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Thema: Voigtländer "Universal" Heliar 3,5/75mm an der Sony ILCE 7

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    Zitat Zitat von arri Beitrag anzeigen
    Bei Triplets wird die Verstellung der Frontlinse genutzt um eine möglichst preisgünstige Möglichkeit der Fokussierung zu schaffen, es funktioniert mit allen Triplets, egal ob drei, vier oder wie hier mit fünf Linsen.
    Leider wird dadurch die optische Leistung des Objektives gemindert, in der Regel wurden diese Art der Objektive auf 10m Entfernungseinstellung optimiert.
    Falls mal interessiert, wie sehr das auf die optische Qualität geht, für ein völlig anderes Objektiv, das Voigtländer Dynarex 100/4,8, hatte ich mal einen Vergleich gemacht, wie sehr die Frontlinsenfokussierung die Qualität mindert. Im Beitrag gibt es Bilder mit Frontlinsenfokussierung, gleiches Objektiv mit Nahlinse statt Frontlinsenfokussierung sowie ein ähnliches Objektiv derselben Epoche, welches Auszugsfokussierung hat. Die Ergebnisse sind eindeutig.

    Das Voigtländer Dynarex 100/4,8 scheint übrigens auf die Entfernung Unendlich statt 10m optimiert zu sein (wobei ich nicht beschwören will, dass auch der Adapter da mit reinspielt).

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Anthracite :


  3. #2
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    Zitat Zitat von Anthracite Beitrag anzeigen
    Falls mal interessiert, wie sehr das auf die optische Qualität geht, für ein völlig anderes Objektiv, das Voigtländer Dynarex 100/4,8, hatte ich mal einen Vergleich gemacht, wie sehr die Frontlinsenfokussierung die Qualität mindert. Im Beitrag gibt es Bilder mit Frontlinsenfokussierung, gleiches Objektiv mit Nahlinse statt Frontlinsenfokussierung sowie ein ähnliches Objektiv derselben Epoche, welches Auszugsfokussierung hat. Die Ergebnisse sind eindeutig.

    Das Voigtländer Dynarex 100/4,8 scheint übrigens auf die Entfernung Unendlich statt 10m optimiert zu sein (wobei ich nicht beschwören will, dass auch der Adapter da mit reinspielt).
    Diese Konstruktionen waren nur ein Kompromiss zwischen Kosten und Bildqualität, sind im Grunde alle Objektive.
    Der Vorteil war halt das man bis 1m in den Nahbereich kam war die anderen längeren DKL Objektive nie erreichten.
    Bei einer solchen Optik darf man natürlich keine Wunder erwarten. Das Leitungsoptimum musste für den Anwender zugeschnitten sein so das die Fokussierung in + oder - noch gerade ausreichend war.
    Es kann gut sein das bei dem Tele die max. Bildqualität mehr Richtung Unendlich gelegt wurde.
    Allerdings sind diese Objektive, genauso wie Zoom extrem empfindlich wenn das Auflagemaß nicht stimmt.
    0,1mm machen schon einiges aus, bei einem normal fokussierten Objektive wäre das ohne Belang.

    Deiner Einschätzung dass das Objektiv in der kurzen Einstellung nicht zu gebrauchen ist kann ich allerdings nicht wirklich zustimmen.
    Ich habe das Objektiv ausgiebig benutzt, allerdings mit Film. Es kann daher sein das es auf Grund des digitalen Sensors zu den Abweichungen kommt.

    In Deinem Post zu diesem Objektiv habe ich ein Beispiel lanciert, denke dass es belegen kann das es ein durchaus brauchbares Objektiv ist.

  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von Namenloser
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    Ich grätsche hier mal rein,
    denn ich habe die gleichen negativen Erfahrungen mit Frontlinsenfokussierung gemacht,
    allerdings beim Steinheil Cassarit 135mm f4.5.

    In meinem Test Steinheil Cassarit 135mm f4.5 - Nikolaus-Burgard.de habe ich im Schärfekapitel mit sehr aufschlussreichen Bildern belegt,
    dass die Schärfe deutlich höher ist, wenn man nicht die Frontlinsenfokussierung zum Scharfstellen benutzt,
    sondern das Objektiv auf unendlich-Stellung belässt und einen zusätzlichen Helicoid bemüht, der das ganze Objektiv in den Nahbereich verschiebt.
    Schaut euch das einfach an, das löst viele Unklarheiten.
    Meine Homepage: https://www.nikolaus-burgard.de/
    Instagram: www.instagram.com/nikolausburgard/
    Sony Alpha 7III / 7RIII und ein paar Objektive...

  5. 2 Benutzer sagen "Danke", Namenloser :


  6. #4
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    Dass diese Konstruktionen unterlegen ist steht nicht in Frage, meine Beispiele zum Heliar zeigen das sehr deutlich.
    Es gibt aber anscheinend Unterschiede, je nach Brennweite, Konstruktion, digital, analog und das verwendete Format.
    Eine solche Konstruktion für KB Kameras ist sehr kühn weil diese immer vergrößert werden, dahingegen ist das Color Skopar an der Bessa I gut brauchbar weil das Aufnahmeformat 6x9cm ist und für eine Fotoalbum Größe nur 2x vergrößert werden muss.

    Eure Ergebnisse stelle ich selbstverständlich nicht in Abrede, bei dem Voigtländer wunderte mich halt dass es bei mir nicht so extrem abfällt wie in dem hier genannten Beitrag.

    Das Heliar erzeugt eine für mich sehr ansprechende Weichheit wenn ich den Frontfokus komplett ausfahre und dann das ganze Objektiv scharfstelle.
    Meine Ergebnisse mit dem 95mm Tessar finde ich dagegen nicht sehr so schön obwohl es weniger Weich wird als das Heliar.

    Bei einem 135mm Dreilinser scheint es ähnlich wie bei Tessar zu sein. Ich werde mir ein solches Objektiv besorgen und es genauso umbauen wie das Heliar also in der Form das es mit vollem Frontfokus Auszug auch auf Unendlich zu fokussieren geht.

    Sehr entscheidend ist das Licht bei dem fotografiert wird, trübes, diffuses Licht sorgt für langweilige, verwaschene Aufnahmen, wird dazu noch ohne Sonnenblende fotografiert verstärkt sich das nochmals.
    Wie ich schon in einem Beitrag geschrieben habe ist es sehr wichtig eine optimale Sonnenblende bei diesen alten Schätzchen zu verwenden, das kann zu viel besseren Ergebnissen führen.

    Vielen Dank für den Beitrag zu dem Steinheil Objektiv, ich schau mal das ich eins günstig erwerben kann.
    Geändert von arri (09.05.2025 um 21:09 Uhr)

  7. 3 Benutzer sagen "Danke", arri :


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