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Thema: Wo Schwarzweißfilm entwickeln und scannen lassen?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Ist oft mit dabei Avatar von schlicksbier
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    Standentwicklung, Kippentwicklung, Rotationsentwicklung - da kann man vielerlei Meinungen sein und meist gibt es für alle Bereiche Für- und Wider-Argumente. Wenn hier jetzt aber jemand behaupten will, dass es quasi egal ist, in was für einer Chemie und wie lange man einen s/w-Film entwickelt und deswegen im Großlabor ja einfach alles in eine Suppe kann, dann stehen mir die Haare zu Berge. Natürlich kann man alles ne Stunde in Rodinal stehen lassen und man bekommt irgendwas raus und rettet das dann irgendwie im Scan, aber das kann doch nicht die Zielsetzung sein. Es macht für das Ergebnis schon einen deutlichen Unterschied, mit was ich welchen Film für welche Zwecke entwickle. Ich kann aus einem Tri-X eine Kornwüste machen, ich kann ihn aber auch ganz zahm haben. Habe ich irgendwelche stark silberhaltigen Filme wie von Ferrania, hochempfindliche Filme von Adox, Dokumentenfilme wie den Agfa Copex Rapid oder Zicken wie den RetroPan von Foma, dann kann die Wahl des richtiges Entwicklers und der Zeit ganz erhebliche Unterschiede machen. Aber selbst wenn man (wie die meisten) nur mit einem Standardentwickler unterwegs ist (weil man z.B. eh nur die 08/15 Filme von Foma o.ä. durchnudelt), gilt es doch noch immer die Zeiten anzupassen. Oder sind die Gründe, die z.B. zu https://www.digitaltruth.com/devchart.php geführt haben auch nur reiner Voodoo?

    Ich denke auch, dass selbst zum Experimentieren, zum "erste Ergebnisse sehen" ein Großlabor nicht taugt, da man einfach nicht das volle Potenzial, was der jeweilige Film hat, sehen kann. Gut, vielleicht wurde auf der Fotografen-Seite das volle Potenzial nicht ausgeschöpft, aber zumindest kann man dann das Labor als Fehlerquelle ausschließen. Und die meisten auch keinen Filmscanner oder Leuchttische zum Abfotografieren haben, ist auch ein guter Scan alles andere als unwichtig.

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", schlicksbier :


  3. #2
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    Von den drei hier genannten Laboren in D gibt einzig eines (Foto Brell) an wie und mit was entwickelt wird. Ausser Push/Pull kann ich nichts weiter sehen, was auf eine spezielle, dem jeweiligen Film angepasste Entwicklung hindeuten könnte. Bei den beiden von mir in CH/ZH genutzten Laboren ist das ebenso, keine weitere Angabe. Wenn man sich weiter die bei Spur angegebenen Details zu den Entwicklern ansieht, wird auch schnell klar, dass das ein ganz eigenes Thema ist und nicht für mal eben schnell.

    https://spur-photo.com/spur-fine-art-sw-entwickler/

    Eine kommerzielle externe Entwicklung unter voller Berücksichtigung dieser Feinheiten und Gestaltungsoptionen ist sicherlich unbezahlbar, wenn man denn ein entsprechendes Labor überhaupt findet. Und selber zuhause ist halt nicht jedermanns Sache.

    Ich würde einfach einen seriösen Anbieter auswählen, dort vielleicht mal nachfragen, was für Film sie empfehlen und dann einfach loslegen.

    Den Ilford XP2 kann ich auch empfehlen, nur ist das halt kein herkömmlicher SW-Film.

    WHY XP2 SUPER IS DIFFERENT
    XP2 SUPER is a chromogenic film. This means that the dyes which make up the image are formed during development rather than being present in the film or added later.

    Der Vollständigkeit halber die Adressen in CH/ZH:

    https://www.ars-imago.ch/de_CH/
    https://www.thefilmlab.ch/send-in-service

  4. 3 Benutzer sagen "Danke", Bessamatic :


  5. #3
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    Hier noch eine Seite zum Thema Film und Entwickler:
    https://analoge-fotografie.net/blog/...ler-vergleich/

    Und ein genialer Vergleich zum selber durchprobieren:
    https://fotoimport.no/fktmax

    Man sieht dort recht schön, um welche Nuancen es geht.

  6. 2 Benutzer sagen "Danke", Bessamatic :


  7. #4
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Von den drei hier genannten Laboren in D gibt einzig eines (Foto Brell) an wie und mit was entwickelt wird.
    Wir bei MeinFilmLab entwickeln mit Moersch Photochemie, das steht auch wo auf der Seite. Wir legen dabei Wert auf hohe Schärfe, sehr gute Feinkörnigkeit und hohe Auflösung.

    Anderenfalls gerne bei uns anrufen und sich beraten lassen. Den XP2 als SW Film fürs Einfache empfehle ich ebenfalls. Aus dem Großlabor fallen die Scans jedoch oft Grün- (schlecht) oder Sepiastichtig (besser) aus. Wir liefern SW Filme stets in reinen Graustufen Dateien.

    Beste Grüße
    Jörg Bergs

  8. 4 Benutzer sagen "Danke", jbergs :


  9. #5
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    Zitat Zitat von jbergs Beitrag anzeigen
    Wir bei MeinFilmLab entwickeln mit Moersch Photochemie, das steht auch wo auf der Seite.
    Danke für die Information. Ich bezog mich auf diese drei Anbieter:

    Foto Brell, Bonn:
    https://fotobrell.com/filialen/bonn/

    Film Speed Lab, Berlin:
    https://filmspeedlab.com/

    On Film Lab, Frankfurt am Main:
    https://onfilmlab.de

    Aber eine Frage sei erlaubt: Wenn ich Ihnen einen beliebigen SW-Film zur Entwicklung schicke, wählen Sie dann eine spezifische Entwicklung aus? Oder kommt ein Standardprozess zur Anwendung?

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  11. #6
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Danke für die Information.
    Aber eine Frage sei erlaubt: Wenn ich Ihnen einen beliebigen SW-Film zur Entwicklung schicke, wählen Sie dann eine spezifische Entwicklung aus? Oder kommt ein Standardprozess zur Anwendung?
    Einen Standardprozess gibt es bei uns nicht. Wir wählen die Chemie mit unserer eigens ausgetesteten Zeitbombination aus, die passend für den jeweiligen Film ist.

    Viele Grüße
    Jörg Bergs

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", jbergs :


  13. #7
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    Das ist ja dann Standard.

  14. Folgender Benutzer sagt "Danke", Unschärfe :


  15. #8
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    Nein. Standard wäre ein Prozess für alle SW-Filme. Hier bekommt jeder Film seine spezielle Entwicklung.

  16. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  17. #9
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    Zitat Zitat von schlicksbier Beitrag anzeigen
    Standentwicklung, Kippentwicklung, Rotationsentwicklung - da kann man vielerlei Meinungen sein und meist gibt es für alle Bereiche Für- und Wider-Argumente. Wenn hier jetzt aber jemand behaupten will, dass es quasi egal ist, in was für einer Chemie und wie lange man einen s/w-Film entwickelt und deswegen im Großlabor ja einfach alles in eine Suppe kann, dann stehen mir die Haare zu Berge. Natürlich kann man alles ne Stunde in Rodinal stehen lassen und man bekommt irgendwas raus und rettet das dann irgendwie im Scan, aber das kann doch nicht die Zielsetzung sein. Es macht für das Ergebnis schon einen deutlichen Unterschied, mit was ich welchen Film für welche Zwecke entwickle. Ich kann aus einem Tri-X eine Kornwüste machen, ich kann ihn aber auch ganz zahm haben. Habe ich irgendwelche stark silberhaltigen Filme wie von Ferrania, hochempfindliche Filme von Adox, Dokumentenfilme wie den Agfa Copex Rapid oder Zicken wie den RetroPan von Foma, dann kann die Wahl des richtiges Entwicklers und der Zeit ganz erhebliche Unterschiede machen.
    Wir reden momentan WIMRE über AgfaPhoto APX 400 aus dem Drogeriemarkt bzw. Versandhandel, also "Mainstream und nicht über Exoten und Schrott.

    Zitat Zitat von schlicksbier Beitrag anzeigen
    Aber selbst wenn man (wie die meisten) nur mit einem Standardentwickler unterwegs ist (weil man z.B. eh nur die 08/15 Filme von Foma o.ä. durchnudelt), gilt es doch noch immer die Zeiten anzupassen. Oder sind die Gründe, die z.B. zu https://www.digitaltruth.com/devchart.php geführt haben auch nur reiner Voodoo?

    ....
    "Voodoo" wäre noch zu sehr beschönigend. Es müßte schon mehr in Richtung "Fäkalsprache" oder "autoerotischer Unfall" gehen.

    Die "Fachleute", die sich da verewigen könnten gerne mehr über das angstrebte beta bzw. Gamma erzählen. Soll die angegebene Zeit für 0,5, 0,55 oder 0,7 sein (für Kondensor/Diffusor Vergrößerer) oder für einen Scanner welcher Art? Die Entwicklerhersteller haben das früher[tm] soweit ich mich erinnern kann stets angegeben - wenn ich mich mit einer devchart im www ÜBER die Angaben der Hersteller auf deren Beipackzettel stellen möchte, dann sollte ich das beta / Gamma mal erwähnen, denn sonst muß man die Tabelle auf sehr flauschigem Papier ausdrucken, damit die zu etwas gut sein kann. Also WENN ich meine, daß eine "Universalentwicklung" für meinen Film nicht gut genug ist jedenfalls.

  18. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


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