Keine Ahnung wie es Euch so geht aber ich habe festgestellt das Digitalkameras auf Grund ihres Sensors extrem Streulicht empfindlich sind, deutlich mehr als es eine Filmoberfläche ist.
Egal ob nun noch ein Glas vor dem Sensor sitzt oder nicht, ist das Objektiv nicht akkurat mit einer passenden Sonnenblende ausgestattet gibt es Probleme.
Besonders natürlich bei unvergüteten Objektiven aber auch bei den einfach beschichteten aus den frühen Jahren der Entspiegelung.
Extrem aufgefallen ist es mir bei dem Steinheil Culminar 2,8/85mm. Das hat nahezu immer einen Reflex in der Digicam verursacht, ich musste nicht einmal in Richtung Sonne fotografieren.
Ebenso ist das Agfa Solagon auch solch ein Fall, ein traumhaftes Objektiv aber ohne passender Sonnenblende ist es ähnlich wie bei Steinheil Culminar.
Die Liste kann man sicher noch um einiges verlängern.
Ein weiteres Problem ist das selbst die von den Herstellern vorgesehenen Sonnenblenden z.T. nicht ausreichend sind. Für den Einsatz mit Film ist alles schick mit den Dingern aber nicht mit der Sony A7R
Für das Culminar habe ich mir jetzt eine Sonnenblende selber gedreht, die ist etwa 60mm! lang und zylindrisch, der lichte Durchmesser ist lediglich 34mm. Damit funktioniert es einwandfrei.
Für das Solagon und das Heligon 2/50mm habe ich jeweils eine zylindrische Blende mit 27mm Innendurchmesser gefertigt, Länge 13mm. Mehr geht nicht weil sie sonst in den Ecken abschatten. Leitz hatte eine solche Blende auch mal im Angebot für das Elmar 3,5/50
Die muss ich noch ausprobieren aber ich denke das die auch funktionieren werden.
Bei meinem unvergüteten Heliar 3,5/75mm ist die Blende ca.30mm lang, ohne ist es nahezu unbrauchbar.
Ich verliere enorm an Kontrast ohne die passenden Blenden.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Bin ich zu pingelig?


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