Ein echtes Lieblingsfoto habe ich nicht, das ist bei mir, wenn überhaupt, ständig ein anderes.
Es gibt aber einige Fotos die ich mir immer wieder gerne ansehe, die habe ich dann auch in ansprechender Größe als haptisches Foto.
Ein Monitorbild kann das nie ersetzen.
Zu dem hier gezeigten Foto:
Entstanden mit dem Olympus Auto Macro 2,8/38mm, @f/4, gestacked aus 46 Aufnahmen á 0,06mm, Maßstab ca. 3:1; Sony A7R III
Mich fasziniert schon die Detailgenauigkeit, es ist so ein Zwischending aus Werbefotografie, wissenschaftlicher Aufnahme und Kunstfotografie weil ich die Kabel so drapiert habe das es ansprechend aussieht und der Bildaufbau passt.
Bei gestackten Aufnahmen ist es sehr häufig der Fall das der Betrachter nicht weiß was das Fotos eigentlich will.
Mir persönlich gehen diese Aufnahmen, z.B. von Insekten, die bis ins kleinste Detail und von vorne bis hinten scharf sind, schon etwas auf die Nerven, zum einen hat man inzwischen genug davon gesehen und zum anderen sind es im Grunde reine Fotodokumente, der fotografisch künstlerische Anspruch spielt gar keine Rolle dabei. Die Beleuchtung muss! komplett diffus sein sonst gibt es richtig Schimpfe, alles hat nach eine festgelegten Schema zu erfolgen.
Mich hat das sehr schnell ermüdet und ich habe mich aus dem Kreis dieser Leute inzwischen zurück gezogen.
Bei meinen Aufnahmen versuche ich durch das Licht Akzente zu setzen, mal mehr mal wenige und die Aufnahmen müssen nicht von vorne bis hinter zu 100% scharf sein. Ich erlaube mir da einiges an Freiheit.
Das Foto wird nicht jedem gefallen, das muss und soll es auch gar nicht. Ich schaue es mir aber immer wieder gerne an weil es den Unterschied zwischen der weichen Isolierung und dem härteren Metall anschaulich macht. Mir gefallen auch die Ziehrillen die bei der Herstellung des Kupferdrahtes entstehen. Viele Details die unser Auge nicht wahrnehmen kann.
Es gefällt mir aber auch weil es interessante Farben hat, selbst die schwierig darzustellende Kupferfarbe kommt hier sehr gut.
Für Außenstehende ist es z.T. auf den ersten Blick nicht zu erkennen um was es sich hier handelt. Ich finde Fotos gut die sich nicht immer gleich selbst erklären.
Zudem ist es ein gutes Beispiel dafür das 40 Jahre alte Objektive mit den neuesten Rechnungen mithalten können.
Die Leistung dieser Olympus Objektive ist wirklich beachtlich und erst durch die digitalisierte Fotografie können sie ihre wirkliche Stärke richtig zeigen. Durch die Bracketing Aufnahmen und das anschließende Stacken sind unglaubliche Fotos möglich die es zu analogen Zeiten nicht gab.
Diese Objektive können in einem recht weiten Bereich von Vergrößerungen eingesetzt werden, es gibt auch Lupenobjektive die hier deutlich limitierter sind.



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