Das die beiden Varianten des 4/80 Auto Macro in der optischen Leistung unterschiedlich sind glaube ich nicht, ich hatte beide und es war kein Unterschied sichtbar. Vielleicht wäre einer zu messen aber das ist irgendwie Mumpitz.
Ich nutze allerdings nur noch die neuere Ausführung weil es noch eine Einstellfassung hat, das macht die genaue Fokussierung einfacher.

Mit dem Balgengerät sehe ich es aber genauso wie vorher schon beschrieben, das von Olympus ist sehr schwer und groß, daher eher selten im Einsatz. Das Novoflex finde ich praktischer aber am meisten nutze ich den Olympus Auto Macro Tubus.

An meiner Rig, aus stabilen Aluminium Profilen, ist das einwandfrei zu händeln. Die Kamerasäule ist 700mm lang.
An der kürzeren Motivsäule kann ich dann alles befestigen was ich aufnehmen möchte, eben auch eine Leuchtplatte zum Negativ kopieren.
Mit meinen Olympus Makroobjektivsatz kann ich alles zwischen ~1:5 bis etwa 20:1 erreichen.
Die optische Qualität reicht für mich völlig aus. Vielleicht gibt es noch besseres aber die 42 MP meiner Sony werden ausreichend versorgt.

Ich habe versucht Dias und Negative mit einem Novoflex Balgen, den Diavorsatz und 60mm Objektiven zu kopieren. Nur damit ist es einwandfrei möglich bis 1:1 zu kommen, die 50mm sind schon zu kurz und es sind nur noch Ausschnitte möglich. Kann sein das es bei den neuen Balgem aus Memmingen anders ist.
Es kamen aber nie wirklich richtig knackig scharfe Ergebnisse dabei heraus, es war kaum möglich das Korn sichtbar zu machen was mit meinem Scanner, dem steinalten Epson V700, einwandfrei klappt.
Ich hatte sogar das Schneider M-Claron 5,6/60mm welches für solche Zwecke gedacht war. Vergrößerungsobjektive der verschiedensten Hersteller. Schließlich dann auch mit 50mm Brennweite. Keines davon konnte überzeugen.
Mit am besten waren Tessar Typen wie das Rogonar S.
Daher denke ich das die hochgezüchteten Vergrößerungsobjektive im Bereich von 1:1 nicht ausreichend korrigiert sind, müssen sie ja auch nicht. Wer vergrößert ein Kleinbild Negativ im 1:1 Format?
Das Optimum wird eher im Bereich 7:1 - 10:1 liegen.
Die Auflösung eines optischen Systems nimmt mit dem Vergrößerungsmaßstabs zu, genau das passiert bei den V-Objektiven.

Maßstabsunempfindlichere Konstruktionen, wie eben die Tessar Varianten, liefern bessere Ergebnisse bei 1:1 allerdings lassen sie ab 4:1 dann auch nach wenn sie nicht extra für größere Maßstäbe korrigiert sind, wie z.B. die Luminare.

Beim Kopieren von Dias und Negativen ist man natürlich extrem kritisch, das ist auch völlig klar, hier ist es möglich die Leistung des Objektives zum Kopieren direkt zu sehen.
Bei anderen Objektivtests die irgendwelche Häuserwände, Blümchen im Nahbereich oder anderes zeigen gibt es keinen direkten Vergleich was die Auflösung betrifft. Hier geht es nur um den Schärfeeindruck aber beim Kopieren ist nur die Auflösung entscheidend.
Der Schärfe Eindruck wird sehr stark vom Kontrast beeinflusst, letztendlich ist es genau das was jedes Programm macht wenn es nachschärft.
Das hilft aber nichts wenn die Auflösung nicht die benötige Qualität hat, da hilft ein Nachschärfen überhaupt nichts.
Schärfe, oder der Schärfeeindruck ist subjektiv, die Auflösung nicht, sie ist messbar.