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Thema: Analoge Kleinbild-Spielereien

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zitat Zitat von han77 Beitrag anzeigen
    Ich hatte letztes Jahr ein APX400 Film in einer Drogerie gekauft und wollte den Film im Winter in einer AE-1 Programm testen. Irgendwie hatte ich mich mit Film-Kamera-Kombination schwer getan. Wenn das Wetter trüb ist, dann hatte ich nicht unbedingt Lust die Kamera mitzunehmen. Wenn die Sonne scheint, dann sind ISO 400 zu viel

    Nun war der Film endlich voll. Entwickelt habe ich in Paranol S, 1+67, 17°, 35 min, sanfte Rotation jede Minute. Das war ein Versuch "sanfter" zu entwickeln um weniger Korn zu erhalten.

    Die Ergebnisse sind trotzdem sehr körnig und haben mich ein wenig enttäuscht. Ich denke, wenn man Retro-Ergebnisse benötigt, kann man den Film ganz gut gebrauchen. Aber vielleicht sind auch bessere Ergebnisse durch andere Entwickler zu erreichen.


    Hallo Fotofreund,

    bitte versteh mich nicht falsch - mit deinen Leipzig-Bildern ist es dir gut gelungen die Tristesse der Stadt, die in den 80-er Jahren dort geherrscht hat, treffend "nachzufotografieren".
    Ich war in den 80-er Jahren jedes Jahr zur Messestandsbetreuung im Frühjahr anwesend (großer optischer Betrieb aus Jena) und deine Bilder haben in mir sofort wieder so ein "mulmiges Gefühl" erzeugt!! Ich habe Leipzig zu der Zeit gehaßt.

    Jetzt finde ich Leipzig toll, auch weil meine Tochter mit Familie dort wohnt.

    Fazit: Dein "Retro-Fotostreifzug" ist sehr authentisch!!

    Gruß Jürgen

  2. 4 Benutzer sagen "Danke", JKoch51 :


  3. #2
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    Zitat Zitat von JKoch51 Beitrag anzeigen
    bitte versteh mich nicht falsch - mit deinen Leipzig-Bildern ist es dir gut gelungen die Tristesse der Stadt, die in den 80-er Jahren dort geherrscht hat, treffend "nachzufotografieren".
    Ich war in den 80-er Jahren jedes Jahr zur Messestandsbetreuung im Frühjahr anwesend (großer optischer Betrieb aus Jena) und deine Bilder haben in mir sofort wieder so ein "mulmiges Gefühl" erzeugt!! Ich habe Leipzig zu der Zeit gehaßt.
    Hallo Jürgen,

    vielen Dank! Es freut mich, dass meine Bilder die triste Stimmung wiedergeben. Diese war oft tatsächlich wetterbedingt ziemlich grau. Gleichzeitig tut es mir leid das "mulmige Gefühl" ausgelöst zu haben.

    Leipzig ist eine tolle Stadt, die sich super entwickelt hat. Ich versuche meine nächste Leipziger Bilder-Reihe ein wenig fröhlicher zu gestalten, versprochen.

    VG
    Han

  4. #3
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    Zur Stimmung in Leipzig 1991 kann ich etwas berichten. Wie schon geschrieben, gab es eine Reise von Frankfurt/Main nach Leipzig mit dem Orchester und ein Konzert am 2. Mai 1991 im Grossen Saal des Neuen Gewandhauses. Ich habe eben die alten Unterlagen herausgekramt. Wir haben Strawinsky, von Weber und Brahms gespielt. Ich war bei der Familie eines Laienmusikers privat untergebracht, etwas ausserhalb und die Reise mit der Strassenbahn jeden Tag war spannend. Der Weg zum Haus der Familie war ungeteert, also voller Schlaglöcher, Schlamm und Pfützen, die Fahrt nach Leipzig ging an Gebäuden vorbei, wo noch Einschusslöcher aus dem Krieg zu sehen waren. In Leipzig selber wurde viel gebaut und renoviert.

    Ein Bild der Kontrabass-Ecke habe ich gerade mit dem Handy eingescannt. Links bin ich in meiner Jugend zu sehen:

    leipzig.jpg

  5. 7 Benutzer sagen "Danke", Bessamatic :


  6. #4
    Fleissiger Poster Avatar von mk67ExaktaVarex
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    Zitat Zitat von JKoch51 Beitrag anzeigen
    Jetzt finde ich Leipzig toll, auch weil meine Tochter mit Familie dort wohnt.


    ... ein dringender (Foto-)Reisetip für Leute, die die Stadt noch nicht kennen: Höchste Zeit . Gerade Architektur: Was hier im Westen in den 60er Jahren ohne Hirn und Verstand abgerissen wurde (und teilweise immer noch abgerissen wird - aber ich nenne keine Städtenamen), um nichtssagende Billigarchitektur hinzusetzen, das stand in Leipzig in vielen Fällen noch und wurde aufgearbeitet. Man kann sehen, wie sehr die Stadt vor 120 Jahren, als diese vielen Häuser und Viertel entstanden, ökonomisch geblüht hat: Wer so baute, der mußte wohl richtig Schotter auf den Tisch legen.

    Ich habe von 1999 bis 2010 dort gelebt, war wegen Covid seit 2018 nicht mehr dort gewesen und jetzt im April endlich wieder: Allein in diesen fünf Jahren hat die Stadt noch mal einen Sprung gemacht - die Atmosphäre vermittelte Lebendigkeit und Lebensqualität.

    Leipzig war schon vor 15, 20 Jahren klasse, aber jetzt im Frühling schien es mir ein echter Wohlfühl-Ort geworden zu sein .

    Michael

  7. 3 Benutzer sagen "Danke", mk67ExaktaVarex :


  8. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
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    Standard Minolta 600si Classic Kodak Ultramax 400

    Nachdem ich hier im Forum laut drüber nachgedacht habe, mich von so ziemlich allem Minolta AF Equipment zu trennen, weil ich es adaptiert nicht mehr nutze (außer dem AF Macro 2.8/100mm und gelegentlich dem Sigma APO Tele Macro 4/300mm) hat Dieter (ulganapi) mir seine Minolta Dynax 600si Classic geliehen. Um die Dynax 600si Classic bin ich schon länger rumgeschlichen, konnte mich trotz des niedrigen Preises aber nie dazu durchringen, eine zu kaufen.
    Meine Frau hat eine funktionierende Minolta Dynax 505si, doch ich hab mich nie überwinden können, dieses Scheusal von einer Kamera aus billigstem sektfarbenen Plastik auch nur anzufassen.

    Erster Eindruck von der Dynax 600si Classic: Sie ist groß, sie ist hässlich, sie ist aus genauso billigem Plastik wie die Kamera meiner Frau, nur schwarz, sie hat jede Menge komischer Bedienelemente, die "klassisch" sein sollen, mich aber nur verwirren. Minolta hat mit der XD-7, die (für mich) von der Bedienung her perfekte SLR gebaut, aber mit den AF-Bodies war alles vergessen. Was haben sie sich dabei nur gedacht? Nikon hat das so viel besser gemacht.

    Zweiter Eindruck: Ich seh' nichts durch den Sucher, alles wirkt unscharf, der Sucher ist im Vergleich zur Minolta SRT-101, XD-7 oder X-700 klein und unscharf. Liegt vielleicht an meiner Brille.

    Hilft alles nichts, eine Kamera, die einem ein Forums-Kollege netterweise geliehen hat, muss ausprobiert werden, also eine Rolle Kodak Ultramax 400 rein und los in das trostlose verregnete Frühjahr 2023. Entstanden sind praktisch nur Bilder im Nahbereich mit dem Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm und dem Minolta AF Macro 2.8/100mm, teilweise manuell fokussiert.

    Ich hab mit ganz viel Fehlfokus gerechnet, weil ich in dem Sucher nie gesehen habe, wo die Schärfe liegt, aber es ist viel weniger schlimm als erwartet. Teilweise sitzt der Fokus richtig gut.

    Die Bilder, ganz gewöhnlich bei DM entwickeln lassen und die Negative mit meinem alten Nikon Coolscan LS-40 gescannt, sehen allerdings gut aus. Ziemlich gut sogar. Der Plastikbomber belichtet echt gut. Die Negative lassen sich klasse scannen. Das hatte ich mir schon gedacht, aber jetzt frage ich mich doch, ob ich mein Minolta AF-Zeug behalte und mich nach einer Minolta Dynax 800si (notfalls 700si ohne gebrochenes Gehäuse) umsehe. Eine 600si Classic will ich sicher nicht. Die Frage ist bloß, will ich mit sowas rumlaufen ? Macht das Spaß ? Allein das widerliche Geräusch des Winders...

    Jetzt aber ein paar Bilder und da mache ich meinem Ruf als "Blümchen-Fotograf" wieder alle Ehre.

    #1 Primeln im Garten - Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm
    2023-06-25-0002.jpg

    #2 Kirschpflaume - Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm
    2023-06-25-0004.jpg

    #3 Blutpflaume - Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm
    2023-06-25-0005.jpg

    #4 Apfelblüte - Minolta AF Macro 2.8/100mm
    2023-06-25-0007.jpg

    #5 Unsere beiden Kaninchen-Damen Chia (weiß und klein) und Fuchsi (fuchsfarben und größer), ausnahmsweise mal einträchtig nebeneinander. Normalerweise verjagt die Große die Kleinere - Objektiv ?
    2023-06-26-0002.jpg

    #6 Schnecke in der Zierquitte - Minolta AF Macro 2.8/100mm
    2023-06-26-0004.jpg

    #7 Hainbuchenblätter, an dem Bild wäre ich fast verzweifelt, weil ich nicht sehen konnte, wo die Schärfe liegt. Hab aber richtig geraten - Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm
    2023-06-26-0005.jpg

    #8 Soldatenfriedhof am Südfriedhof - Minolta AF 3.5-4.5/35-105mm, Belichtung ist hier einfach gut, war sehr dunkel im Vordergrund, schon früher Abend im Wald
    2023-06-26-0008.jpg

    Erstmal ganz vielen Dank an Dieter für Leihen. Ich schicke Dir die Kamera demnächst zurück. Jetzt weiß ich schon mal, welchen Minolta AF Body ich nicht will.

    Die Frage ist wirklich, ob ich Minolta AF als System behalte. Ich kann damit einfach zu sehr schönen Ergebnissen kommen, finde die Kameras aber optisch, haptisch und von der Bedienung her schrecklich. Aber wenn ich meine Minolta AF Objektive zu den jetzigen Tiefstpreisen verschleudere, ärgere ich mich wahrscheinlich irgendwann...

    Gruß Matthias

  9. 11 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  10. #6
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    Also die Bilder mit Film und besonders auch der Scan sind dir richtig gut gelungen! wenn du das nicht erläutert hättest, dann hätte ich es im Bild nicht gesehen. Man sieht was man da so machen kann und Bilder von Blümchen und den Vierbeinern begeistern mich immer!

    VG Ulrich

  11. 3 Benutzer sagen "Danke", CanRoda :


  12. #7
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    Matthias , mit welcher Software hast du die Farbnegative konvertiert und bearbeitet?
    Gruß,

    Andreas

  13. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von Hias
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    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Matthias , mit welcher Software hast du die Farbnegative konvertiert und bearbeitet?
    Mit Vuescan und zwar mit den absoluten Standardeinstellungen, also Scan in .jpg mit der Generic Color Negative Einstellung. Ich hab mit Vuescan schon eine Menge rumprobiert, auch Raw-Scans gemacht, Farbprofile zum Dia-Scannen verwendet etc., die verschiedenen hinterlegten Film-Profile ausprobiert. Aber hier hatte ich Vuescan nach einer Neuinstallation (nach System Upgrade auf Debian 12) gerade auf den Standardeinstellungen, hab einen Testscan gemacht und es hat klasse ausgesehen. Die Negative sind wirklich gut, obwohl billig bei dm entwickelt. Ich denke, das ist schon das Verdienst der offenbar sehr guten Belichtungsmessung der Minolta Dynax 600si.

    Gruß Matthias

  14. 2 Benutzer sagen "Danke", Hias :


  15. #9
    Spitzenkommentierer
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    Zitat Zitat von Hias Beitrag anzeigen
    Mit Vuescan und zwar mit den absoluten Standardeinstellungen, also Scan in .jpg mit der Generic Color Negative Einstellung. Ich hab mit Vuescan schon eine Menge rumprobiert, auch Raw-Scans gemacht, Farbprofile zum Dia-Scannen verwendet etc., die verschiedenen hinterlegten Film-Profile ausprobiert. Aber hier hatte ich Vuescan nach einer Neuinstallation (nach System Upgrade auf Debian 12) gerade auf den Standardeinstellungen, hab einen Testscan gemacht und es hat klasse ausgesehen. Die Negative sind wirklich gut, obwohl billig bei dm entwickelt. Ich denke, das ist schon das Verdienst der offenbar sehr guten Belichtungsmessung der Minolta Dynax 600si.

    Gruß Matthias
    Exzellent - ich habe eine solche Qualität in VueScan nicht erreicht, trotz eingehender Beschäftigung mit den verschiedenen Einstellungen zur Tonwertekonvertierung.

    An besten klappt es bei mir noch mit Autolevels in den Farbeinstellungen.

    Nutze es so für den Streifenscan Archiv und zur Vorbereitung (Raw) Umwandlung in Negative Lab Pro

    https://www.negativelabpro.com/


    Danach noch Optimierung in Photoshop.
    Gruß,

    Andreas

  16. 3 Benutzer sagen "Danke", Ando :


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