Moin,
hier ein Update zum Kleinspecht. Nachdem sich Pfingsten noch keine Jungvögel am Flugloch zeigten, habe ich jetzt am Sonntag noch mal eine Zeit angesessen. Und tatsächlich machten die Jungen nun vernehmlich nach Futter zeternd auf sich aufmerksam. Aus dem Loch guckten sie jedoch selten mehr als mit einem Auge. Weiter heraus ging es während meines mehrstündigen Ansitzes nur zwei oder dreimal, zum „Nachfassen“ oder ich würde sagen zum „Nachhacken“ auf den Altvogel, nachdem dieser den Schnabelinhalt verfüttert hatte. Die Jungspechte können ja den Hals nicht voll genug bekommen. Altvogel wollte ich da nicht sein… bei so manchen Bunt- und Mittelspechten mit entsprechend kräftig gewordenen Jungen habe ich oft blutige Ränder um den Schnabel gesehen.
Leider war der AF mit dem plötzlichen herausschnellen des Jungen aus der Höhle und dessen genau so schnellen Rückzug hoffnungslos überfordert. Die 1/800s, bei der ich trotzdem noch leichte Bewegungsunschärfe habe, dokumentiert dessen Geschwindigkeit. So konnte ich nur manuell Vorfokussieren und hoffen… einmal hat es geklappt, nur wollte das Sonnenlicht durch das Blätterdach neben dem Jungtier nicht auch noch den Altvogel beleuchten. Tja, man kann nicht alles haben, so ist es mit Naturaufnahmen. Ich bin trotzdem zufrieden. Ein schönes Bild vom Männchen im natürlichen Spotlicht gab es aber auch noch.
GFX 100 mit Sigma 4/500mm + Canon EF 2x, F/11, 1/800, ISO 1250, MF, ooc, crop, verkleinert
GFX 100 mit Canon 4/600mm IS, F/8, 1/500, ISO 1000, AF-C, ooc, crop, verkleinert
LG
Heino