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Thema: Nikon F3/T: LCD-Display ersetzt

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Die Freude über meine wiedergewonnene Schönste ist groß!

    Ich hatte keine Vorlage oder Video für die Transplantation, sondern nur das Repair Manual zur F3.

    Vielleicht ist das auch eine Premiere im DCC - ich habe dazu im Web trotz intensiver Suche nichts gefunden.

    Heute Abend knallt der Korken! :-))
    Gruß,

    Andreas

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  3. #2
    Spitzenkommentierer
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    Ich wollte der Sache mit den angeblich zerfallenden LCD der F3 auf den Grund gehen.

    Hier das defekte LCD, das Digits nicht mehr komplett und insgesamt blass zeigte:

    Name:  F3:T_17.jpg
Hits: 1327
Größe:  142,4 KB



    Es ist Korrosion/chemische Veränderung an beiden Kontaktreihen zu sehen.

    Mit Isopropylalkohol ließ sich das nicht entfernen.

    Mit der Sonde klappte es, ich habe die untere Reihe bearbeitet und es sind wieder einigermaßen saubere metallische Kontakte zu sehen.

    Dazu musste ich den LCD-Block auseinandernehmen:

    Name:  F3:T_16.jpg
Hits: 1221
Größe:  287,5 KB



    Leider habe ich keinen Vergleich mit einem einwandfreien LCD.

    Von den Kunststoffleisten lässt sich das Zeug mit Alkohol gut entfernen.


    Fazit:

    Es sind nicht die Displays, die zerfallen, sondern Korrosion an den Kontakten, die sich entfernen lässt.

    Das würde bedeuten, dass jede betroffene F3, die sonst mit dem eingebauten Belichtungsmesssystem nicht mehr zu betreiben ist, gerettet werden kann!

    Vielleicht kann ich diese These anhand einer weiteren F3 mit nachlassendem Display bestätigen.

    Also Reinigung statt Tausch
    Gruß,

    Andreas

  4. 2 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  5. #3
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    Es funktioniert also wieder? Das mit vedreckten Leitplastik-Streifen hatten wir an anderer Stelle schon mal vermutet. Glückwunsch dann.

  6. Folgender Benutzer sagt "Danke", Bessamatic :


  7. #4
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Es funktioniert also wieder? Das mit vedreckten Leitplastik-Streifen hatten wir an anderer Stelle schon mal vermutet. Glückwunsch dann.
    Genau, das war im Teufels-Thread:

    https://www.digicamclub.de/showthrea...ghlight=Teufel


    Siehe den Link auch zu Beginn dieses Threads.

    Ja, die F3/T ist wieder zu 100 Prozent fit.

    Herzlichen Dank auch für deine Hinweise, jetzt ist da Licht in die Sache gebracht!

    Es dürfte tatsächlich Korrosion sein, wie auch immer die dort entsteht.
    Gruß,

    Andreas

  8. #5
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    Wer sich - wie wohl die meisten F3-Besitzer - über die flackernde oder nicht mehr funktionierende LCD-Beleuchtung ärgert, die über den kleinen roten Knopf aktiviert wird:

    Es sind Kontaktprobleme, bedingt durch Verschmutzung.

    Die kann recht einfach entfernt werden. Den Weg dorthin s. oben im Beitrag.

    Die beiden Bauteile hinter dem Druckknopf sind nur eingelegt.

    Eine Reinigung mit Alkohol auf Wattestäbchen - auch der Kontakte auf der Platine dahinter - sollte das beheben


    ***

    Alle Hinweise, wie immer, selbstverständlich ohne Gewähr.
    Gruß,

    Andreas

  9. #6
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Hallo Andreas!
    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Die beiden Bauteile hinter dem Druckknopf sind nur eingelegt.
    Da wäre ich mir nur nicht sicher, dass das metallene Stück ein Piezo-Element sein soll.
    Piezoelemente haben nämlich eine permanente Konnektierung an ihren Polen (aus Metallfolie o.Ä.) und sind innerlich glasartig-durchsichtig.

    Was das verblasste LCD betrifft: Bravo! Ovarb! Vabro!
    Übrigens sind Kontaktprobleme an diesen LCD-Kontakten durchaus häufig, sie wirken sich aber nur auf ein Verblassen oder ganz unsichtbar werden von einzelnen Zeichen oder auch mal der ganzen Anzeige aus - viel schlimmer sind die schwarz gewordenen LCDs, da hilft nichts anderes als ein Austausch.
    Gruß, Michael

  10. Folgender Benutzer sagt "Danke", waldbeutler :


  11. #7
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    Zitat Zitat von waldbeutler Beitrag anzeigen
    Hallo Andreas!

    Da wäre ich mir nur nicht sicher, dass das metallene Stück ein Piezo-Element sein soll.
    Piezoelemente haben nämlich eine permanente Konnektierung an ihren Polen (aus Metallfolie o.Ä.) und sind innerlich glasartig-durchsichtig.
    Ich zitiere mich selbst, es blieb das letztes Jahr von dir unwidersprochen ;-)

    Bei dem kleinen grauen Teil, das ich wieder eingesetzt hatte, nachdem es aus der Kamera fiel, handelt es sich laut Service Manual um ein piezoelektrisches Element.

    Diese elektronischen Bauteile erzeugen eine Spannung, wenn Druck auf sie ausgeübt wird, s.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Piezoelektrizität

    So ist auch der Schalter für die Displaybeleuchtung erklärt:

    Durch Druck auf den roten Knopf wird das Bauteil gegen zwei Kontakte gequetscht. Durch den Druck entsteht eine Spannung, die ausreicht, Strom durch die beiden Kontakte fließen zu lassen, was dann in einem weiteren Schaltvorgang das verbaute Minilämpchen zum Aufleuchten bringt.

    Da die Beleuchtung nur dann eingeschaltet werden kann, wenn der Belichtungsmesser aktiviert ist - also zumindest ein Teil der Betriebsspannung an der Schaltung liegt - könnte durch das Bauteil zB ein Transistor durchgeschaltet werden, der dann den Lampenstrom fließen lässt (Transistor als Schalter, ein kleiner Basisstrom schaltet einen höheren Kollektor/Laststrom). Den Basisstrom liefert dann das Bauteil, den Laststrom die Batterie in der Kamera.

    Dazu muss es am Schaltplan etwas zu finden geben.

    Üblich ist bei der F3, dass das mehr schlecht als recht funktioniert, weil der Knopf sehr klein ist und es den richtigen Druck braucht.

    Das piezoelektrische Bauelement wäre eine Erklärung dafür. Ein druckabhängiger Schalter. Je fester man drückt, desto heller leuchtet es, bis zu einer Obergrenze.

    Da der Bereich um den roten Druckknopf nicht abgedichtet ist, kommen im Laufe der Zeit Schmutz oder Oxydation auf die beiden Kontakte. Dann hat man einen Wackelkontakt. Das würde auch erklären, warum nach und nach das Lämpchen immer unwilliger und dann ggf. gar nicht mehr strahlt.

    Reinigung: Entweder durch Abnehmen der Kunststoffleiste, dann ist der Bereich direkt zugänglich und die Kontakte können gesäubert werden. Oder durch Kontaktspray für Elektronik von außen, dort, wo der rote Schalter sitzt.

    Die erste Lösung ist wohl die elegantere und nachhaltigere

    More to be explored soon
    https://www.digicamclub.de/showthrea...ghlight=Teufel
    Gruß,

    Andreas

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  13. #8
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    Zitat Zitat von waldbeutler Beitrag anzeigen
    Übrigens sind Kontaktprobleme an diesen LCD-Kontakten durchaus häufig, sie wirken sich aber nur auf ein Verblassen oder ganz unsichtbar werden von einzelnen Zeichen oder auch mal der ganzen Anzeige aus - viel schlimmer sind die schwarz gewordenen LCDs, da hilft nichts anderes als ein Austausch.
    Ein angeschwärztes hab ich in der F3 noch nicht gesehen aber dafür leider in der F4, dort ist das mittlerweile wohl üblich.

    Glücklicherweise dürfte es nicht fortschreitend verlaufen und die LCD in meinen Exemplaren sind noch ablesbar.
    Gruß,

    Andreas

  14. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  15. #9
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Es funktioniert also wieder? Das mit vedreckten Leitplastik-Streifen hatten wir an anderer Stelle schon mal vermutet. Glückwunsch dann.
    Worum könnte es sich bei der Korrosion/Verschmutzung handeln? Bzw. was ist die Ursache?

    Einfach nur Feuchtigkeit?

    Oder reagieren Leitgummi und Träger miteinander?

    Sind auf dem LCD metallische Kontakte aufgebracht, die mit dem Leitgummi eine leitfähige Verbindung eingehen?

    Sind die Leitgummis selbstklebend oder braucht es dafür einen besonderen Kleber?


    Wenn ich mir den LCD-Block der F3 ansehe, so ist das doch eigentlich sehr übersichtlich aufgebaut.

    Alles hängt wohl an der Möglichkeit, die Kontakte zu reinigen. Dann ist das Display wieder fit.

    Warum das noch niemand (im Web) thematisiert hat, wundert mich.

    Die F3 ist noch immer weit verbreitet und die Hilferufe sind, wenn wieder ein LCD eingeht, zahlreich.

    Der Ausbau des LCD-Blocks ist unproblematisch wie sich herausgestellt hat.

    Das Zerlegen des Blocks ebenso.

    Wenn eine Reinigung gelingt, wäre das Problem gelöst - auch ohne Ersatzteile.
    Gruß,

    Andreas

  16. #10
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    Standard Projekt „Rescue“

    Sollte hier jemand eine F3 haben, deren Display nicht mehr vollständig oder nur mehr blass anzeigt, und von der er sich trennen möchte, könnte ich einen Reparaturversuch wagen.

    Ich habe den gestern ausgebauten Displayblock und noch einen zweiten, die als Reserve bereitstehen.

    Ausbau des schadhaften Displays, Begutachtung, Reinigungsversuch und Montage plus Bericht im Forum.

    Im besten Fall ist die F3 dann wieder fit, im schlechtesten Fall ohne Anzeige am Display.

    Ich würde für dieses Projekt die Kamera zum fairen Preis kaufen.

    Bitte bei Interesse um PM.
    Gruß,

    Andreas

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