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Thema: Kurzer Vergleich Zeiss Jena Tessar 2/50mm und 2,8/50mm

  1. #11
    Ist oft mit dabei Avatar von simple.joy
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    Zitat Zitat von arri Beitrag anzeigen
    Das mit der Verlinkung war keine so praktische Idee, wer in dem Forum nicht angemeldet ist bekommt die Fotos nicht zu sehen.
    Jetzt zeige ich sie hier direkt, ist sicher ganz interessant mal Aufnahmen von einem F/2 Tessar zu sehen.

    Die erste und die dritte Aufnahme sind bei f/2 entstanden, Nr. 2 und 4 bei f/5,6
    Es ist deutlich zu sehen das die volle Öffnung nicht die gewünschte Bildqualität erreicht die man von einem Zeiss Objektiv erwarten würde.
    Ich sehe es so das der Astigmatismus nicht genügend zu korrigieren war.
    Abgeblendet ist die Qualität aber wirklich sehr gut, mindestens auf dem Level einer 2,8/50mm Tessar.

    Aufgenommen auf Kentmere 100, Wehner Entwickler, Canon FP mit Exakta Adapter.



    Sehr interessant zu sehen! Ich mag die Anmutung vom ersten Bild, auch wenn natürlich klar ist, dass das so nicht gewünscht war aus Sicht von Zeiss... Kann mir vorstellen, dass die Effekte auf die Bildqualität in Farbe auch störender ausfallen. Soweit ich weiß hat Zeiss ja auch mit umgekehrten Tessar Konstruktionen experimentiert (also ähnlich dem Triplar) mit verkitteter Gruppe vorne. Aber auch da scheint es (mit Blick auf andere Hersteller) wohl so, dass f/2.5 so ziemlich das Limit darstellt, wo noch eine einigermaßen überzeugende Bildqualität erreicht werden konnte. Ich vermute jedoch der Aufwand sollte doch beträchtlich kleiner sein (ich glaube nicht, dass sonst jemand solche Konstruktionen mit asphärischen Elementen versehen hat). Es gab aber bestimmt andere Gründe (ev. der Kontrast) warum dahingehend nicht mehr experimentiert wurde...

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  3. #12
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    Die Aufnahme hat sicher ihren Charme, Schärfe allein macht ein Bild nicht automatisch gut mangelnde Schärfe macht es nicht automatisch schlecht.
    Sicher lassen sich damit sehr interessante Aufnahmen machen die mit keiner anderen Optik zuwege gebracht werden können.

    Bei der Konstruktion ging es hauptsächlich darum das recht preisgünstige Prinzip dieses Objektivtypen in eine lichtstärkere Variante zu überführen. Die Tessar Konstruktion hat daneben den positiven Effekt dass das Auflagemaß lang genug ist um ein 50mm Objektiv in einer Reflexkamera zu nutzen. Mit dem bekannten Biotar und auch mit dem Sonnar gelang das nicht. Erst mit dem später geschaffenen Pancolar wurde diese Hürde genommen was dann allerdings sechs Linsen bedurfte.

    Die umgekehrten Tessar Objektive von Zeiss kenne ich nur als Makro - und Mikroobjektive. Die sogenannten S-Tessare wurden bis 1:1 in Normalstellung und bei darüber hinaus gehender Vergrößerung in Retrostellung genutzt. Sie hatten dafür eine symmetrische Fassung so das sie einfach gedreht werden konnte.
    Die Bildqualität ist dabei sehr beachtlich und mehrlinsige Systeme haben mitunter ihre Schwierigkeiten diese Leistung zu erreichen weil sie Maßstabsempfindlicher sind.
    Bestes Beispiel ist wenn ich Negative mit einem hochgezüchteten Vergrößerungsobjektiv digitalisieren will werden die Ergebnisse eher mau. Das liegt daran das sie nicht für den Maßstab 1:1 korrigiert sind sondern erst bei 3:1 oder 5:1 ihre volle Leistung bringen. Sie in Retrostellung zu nutzen hilft dabei auch nicht weiter.
    Ein einfacher Tessartyp ist da deutlich weniger anspruchsvoll.
    Ich habe auch festgestellt das sich das Glas vor dem Sensor nicht so stark auf einen Tessartypen auswirkt wie auf ein Rodagon, durch die auftretende sphärische Abweichung, zu der es zwangsläufig durch das Glas kommt, wird das Rodenstock Objektiv deutlich mehr in der Leistung reduziert. Sehr stark im Bereich um 1:1. Objektive ähnlicher Bauart von anderen Herstellern geht es da nicht anders.
    Erst mit den Rodenstock Digitar oder Sinaron Digital Objektiven wurde das Problem mit den digitalen Sensoren gelöst.
    Allerdings musste man bei diesen Objektiven einen neutralen Filter hinter das Objektiv setzen wenn es mit analogem Film genutzt wurde.

    Ich schweife ab, sorry.

    Wenn ich mich aufraffen kann möchte ich noch einen direkten Vergleich zwischen dem f/2 und f/2,8 Tessar durchführen, es interessiert mich ob es gelungen ist die Leistung im abgeblendeten Zustand zu verbessern. Meine ersten Ergebnisse mit dem f/2 zeigen jedenfalls eine sehr respektable Leistung ab f/5,6

  4. Folgender Benutzer sagt "Danke", arri :


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