Kipronar 1,4/70mm auf Sony E Mount (NX5)


    Umbau Dallmeyer 1,8/2" auf Leica M39, E-Messer gekuppelt


    Aufnahme mit dem Dallmeyer


    Aufnahme mit einem ISCO Kiptar 1,6/35mm an der Panasonic G6 (MFT)

  10. 4 Benutzer sagen "Danke", arri :


  11. #127
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    Hier noch eine Aufnahme von meinem Wollensak Verito Nachbau.
    Für Kleinbildformat wurde es natürlich nie von der Firma gebaut.
    Das Original besteht aus einem mäßig korrigiertem Achromaten mit einer zusätzlichen positiven Linsen davor, dazwischen sitzt die Blende.
    Ich habe hier eine Schnittzeichnung angefügt, es zeigt zwar das Veritar aber das ist im Aufbau identisch.
    Das Verito ist hat nicht nur sphärische Aberration sondern auch nicht gerade wenig chromatische Fehler. Zu sehen ist das an vielen Fotos im Netz die in unserer Zeit gemacht wurden. Wenn man genau hinsieht fällt auf das die Ebene mit der besten Schärfe vor dem eigentlichen Motiv liegt.
    Die Nutzer wissen gar nicht mehr wie dieses Objektiv richtig eingesetzt werden muss und es im Grunde auch nur mit einem leichten Gelbfilter so abbildet wie vom Konstrukteur beabsichtigt.
    Die Betrachter dieser Fotos sind meist genauso unkritisch wie die Autoren der Fotos, sie sehen es gar nicht. Ich finde das eher peinlich aber den meisten genügt es wohl wenn das Bild irgendwie verwaschen aussieht.
    Wenns denn gefällt, seis drum.

    Bei meinem Verito musste ich anders vorgehen, der Achromat muss so gut wie möglich korrigiert sein weil ich das Objektiv für den kleinen Vollformat Sensor nutzen will. Chromatische Fehler sind dann nicht erwünscht und auch die sphärischen Abweichungen müssen deutlich reduziert werden. Achromatische Nahlinsen funktionieren nicht weil sie zu stark verzeichnen.
    Daher habe ich einen 150mm Spindler & Hoyer Achromaten verwendet der ein absolutes Spitzenprodukt ist.
    Davor sitzt eine Voigtländer Nahlinse 8/300mm so dass die Brennweite 105mm beträgt bei f/2,4

    Einiges von den Infos hier habe ich bereits beim ersten Vorstellen des Objektives geschrieben, ich hoffe Ihr könnt darüber hinweg sehen.

    Name:  VeritarConstruction-1.jpg
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    Dafür noch eine B&W Aufnahme die ich mit dem Objektiv gemacht habe, Kamera Sony A7R III

    Geändert von arri (Gestern um 08:27 Uhr)

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