Willi,

das ist alles richtig, was Du sagst, das Rikenon gehört nicht zur "Weltspitze".
Aber darum ging es mir ja auch gar nicht.

Es geht um den generellen Unterschied zwischen einer alten 1.4er Optik und sagen wir mal einem normalen 1.8er in solchen Lichtsituationen.
Blende ich das Objektiv auf vergleichbare 1.8 oder wie beim Summicron auf 2.0 ab, so bekomme ich in aller Regel eine sehr ähnliche Qualität und die Restfehler sind entsprechend besser unter Kontrolle.

Daraus jetzt abzuleiten, das ein es im Sonnenlicht nun das Grausen schlechthin ist, wie es hier an anderer Stelle unter Berufung auf die Freistellung getan wird, geht aber schlicht an den physikalischen Grundlagen vorbei.

Die Restfehler solcher hochöffnenden Objektive sind in der Regel in der Sonne nur durch Abblendung unter Verzicht auf die Freistellung zu "bändigen".
Daraus aber wie hier getan abzuleiten das Objektiv sei nix, geht an der Sache vorbei, da es abgeblendet mindestens genauso gute Ergebnisse, meist sogar bessere und früher erbringt.

Schau Dir mal ein altes Sumilux 50er 1.4 an... ich persönlich mochte es nicht, sondern hab das Summicron 2.0 aus der Wetzlar - Zeit bevorzugt, weil das 1.4 eben zu fast den gleichen Überstrahlungen tendierte.

Gerade die Rest - Fehler wie CA und Koma sind durch leichte Abblendung entsprechend schnell zu minimieren. Da geht zwar die Offenblende für die Freistellung flöten, aber das ist nunmal die Physik und da hilft auch kein
"eigentlich sollte das keine Rolle spielen..." - Gewünsche nix zur Sache.
Und schau Dir mal die Reflexe in der Buschszene in Bezug auf die CAs an.. da ist nichts wirklich nennenswertes.
Wenn ich die Lichtquelle selbst ins Bild nehme, wie auf Deinen Fotos, dann ist es natürlich klar bei Blende 1.4 und ich hätte gern
Bilder, auf denen unter den gleichen Bedingungen ein sehr gutes Objektiv arbeitet. Das kenne ich nämlich persönlich nicht wirklich...

LG
Henry