Hallo zusammen, bei mir hat seit einiger Zeit ein Sigma Art 1.4/105mm Einzug gehalten. Dieses ist für Canon EOS mit dem EF-Bajonett ausgestattet und wird bei mir mit dem Fringer EF-GFX Pro mit der Fuji verbunden. Durch den Crop-Faktor von 0,79 sollte das Sigma 105er am Sensor der GFX einer Bildwirkung von ca. 83mm am Kleinbild entsprechen, also einer klassischen Portraitbrennweite. Mit der enormen Lichtstärke von 1,4 sollte sich überdies eine gute Freistellung, sogar noch auf mittlere Distanzen realisieren lassen. Die Frage ist: Wie schlägt sich das Sigma an der Sensorgröße, für die es gar nicht gerechnet wurde? Geht das gut oder braucht es doch das quasi doppelt so teure GF 2/110mm als lichtstarke AF-Portraitlinse?
Zunächst einmal die Kombi GFX 100 mit dem Sigma 1.4/105mm. Eine ordentliche Kurzhantel, die so wie hier abgebildet 3,6 kg auf die Waage bringt. Das Sigma Art 1.4/105mm hat 17 Linsen in 12 Gruppen, darunter drei so genannte FLD- und zwei SLD-Linsen, sowie eine Asphäre.
Sigma-Fuji-1.jpg
Sigma-Fuji-2.jpg
Hier einige Bildbeispiele. Vorausschicken muss ich, dass der Fringer Adapter einige Korrekturparameter (auch Vignette) an die Kamera sendet, die in die ooc-jpgs eingeflossen sind. Bei den bearbeiteten Bildern füge ich gerne eine leichte Vignette hinzu, so dass auch hier keine Referenz möglich ist. Beurteilen kann man aber sicherlich die mögliche Abbildungsqualität.
Zuerst ein paar Bilder bei Offenblende F/1.4, bearbeitet:
crop:
F/1.4, ooc
crop:
Mir ging es bei dem Sigma auch darum, ein AF-Objektiv für die Studioarbeit zu haben. Dank Augen-AF der Fuji braucht die gesamte Fototechnik immer weniger Aufmerksamkeit, die ich stattdessen für die Kommunikation mit dem Modell verwenden kann. Soweit der Plan… leider ist die Sache mit dem Augen-AF oft zu unsicher, aber das ist ein anderes Thema. Bildbeispiel, jetzt abgeblendet auf F/11, bearbeitet:
crop:
Zum Schluss noch ein Schuss in die Ferne mit F/5,6, ooc:
crop Zentrum:
crop Ecke:
Mein Fazit: Zwar ein schweres Trum, was ich wohl nicht mal eben zufällig in der Fototasche finde. Die Bildergebnisse sind aber à la bonheur, auch am großen Sensor der GFX. Ein leichter Swirl kann bei Offenblende je nach Vorder-/Hintergrundabstand gesichtet werden, den ich als Charakter dieser ansonsten über alle von mir genutzten Blenden tadellos abbildenden Optik bezeichnen würde. Der AF-Leistung am Fringer Adapter ist ebenfalls sehr gut, schnell und präzise. Das einmal vorhanden gewesene "haben wollen" für das GF 2/110mm hat sich für mich bis auf Weiteres erledigt.
LG
Heino


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