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Thema: Canon T90: Defektes Display getauscht

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    Moin,

    ja, Heißluft in Verbindung mit einer feinen Pinzette hilft bei passiven Bauelementen, vielfüßige Sachen mit SMD-Lötspitze (also ultrafein), Litze und Stecknadel, der Lötkolben muß heiß genug werden, 450°C oder sowas, damit er den Lötpunkt blitzschnell aufschmilzt, die Lötpads vertragen das besser als langsames rumgebrate. Es braucht Übung und Geschick dafür und geht auch nur bis zu einem gewissen Integrationsgrad, irgendwann werden die Beinchen so fein dass es schwierig wird. Bei den IC's, bei denen man nur das Gehäuse sieht weil die Lötpads darunter sind ist es natürlich ganz schwierig, da hilft nur Wärme und das Wiederauflöten des Ersatzteils wird noch schwieriger, da erst der Lötkleber aufgebracht werden muss und dann das Bauteil auch noch passgenau aufgesetzt werden sollte...

    CS
    Jörg

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", Optikus64 :


  3. #2
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    Die Toshiba-IC, die auf den Fotos zu sehen sind - also Tausendfüßler - würde ich nicht angehen, das ist mir bereits zu fein.

    Aber wer weiß, was mir noch einfällt

    Abgesehen davon hätte ich gar keine Möglichkeit, die integrierte Elektronik in der T90 zu überprüfen. Grad einmal die Spannungsversorgung, aber dann ist schon Ebbe.

    Im Repair Manual gibt es auch keine weiteren Infos zur Schaltung.
    Gruß,

    Andreas

  4. #3
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    Als Löter kann man sich immer verbessern, aber ich denke, Funktion geht vor Form.

    Wichtig ist, dass die Lötstelle hält.

    Ob sie jetzt formvollendet ist, ist eigentlich nebensächlich, ich bin froh, wenn es unter den manchmal angetroffenen widrigen Verhältnissen (beschädigte Pads, wenig Platz, unwillige Kabel etc.) überhaupt klappt.

    Dass eine gute Lötstelle immer auch eine schöne Lötstelle ist, weiß ich.

    Aber es reicht auch halbschön, damit es wieder läuft - sicher auch noch in den nächsten vielen Jahren ;-)
    Gruß,

    Andreas

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  6. #4
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    Das fehlerhafte Display schaue ich mir noch an.

    Es sitzt auf einer Platine und ist als Einheit verbaut.

    Vielleicht lassen sich Rückschlüsse auf den Fehler ziehen.

    Ich vermute auf der Platine mindestens einen Chip, der das LCD ansteuert.

    Im Repair Manual ist der Aufbau beschrieben.
    Gruß,

    Andreas

  7. #5
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    Standard Canon T90: defektes Display untersucht

    Ich habe mir heute das defekte Display, das ich in der T90 gegen ein funktionierendes getauscht hatte, im Detail angesehen.

    Eventuell hätte sich ein Anhaltspunkt für die Fehlanzeige feststellen lassen.

    Dass sich der Fehler in der Displayeinheit und nicht in einem anderen Bereich der Kameraelektronik befinden musste, zeigte der erfolgreiche Tausch der Einheit.


    Name:  Disp_2.jpg
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Größe:  278,1 KB

    Die Bestandteile der mit Klammern und elastischem Kleber/Gummi befestigten Einheit.


    Name:  Disp_3.jpg
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    Name:  Disp_6.jpg
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    Name:  Disp_4.jpg
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Größe:  271,0 KB

    Das LCD ist über eine Platine mit IC gesetzt.

    Der Bereich um den IC sieht fehlerfrei aus. Von der Unterseite löste ich beim Austausch der Displayeinheit den Anschluss zur flexiblen Leiterplatine ab, daher die Entlötspuren.


    Name:  Disp_7.jpg
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    Name:  Disp_5.jpg
Hits: 70
Größe:  245,0 KB

    Das Display das über zwei Leitgummistreifen mit der Platine verbunden ist.

    Auch hier kann ich unter der Lupe nichts Auffälliges entdecken.


    Fazit

    Zwei Komponenten kommen für die Fehlfunktion in Betracht:

    1. der IC
    2. die Leitgummistreifen


    Der IC könnte nur gegen einen aus einer aufgegebenen T90 getauscht werden. Sehr heikle Lötarbeit, da viele kleine Pins.

    Die Leitgummistreifen könnten mit Isoprophylalkohol gereinigt werden.

    Anschließend Montage der Einheit, Einbauen in die T90 und Test.

    Ich denke, es ist einfacher, die komplette Einheit zu tauschen.
    Gruß,

    Andreas

  8. #6
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    Standard Sondenspitzen trimmen

    Bei dieser Gelegenheit schärfte ich die schon weich gewordenen und verbogenen Spitzen meiner Sonden mit dem Dremel Stylo nach.

    Die Sonden waren sehr hilfreich beim Trennen der einzelnen Komponenten.

    Name:  Disp_1.jpg
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Größe:  304,3 KB


    Wichtig dabei sind eine gute Fixierung im Schraubstock und dass sich der Schleifstein von der Spitze der Sonde wegdreht. Andernfalls prallt der Schleifstein von der Spitze ab.

    Schutzbrille ist obligat bei solchen Tätigkeiten.
    Geändert von Ando (12.03.2023 um 16:38 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  9. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  10. #7
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen
    Moin,

    ja, Heißluft in Verbindung mit einer feinen Pinzette hilft …
    Das trifft sich gut, denn unlängst habe ich aufgerüstet:

    „Steinel Heißluftgebläse HL 2020 E“

    https://www.steinel.de/index.php?cl=...18f5fbb039b0ea


    Dazu ein Set mit Aufsätzen zur Steuerung des Heißluftstromes.

    Beschafft habe ich das Geschütz zum Trocknen gewaschener Gehäuseteile. Und es lassen sich mit eigener Düse Schrumpfschläuche wunderbar anbringen.

    Damit könnte ich auch zur Kamera gehen …

    Und vielleicht muss ich ja auch einmal Kunststoff verformen oder schweißen.
    Gruß,

    Andreas

  11. #8
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    Ultraschallreiniger habe ich auch überlegt, als Alternative zu Durgol und Spülmittel.

    Aber das würde sich nur bei entsprechendem Durchsatz lohnen, den ich nicht habe.

    Das Gerät muss befüllt werden und steht dann herum.
    Gruß,

    Andreas

  12. #9
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    Wir haben uns mal so einen Ultraschallreiniger (wohl bei Tschibo) gekauft, hauptsächlich für die Brillen im Hause. Wasser rein, einen Tropfen Spülmittel, Knopf drücken, warten bis das Gerät abschaltet. Sachen entnehmen, abtrocknen. Gerät entleeren und trocknen. In OVP packen und im Keller verstauen.
    Kein grosses Ding, aber es macht die Sachen sauber.

    Ich habe es dann viel beim Restaurieren einiger Gitarren verwendet. Dort wurde alles demontiert, die Hardware (sofern es passte) im Ultraschallreiniger behandelt, der Rest eben mit Lappen etc. Elektrik gefixt, wo nötig, zusammengebaut, neue Saiten. Wunderbar.

    Im Bereich der Kameras habe ich es noch nicht verwendet, dort reichte mir i.d.R. ein Lappen und auf Demontage kann ich bei einer Kamera verzichten.

  13. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


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