Ergebnis 1 bis 9 von 9

Thema: noch einer

  1. #1
    Kennt sich aus
    Registriert seit
    27.06.2025
    Beiträge
    37
    Danke abgeben
    0
    Erhielt 67 Danke für 16 Beiträge

    Standard noch einer

    Wenn das Fotorecht den Auslöser übernimmt Im Internet gibt es ein Biotop, in dem Ahnungslosigkeit nicht als Mangel, sondern als Qualifikation gilt: das Fotoforum aphog.com. Dort sitzt der gemeine Hobbyfotograf, die analoge Kamera um den Hals, das Halbwissen im Anschlag und wartet seit Jahren auf den Moment, in dem endlich jemand eine Rechtsfrage stellt, damit er seine drei aufgeschnappten Paragraphen aus dem Keller holen und vor Publikum aufblasen kann. Der Mann hat vielleicht einmal einen Artikel über das Recht am eigenen Bild gelesen, kennt „DSGVO“ aus dem Fernsehen und hat irgendwann das Wort „Model Release“ gehört, und schon tritt er auf wie der Vorsitzende der Anwaltskammer, nur mit älterem Anzug und erheblich weniger Ahnung. Man fragt dort: „Darf ich ein Portrait, das ich von einem Bekannten gemacht habe, auf meiner eigenen Festplatte behalten?“ und bekommt nicht etwa eine Antwort, sondern einen juristischen Flächenbrand. Innerhalb von Minuten stehen Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, DSGVO, Vertragsrecht, Kunstfreiheit, Street Photography, Model Release und irgendein Urteil aus dem Jahr 1987 im Raum, während die ursprüngliche Frage unter den Stiefeln dieser kleinen Laienspielschar langsam erstickt. Die Kamera liegt daneben und möchte vermutlich nur noch Ziegelsteine fotografieren, denn Ziegelsteine haben wenigstens die angenehme Eigenschaft, nicht irgendwann einen neuen Freund zu bekommen. Die Frage ist so harmlos, dass ein vernünftiger Mensch sie nach dem Lesen tatsächlich beantworten könnte: Ein Amateur hat eine Person unentgeltlich fotografiert, möchte das Bild nicht ungefragt ins Internet stellen, möchte es aber behalten. Was darf er damit? Fertig. Das wäre allerdings das Ende des Threads, und ein Ende ist für den Forenexperten ungefähr das, was Nüchternheit für einen Stammtisch ist: theoretisch möglich, praktisch unerwünscht. Also kommt der erste Wichtigtuer aus seinem Mauseloch und schreibt: „Da hast Du Vertragsfreiheit.“ Vertragsfreiheit. Der Mann fragt, ob er ein Foto auf seiner eigenen Festplatte behalten darf, und der Experte antwortet mit einem Begriff, der ungefähr so viel mit der Frage zu tun hat wie ein Teebeutel mit der Einkommensteuererklärung. Das ist juristisch etwa so hilfreich wie die Auskunft „Du hast einen Penis“ gegenüber einem Mann, der wissen möchte, wie man in einem Puff bezahlt. Ja, danke. Und was soll er jetzt damit machen – ihn unterschreiben lassen? Aber genau so funktioniert ein deutsches Fotoforum: Einer kennt ein Wort, spricht es mit der Gravität eines Bundesrichters aus, und plötzlich sitzen alle anderen aufrecht da und nicken, weil sie ebenfalls nichts wissen und das gemeinsam offenbar weniger peinlich ist. Nun muss ein Vertrag her. Natürlich muss ein Vertrag her. Am besten aus dem Internet, wo die Rechtssicherheit bekanntlich zwischen Katzenvideos und gebrauchten Damenslips feilgeboten wird. Der Amateur dachte, er habe einen Bekannten fotografiert, das Forum erklärt ihm, er habe einen rechtsgeschäftlichen Vorgang eingeleitet, offenbar ohne die dafür zuständige Behörde, den richtigen Stempel und einen dreifachen Durchschlag. Die Kamera hat ausgelöst, der Mensch hat gelächelt, und irgendwo im Thread springt einer auf und ruft „Model Release!“, als hätte er gerade einen Blindgänger gefunden. Der Fotograf wollte ein Bild machen, aber die Herren haben aus dem Auslöser eine Notbremse gemacht: bloß nicht drücken, da könnten Rechte entstehen. Dann kommt das Urheberrecht. Wer den Auslöser drückt, ist der Urheber. Das Bild gehört dem Fotografen. Auf dem Bild befindet sich aber ein Mensch mit eigenen Rechten. Das Recht am eigenen Bild steht neben dem Urheberrecht. Und damit ist aus zwei Menschen vor einer Kamera plötzlich die Friedenskonferenz von Versailles geworden. Der Fotograf hat das Bild gemacht, das Model das Gesicht mitgebracht, und jetzt muss geklärt werden, wer woran welche Rechte hat, als ginge es um die Neuaufteilung Europas. Man wartet förmlich darauf, dass einer mit einem Rotstift die Nase des Models umkreist und erklärt, dass dieser Quadratzentimeter Persönlichkeitsrecht leider nicht Teil der fotografischen Nutzungsrechte sei. Der Forenexperte ist begeistert. Endlich kann er mit einem Begriff glänzen, den er nicht ganz versteht: „Urheberrecht“. Er spricht ihn langsam aus. „Ur-he-ber-recht.“ Das Publikum schweigt. Niemand weiß, was er sagen soll. Aber alle spüren: Hier passiert gerade etwas Juristisches. Nun wird erklärt, dass die Bilder dem Fotografen gehören, er sie aber nicht einfach zeigen darf. Die Datei darf auf der Festplatte liegen, der Fotograf darf sie ansehen, das Model kann nicht einfach behaupten, die Datei gehöre ihm, aber sobald jemand das Wort „Veröffentlichung“ erwähnt, gehen im Forum die Warnleuchten an. Die JPEG-Datei wird behandelt wie ein radioaktives Materialfass. Der Fotograf schaut sein eigenes Bild an, und irgendwo sitzt ein Experte und fragt sich vermutlich bereits, ob dieses Anschauen eine Nutzungshandlung darstellen könnte. Die Festplatte hört mit und schweigt. Sie ist damit der vernünftigste Teilnehmer der gesamten Diskussion. Sie speichert die Datei. Das ist ihr Beruf. Sie möchte weder einen Vertrag noch eine Einwilligung noch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Wenn Festplatten Gefühle hätten, würde diese wahrscheinlich inzwischen um Versetzung bitten. Dann wird die DSGVO aus dem Schrank gezogen. Natürlich. Irgendjemand fragt, ob die abgebildete Person Löschung oder Auskunft verlangen könnte, und schon wird aus Lisa eine Verarbeitungstätigkeit. Der Fotograf hat nicht mehr Lisa fotografiert, sondern personenbezogene Daten verarbeitet und gespeichert. Lisas Gesicht bekommt Verwaltungscharakter, die Nase wird zum Datensatz, die Augen werden Datenfelder und die Sommersprossen sehen aus, als müssten sie beim Einwohnermeldeamt einen Termin buchen. Der Forenexperte sagt „personenbezogene Daten“ und richtet sich auf, als hätte er persönlich die Datenschutz-Grundverordnung geschrieben. Dabei weiß er über den konkreten Fall ungefähr so viel wie der Toaster über Tiefenpsychologie. Aber er hat das Wort gesagt, und im Fotoforum gilt das bereits als Befähigungsnachweis. Jetzt kommt wieder der Vertrag. Ein Vertrag hilft bei Nutzungsrechte-Fragen und kann selbstverständlich sinnvoll sein, wenn zwei Menschen vorher klären wollen, was mit Bildern geschehen darf. Das Problem ist nur, dass der Vertrag im Fotoforum nicht als vernünftiges Hilfsmittel behandelt wird, sondern als magischer Schutzschild gegen die gesamte menschliche Existenz. Unterschreiben, und die Zukunft ist geregelt. Das Model könnte seine Meinung ändern? Vertrag. Der neue Freund könnte das Bild nicht mögen? Vertrag. Das Model könnte irgendwann sagen, dass es das Foto inzwischen hässlich findet? Vertrag. Der Fotograf könnte das Bild plötzlich anders verwenden wollen? Vertrag. Ein Meteor könnte auf die Website fallen? Vermutlich Vertrag. Die Herren glauben an die metaphysische Kraft von PDF-Dateien, weil es ihnen erspart, über den unangenehmen Umstand nachzudenken, dass Menschen sich verändern und ein Stück Papier keine Zeitmaschine ist. Irgendwann kommt der neue Freund des Models ins Spiel, denn in diesen Diskussionen darf der hypothetische Dritte niemals fehlen. Er ist das Gespenst, das noch gar nicht existiert, aber möglicherweise irgendwann schlechte Laune bekommt. Ein Portrait liegt auf einer Website, bis jemand auftaucht, der damit ein Problem hat. Dann ist der Vertrag plötzlich nur noch der Anfang der Diskussion. Einer erinnert an einen Fall, in dem ein Fotograf trotz Vereinbarung Ärger bekam, und schon wird die nächste große Weisheit verkündet: Einen Vertrag kann man haben, und trotzdem kann jemand klagen. Natürlich kann er das. Man kann auch einen Fahrradhelm tragen und trotzdem von einem Bus überfahren werden. Aber im Forum wird diese Banalität mit der Gravität eines Mannes vorgetragen, der gerade die Endlichkeit des Universums entdeckt hat. Der Experte nickt. Die anderen nicken. Die Erkenntnis wird weitergereicht. Niemand fragt, was sie mit der Ausgangsfrage zu tun hat. Dann beginnt die Prozession der fremden Fälle. Ein Fotograf habe ein Portrait als Plakat verwendet. Jemand habe fremde Menschen fotografiert. Eine prominente Person sei beteiligt gewesen. Einer kennt einen Formel-1-Fall. Einer kennt das Bundesverfassungsgericht. Einer kennt Hundertwasser. Einer kennt einen Artikel. Einer kennt einen Anwalt. Einer kennt einen, dessen Schwager einen Anwalt kennt. Nach zehn Beiträgen ist die ursprüngliche Frage nicht beantwortet, aber der Fragesteller hat eine kostenlose Führung durch die deutsche Rechtsgeschichte bekommen, veranstaltet von Männern, die vermutlich bei einem echten Juristen erst einmal fragen müssten, wo der Eingang ist. Jeder zieht noch einen Link aus der Tasche, jeder hat noch eine Erinnerung, jeder weiß noch einen Fall, und niemand besitzt die elementare Höflichkeit, einmal zu sagen: „Moment, ich habe eigentlich keine Ahnung, ob dieser Fall hier überhaupt einschlägig ist.“ Das ist das eigentlich Komische an diesen Leuten: Sie halten ihre Unsicherheit für Komplexität. Sie wissen nicht, wie die Rechtslage ist, also erklären sie, dass die Rechtslage kompliziert sei. Sie kennen den konkreten Sachverhalt nicht, also erklären sie, dass man ohne vollständige Sachverhaltskenntnis nichts sagen könne. Sie haben keine juristische Ausbildung, also erklären sie, dass selbst Juristen das unterschiedlich sehen. Und wenn schließlich gar nichts mehr übrig bleibt, kommt der Satz: „Im Zweifel Anwalt.“ Damit haben sie sich elegant aus der Affäre gezogen. Erst haben sie eine halbe Stunde so getan, als seien sie die letzte Instanz des deutschen Fotorechts, und am Ende schicken sie den Fragesteller zu jemandem, der tatsächlich dafür bezahlt wird, etwas zu wissen. Das ist keine Bescheidenheit. Das ist ein Rückzug mit Trompeten. Der Fragesteller wollte wissen, ob er Portraits von Bekannten auf seiner Festplatte behalten darf. Der Amateur steht vor einem juristischen Panorama, das mit seiner Frage ungefähr so viel zu tun hat wie die Titanic mit einer Zimmerpflanze. Er wollte wissen, ob eine Datei auf seiner Festplatte bleiben darf, und die Herren erklären ihm die Kunstfreiheit. Er wollte nicht veröffentlichen, und sie erzählen ihm von Plakatwerbung. Er fragt nach einem Portrait, und sie antworten mit Street Photography. Das ist die besondere Form von Forenkompetenz, bei der man eine Frage nicht beantwortet, sondern so lange mit Nebensachen bewirft, bis der Fragesteller freiwillig aufgibt. Es folgt die große Forenweisheit: „Was im Gesetz steht, ist eine Sache. Was der Anwalt daraus macht, eine andere. Und wie der Richter es sieht, wieder eine andere.“ Dieser Satz wird gewöhnlich mit der Miene eines Mannes vorgetragen, der gerade die Relativitätstheorie auf einer Serviette entdeckt hat. Dabei bedeutet er zunächst nur: Rechtsfragen können kompliziert sein. Aber ausgerechnet der Mann, der gerade zehn Beiträge lang den Eindruck erweckt hat, er könne die Frage beantworten, entdeckt nun plötzlich die Grenzen menschlicher Erkenntnis. Er weiß nicht, was gilt, also erklärt er, dass niemand wissen könne, was gilt. Er hat keine Antwort, aber dafür eine Theorie darüber, warum eine Antwort unmöglich ist. Das ist ungefähr die intellektuelle Leistung eines Wetterhahns, der erklärt, das Wetter sei komplex, nachdem er vergessen hat, in welche Richtung er zeigt. Und so bleibt am Ende das Bild auf der Festplatte, das 35er liegt daneben, und die Herren sitzen noch immer im Forum und erklären sich gegenseitig das Recht. Der eine schreibt „Vertragsfreiheit“, der nächste „DSGVO“, der dritte „Hundertwasser“, der vierte „Anwalt“, und irgendwo dazwischen liegt die ursprüngliche Frage, längst totgeredet und unter zwölf Links begraben. Das Foto ist harmlos. Die Kamera ist harmlos. Die Festplatte ist harmlos. Nur die Herren, die darüber reden, haben aus ihrem Nichtwissen eine juristische Großmachtfantasie gebaut. Und wenn einer von ihnen morgen wieder „Recht am eigenen Bild“ schreibt, wird vermutlich die gesamte Runde ehrfürchtig schweigen, weil sie für einen kurzen Moment glaubt, der Penis sei endlich wieder vom Puff zurück.

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
    Registriert seit
    17.09.2019
    Ort
    Kutzenhausen
    Alter
    70
    Beiträge
    1.142
    Danke abgeben
    1.519
    Erhielt 2.117 Danke für 739 Beiträge

    Standard

    Hallo Dampfplauderer, du beschreibst hier leider manchmal übliche Abläufe von Diskussionen in Foren in satirischer Übertreibung. Deine Sätze enthalten viel Wahrheit, ich halte aber die Nennung des Namens des Forums, aus dem du die Anregungen für deinen Beitrag gezogen hast, für - gelinde gesagt - unfreundlich.
    Gruß, Michael

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", waldbeutler :


  4. #3
    Kennt sich aus
    Registriert seit
    27.06.2025
    Beiträge
    37
    Danke abgeben
    0
    Erhielt 67 Danke für 16 Beiträge

    Standard

    Hallo Michael,


    herzlichen Dank für deinen Beitrag. Ich hätte mir keinen besseren Beleg für meine Ausgangsthese wünschen können.
    Ich schreibe über einen Thread, in dem eine simple Ausgangsfrage unter einem Berg aus Vertragsfreiheit, DSGVO, Urheberrecht, Model Release, Kunstfreiheit, fremden Gerichtsentscheidungen und dem obligatorischen „Im Zweifel Anwalt“ begraben wird. Deine Antwort darauf lautet sinngemäß: Vieles davon stimmt, aber du hättest das Forum nicht beim Namen nennen sollen.
    Das ist bemerkenswert.


    Kein Wort dazu, ob meine Beschreibung des Threads sachlich falsch ist. Kein Gegenargument zu den von mir kritisierten juristischen Nebelkerzen. Kein Beispiel dafür, an welcher Stelle ich den Inhalt verzerrt hätte. Stattdessen kümmerst du dich um die Etikette der Kritik.


    Damit demonstrierst du genau das, was ich beschrieben habe: Wenn der Inhalt unangenehm wird, diskutiert man über den Ton.


    Du nennst die Namensnennung „unfreundlich“. Warum? Ich habe kein Geheimnis ausgeplaudert und keinen privaten Menschen identifiziert. Ich habe einen öffentlich zugänglichen Thread eines öffentlich zugänglichen Forums kritisiert und das Forum genannt, aus dem die von mir satirisch aufgegriffenen Beispiele stammen. Wenn die dortige Diskussion tatsächlich so substanzlos war, wie ich sie beschrieben habe, macht die Namensnennung die Kritik nicht unfreundlicher, sondern überprüfbar.


    Falls meine Darstellung falsch sein sollte, wäre die naheliegende Reaktion einfach gewesen: Zeig mir, wo.


    Du hättest schreiben können: „Bei Punkt A irrst du dich, bei Punkt B übersiehst du X und bei Punkt C ist die Rechtslage anders.“ Dann hätten wir eine inhaltliche Diskussion.
    Hast du aber nicht. Stattdessen kommt der erhobene Zeigefinger.


    Das ist besonders amüsant, weil du mir gleichzeitig bescheinigst, meine Sätze enthielten „viel Wahrheit“. Du bestätigst damit den wesentlichen Inhalt meiner Kritik und beanstandest anschließend, dass ich ihn an der falschen Adresse ausgesprochen hätte.


    Das erinnert an jemanden, der einen völlig demolierten Gebrauchtwagen besichtigt, dem Gutachter zustimmt, dass Motor, Getriebe und Bremsen kaputt sind, und anschließend erklärt, die eigentliche Unverschämtheit bestehe darin, dass der Gutachter den Namen des Autos genannt hat.


    Wenn du dich an der Namensnennung störst, darfst du dich daran stören. Das ist dein gutes Recht. Nur solltest du dann nicht so tun, als wäre damit etwas über die inhaltliche Berechtigung meiner Kritik gesagt. Denn bisher ist von deiner Seite das Gegenteil passiert: Du hast sie im Wesentlichen bestätigt. Dafür möchte ich mich bedanken.
    Gruß

    Hans

  5. #4
    de Vörstand Avatar von hinnerker
    Registriert seit
    11.12.2008
    Ort
    Hamweddel
    Beiträge
    15.588
    Bilder
    81
    Danke abgeben
    3.692
    Erhielt 10.490 Danke für 3.571 Beiträge

    Standard

    Upps, bei so langen, unformatierten Texten bekomme ich "Augenkrebs".

    Sie zeigen inhaltlich aber auf, weshalb viele von uns im DCC andere Foren verlassen und hier heimisch geworden sind. Einfach eine nette Atmosphäre, das Fehler jeder Aufgeregtheit und kollegialer Umgang miteinander. Vielen die vorher im DSLR Forum oder anderen unterwegs waren, gingen diese rechthaberischen Diskussionen um "Nichts" ohnehin schon "auf den Geist". Insofern volle Bestätigung. Aber auch das "Besser - Wissen" hat seinen Reiz, hält es doch dazu an, hier und da ein eigenes Meinungsbild und Gegenpositionen zu erfahren. Egal wie "qualifiziert" es sein mag.

    Was ich nur nicht verstehe, warum regst Du Dich darüber auf? Es ist in der Tat in vielen Foren "Alltag" und man erlebt es dort immer wieder.

    In epischer Breite solche von den meisten erlebten Forendiskussionen sich zu erregen/echauffieren, ändert daran ohnehin nichts und so bleibt die Frage nach dem "Warum" der Aufreger?

    Was ist dagegen zu sagen, dass - um auf einen anderen Beitrag von Dir anzuspielen - die gute alte Nikon F2 als das "Erinnerungsstück" einer lange vergangenen Zeit des fotografischen Werdeganges zu würdigen weil damit unwiderbringbare Erinnerungen mit verbunden sind?

    Der Mensch besteht eben nicht nur aus sachlichen Erwägungen, sondern ist auch ein emotionales Wesen. Man liebt seine Frau, mag schnelle Autos, sogar eine Nikon F oder F2 oder eine Leicaflex usw.... Das gehört halt alles zum "Mensch sein" dazu und ist mit Sicherheit kein "Aufreger" wert.

    Insofern bleibt zu Fragen, was eigentlich bezweckt ist mit den Texten.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  6. 3 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  7. #5
    Kennt sich aus
    Registriert seit
    27.06.2025
    Beiträge
    37
    Danke abgeben
    0
    Erhielt 67 Danke für 16 Beiträge

    Standard

    [FONT="]Hallo Henry,

    [/FONT]
    [FONT="]keine Sorge, ich rege mich nicht auf. Dazu bedarf es ganz anderer Themen.

    [/FONT]
    [FONT="]Ich habe offenkundig eine Polemik geschrieben. Das ist eine literarische Form, bei der man einen alltäglichen Sachverhalt bewusst überzeichnet, um ihn sichtbar und amüsant zu machen.

    [/FONT]
    [FONT="]Du hast sie offenbar für eine persönliche Aufregung gehalten.

    [/FONT]
    [FONT="]Damit wäre eigentlich alles gesagt.

    [/FONT]
    [FONT="]Du fragst nach dem Zweck meiner Texte.

    [/FONT]
    [FONT="]Der Zweck einer Polemik ist: Man macht sich über etwas lustig, weil man es lustig findet.
    [/FONT]
    LG

    Hans

  8. #6
    de Vörstand Avatar von hinnerker
    Registriert seit
    11.12.2008
    Ort
    Hamweddel
    Beiträge
    15.588
    Bilder
    81
    Danke abgeben
    3.692
    Erhielt 10.490 Danke für 3.571 Beiträge

    Standard

    Dazu zwei Dinge:

    1. Das ist ein Foto - Forum und kein Ort, wo Polemik-Erörterungen stattfinden sollten.
    2. Ist es peinlich, dass ich inzwischen schon einen völlig sinnfreien Doppeltext, der zudem noch von falsch gesetzten HTML - Tags überquillt gelöscht habe.

    Es mag Dir ja vielleicht ein Anliegen sein, Foren und Mitgliederverhalten "auf die Schippe" zu nehmen, nur das solltest Du dann in einem eigenen Blog im Internet tun. In einem Fotoforum ist es nicht nur absolut unpassend und vor allem für niemanden verständlich ob und warum er als gemeiner Fotoforen-Nutzer nicht auch mit angegangen wird. Zudem ist dieses Forum nicht dazu da, diese gedanklichen Ergüsse der Weltgemeinschaft mitzuteilen, zumal vieles einfach nur Deine Erlebniswelt wiederspiegeln. Pack dann doch einfach die Kamera weg und melde Dich in Foren an, die das dauerhaft dulden. Die geringe Resonanz auf das Geschreibe sollte Dir ohnehin zu denken geben. Man könnte auf den Gedanken kommen, dass ein fehlgeleiteter KI Bot hier TExte absetzt.
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  9. 4 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  10. #7
    Kennt sich aus
    Registriert seit
    27.06.2025
    Beiträge
    37
    Danke abgeben
    0
    Erhielt 67 Danke für 16 Beiträge

    Standard

    Hallo Henry,
    inzwischen wird über die Länge der Texte, die Resonanz und die mögliche Existenz eines KI-Bots verhandelt.
    Meine Sätze haben sich gerade bei ihrem örtlichen Abgeordneten beschwert. Der Hauptsatz verlangt einen Anwalt, ein anderer möchte wissen, ob er überhaupt einen gültigen Vertrag hat, und der Nebensatz ist aus Protest in ein anderes Forum gezogen.
    Der Doppelpunkt hat inzwischen eine Selbsthilfegruppe gegründet. Das Fragezeichen verweigert jede Aussage, solange die DSGVO nicht geklärt ist, und der Gedankenstrich besteht auf seiner Vertragsfreiheit.
    Nur der Inhalt sitzt noch immer irgendwo hinten und wartet, dass jemand mit ihm spricht.
    LG
    Hans

  11. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
    Registriert seit
    17.09.2019
    Ort
    Kutzenhausen
    Alter
    70
    Beiträge
    1.142
    Danke abgeben
    1.519
    Erhielt 2.117 Danke für 739 Beiträge

    Standard

    Hallo Hans,

    ich habe schon geschrieben, dass deine Texte viel wahres enthalten.
    Ich habe aber keine Lust, mit dem zugrunde liegenden "Inhalt" von satirisch übertriebenen Texten zu sprechen oder darüber zu diskutieren.
    Gruß, Michael

  12. #9
    Kennt sich aus
    Registriert seit
    27.06.2025
    Beiträge
    37
    Danke abgeben
    0
    Erhielt 67 Danke für 16 Beiträge

    Standard

    Hallo Michael,
    ein Loch ist ein Nichts mit etwas drum herum.
    Das erinnert mich an zwei Penisse, die so vor sich hin hängen. Sagt der eine: „Ich bewundere Frauen.“ Sagt der andere: „Ja, ja, das Leben ist blutleer.“ Darauf der erste: „Da stehen wir drüber.“
    Im Übrigen gefällt mir deine Trennung von Form und Inhalt gut. Ich werde sie mir merken. So kann man sich sicher sein, dass man über den Inhalt nicht versehentlich ins Gespräch kommt.
    Gruß
    Hans

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •