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Thema: Analoge Kleinbild-Spielereien

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer
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    Zitat Zitat von Bergteufel Beitrag anzeigen
    ...warum armer Film? hätte ich ihn nicht kauft und veredelt, wäre er höchstwahrscheinlich in der Tonne gelandet. Somit erstrahlt der Film doch noch.
    VG
    Dirk
    Ich argwöhne, ohne die "Veredelung" wäre es nicht schlechter geworden. Den Teil mit der "Veredeleung" hast Du ja nicht gesteuert, in einem EBV Programm (oder im Naßlabor) hätte man das wenigstens steuern können.

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jan Böttcher :


  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Bergteufel
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    Auwei, hätte ich das man bloß gelassen hier.

  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von gorvah
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    Aufgabe von Kunst heute ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.
    Theodor W. Adorno


    Irgendwo hab ich diese Filme auch schon so präpariert zum Erwerb gesehen.

    Gruß
    Gorvah

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", gorvah :


  6. #4
    Spitzenkommentierer Avatar von joeweng
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    Zitat Zitat von Bergteufel Beitrag anzeigen
    Auwei, hätte ich das man bloß gelassen hier.
    Moin,
    also ich habe deinen Beitrag mit wohlwollendem Interesse gelesen. Ich würde deinen Versuch jetzt nicht persönlich nachmachen, aber auch das ist ein Erkenntnisgewinn, den ich sehr schätze.
    Wenn andere Meinungen hier vorgetragen werden, so halten wir das doch gut aus. Ob man auf digitalem Weg zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen wäre, lässt sich doch gut diskutieren und ausprobieren.

    LG Jörn
    Geändert von joeweng (03.01.2024 um 22:34 Uhr)
    Digital und Analog unterwegs...

  7. Folgender Benutzer sagt "Danke", joeweng :


  8. #5
    Spitzenkommentierer
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    Zitat Zitat von Bergteufel Beitrag anzeigen
    Auwei, hätte ich das man bloß gelassen hier.
    Der/die/das Nächste findet es toll und wir reden trotz unterschiedlichster Meinungen darüber in Zimmerlautstärke (und geben uns deswegen keine Tiernamen oder so) - was könnt' schöner sein?

  9. 4 Benutzer sagen "Danke", Jan Böttcher :


  10. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von Bergteufel
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    Eigentlich ist es ja nur, wie dieser Faden ja auch heißt, eine Spielerei. Nur manchmal gehe ich mit zu viel Ernst an solche Projekte ran. Entweder es geht in die Buxe und zurück auf Start, oder es klappt und die Freude ist groß. Die gnadenlosesten Kritiker habe ich in der eigenen Familie. Somit bin ich einiges gewohnt. Die Kommentare zu den Bildern gehen somit völlig in Ordnung. Frische Filme, oder Gebrauchte deren Herkunft ich kenne, würde ich auch nicht nehmen. Aber Filme zweifelhafter Herkunft sind für mich Okay. Gerade der Zufall und die fehlende Möglichkeit das Ergebnis zu steuern machen diese Spielerei für mich so attraktiv. Nur schade das ich Farbnegative nicht selber entwickle. Vielleicht drehe ich irgendwann völlig durch und fange damit auch noch an.
    Viele Grüße
    Dirk

  11. 3 Benutzer sagen "Danke", Bergteufel :


  12. #7
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    Tja, Dirk.
    Wir man dann selbst sein größter Kritiker, ists auch schnell mit der Spielerei vorbei :-)


    Ich hoffe, Euch weiterhin mit etwas größeren Filmformaten behelligen zu dürfen - es ist dort des ernsthaften Spielens keine Ende, und KB kommt bei mir kaum noch zum Zuge.
    Analog aber sehr wohl, ebenso die Lust auf Neues.

    Hier mal ein Papier-Negativ; es ist normales Fotopapier, allerdings diesmal PE, kein Baryt.
    Baryt hat Struktur, und die würde beim Umkopieren zum Positiv (Kontaktabzug) dann eben auch im Positiv sichtbar werden.

    Neg.jpg

    Wegen der orthochromatischen Eigenschaften des Papieres - Rot wird nicht erkannt - sind mir die (dunkelbraunen) Flaschen im Negativ offenbar weiß geblieben; ich habe sie also mit Kugelschreiberkritzeleienn "maskiert", und in anderen Bereichen wollte ich gleich mal das dodgen/abhalten (maskieren) mit gelblicher Farbe versuchen.
    Kreativ wurde es spätestens mit dem Abkratzen von Emulsion
    So sieht dann das fertige Positiv, entstanden durch Belichtung des Sandwiches Negativ/Positiv aus:

    Eder Art.jpg


    Gut zu sehen, wie die Krakelei auf den Flaschen nun für Zeichnung in den schwarzen Flaschen sorgt; auch der Rest meines Rumgezischeles und Gekratzes sorgt deutlich für künstlerischen Mehrwert :-)

    Eine abschließende Tonung im Sepiatoner (welcher eine Wegbleichung des Bildes vorangeht; das Bild wird anschließend im Toner zurückentwickelt) um dem Ganzen einen Zeit-Transfer Richtung "seinerzeit" überzuhelfen - das macht sich letztlich auch wirklich gut an der Wand:

    Eder Ton.jpg

  13. 8 Benutzer sagen "Danke", Unschärfe :


  14. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von Bergteufel
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    ...stimmt, ein feiner silberfarbener Rahmen würden das Werk perfekt abrunden. Top!

  15. 3 Benutzer sagen "Danke", Bergteufel :


  16. #9
    Fleissiger Poster
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    Im letzten Jahr hatte ich meine Spielwiese vergrößert, und bin ins Bromöldruckverfahren eingestiegen.

    Bei mir fängt das mit dem Beschichten eines ausgesuchten und schweren Büttenpapieres an; das heißt, ich trage da flüssige Foto-Emulsion, also silberhaltige Gelatine auf.
    Hierauf wird ein Bild aufbelichtet, mit dem Vergrößerer in diesem Fall,und fertig entwickelt/fixiert.

    Dieses Bild wird dann in spezieller Chemie restlos weggebleicht.
    Die Chemie härtet dabei die Emulsion, und zwar abhängig von den Dichten.
    Wird dieses "leere" Blatt dann für 15min in Wasser gelegt, quillt die Emulsion reliefartig auf - das Ergebnis entspricht einer Tiefdruckplatte, Erhöhungen und Senkungen, abhängig von Licht und Schatten hier.

    Jetzt kanns losgehen:
    Mit einem Werkzeug wie Pinsel, tupfend, oder auch mal mit Rolle, wird sehr steife Druckerfarbe aufgetragen und dieserart das Bild aus dem Nichts aufgebaut.

    Das Prinzip dahinter kommt vom Drucken - Wasser nimmt kein Fett an, wohingegen nicht aufgequollene Gelatine kein Wasser enthält und Farbe sehr gut annimmt.

    Die Tonwertkontrolle ist dabei nahezu grenzenlos, da sogar Tage später noch weitere Farbe aufgetragen, oder auch Farbe wieder abgenommen werden kann.
    Farbe geht übrigens auch.


    Im 1. Versuch war ich zu grob, das Papier ging kaputt, und die Farbe löste sich stellenweise:

    Brom3.JPG



    Auf einer schwarzen Holzplatte fixiertes Bild, siehe fehlerentfernende Schnittkante.
    Hier zeigt sich ansatzweise, warum man die Qualen und die Zeit auf sich nimmt; es ist die leicht körnige Anmutung, die einem beim fertigen Bild den Atem rauben kann, so schön wird das:

    Brom2.JPG



    Rechts ist ein Referenzbild zu sehen, nach dem ich gearbeitet hatte; es ermöglichte mir eine bessere Einschätzung wo ich wieviel Licht, Mitten oder Schatten setzen würde.
    Das defekte, aber halbwegs fertige Bild - ich traute mich nicht, das Papier weiter zu mißhandeln - ist beim Abknipsen etwas zu dunkel geraten, zeigt aber gerade auch die mögliche Kontrolle über Tonwerte und Details.
    Ich konnte eine unglaubliche Tiefe in die Blüten zaubern, habe Ebenjene in den Betrachtungsfokus gelegt, hätte den Kontrast andererseits verbessern können - da geht einfach alles!

    Brom.JPG

    Dem Bromölen werde ich mich in diesem Jahr ausgiebiger widmen.
    Interessant dürfte für Euch sein, daß auch dieses Verfahren mit einem digitalisierten Negativ, oder direkt mit der Digikamera angewendet kann, über ein Internegativ beliebiger Größe auf transparenter Folie, und im Kontaktverfahren dann.


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