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Thema: noch ein Text

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Ich habe in den letzten 60 Jahren das Sehen vor dem Fotografieren geübt.
    Inwischen bin ich so "weit" damit gekommen, dass ich im Falle, dass mir etwas begegnet, was ich für des Fotografierens würdig erachte, mir überlege, ob das nicht jemand sehr ähnlich oder fast genau so schon fotografiert hat.
    Wenn ich dann zu dem Schluss komme, dass es bereits so ähnlich fotografiert wurde, und für mich keinen zusätzlichen Wert hätte, dass ich es fotografiere, lass' ich es sein.
    Nikon-"Fanboy" bin ich auch nicht gerade, es hat sich halt so ergeben, dass ich mit der F3 HP "richtig" zu fotografieren angefangen habe und dann bei Nikon als Haupt-Hersteller geblieben bin.
    Die "Fremdgänge" zu anderen Herstellern waren da nur von kürzerer Dauer und hauptsächlich zusätzlich, nicht anstatt.
    Geändert von waldbeutler (Gestern um 11:14 Uhr)
    Gruß, Michael

  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Blinzeln

    Welch langer Text, who

    Im Grunde sagt er, das des Fotografenherz nicht von der Kameramarke/Herstellermarke abhängig ist und auch nicht darüber entscheidet, ob man "fotografisch Sehen" lernt. Darüber entscheidet eigentlich nur ein waches Auge, Inspiration, Vorstellungskraft und einige bewußt erlebte physikalische Dinge. Sei es die Farblehre, Harmonie oder Disharmonie der Gestaltungselemente, im Portraitbereich auch die Frage der Kommunikation und der Fähigkeit andere Menschen anzuleiten. Es gibt tausenderlei Dinge, die hier hinein spielen. Das geringste von allem ist eigentlich die Frage nach Leica oder Nicht - Leica. Leica ist ein Werkzeug mit langer Historie und Vorreiter-Rolle im Meßsucher Bereich. Sie kam vielfach im frühen Pressebereich zum Einsatz, weil damit einfach schnell und unkompliziert Menschen und unbemerkt Streetfotografie betrieben werden konnte. Ich sag das aus eigener Erfahrung. Ich hab mit Spiegelreflex - Kameras angefangen in der Presseagentur und auf meine Canons "geschworen". Damals kannte ich noch keine M-Leicas und das schnelle arbeiten damit. Erst als mir mein Chef damals eine M3 Agenturkamera in die Hand drückte kam ich stückchenweise auf den Geschmack schnell Personen, Gruppen und Schnappschüsse damit schneller als mit der SLR zu machen. Insbesondere die lautlose Fotografie war oft entscheidend, wenn z.B. damals Gerd Fröbe in Hamburg auf "dem Schiff" eine Buchlesung vor 50 Leuten machte, wo lauter Spiegelschlag von SLR Kameras den Unmut des Publikums hervorgerufen hätte.

    Oder im SLR Bereich meine Canon F1, die in einem Sprung vom Gurt riss und nach dem Aufschlagen auf dem Boden nur noch Schrott war. Mit meiner spater angeschafften Leica SLmot blieb eine ähnliche Szene folgenlos.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Es gibt keine "Leica - Reife" sondern gute Gründe und historische Hintergründe, weshalb man eine Leica haben sollte, sei es nur um die mal kennen zu lernen. Das erspart "Neid - Debatten" bringt zur Erkenntnis, das man sie eigentlich nicht braucht, es aber trotzdem schön ist, einmal ein stückchen deutsche Kamera-Baukunst in Händen zu halten.

    LG Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  3. 4 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


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