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Thema: Minolta XG-M: den eitrigen Zahn gezogen (Elko ausgelötet)

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Ich frage mich, ob diese Platinen noch handbestückt wurden.
    Gruß,

    Andreas

  2. #2
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    Moin,

    das meine ich - ich denke ja.

    Das geht bei diesen SMD-Bauformen ja auch noch, da wurde dann spezielles Lot aufgebracht, ganz am Anfang mit einer speziellen Pipette (wer Platinen selbst macht kriegt das Zeug sogar heute noch), dann aufgedruckt (Siebdruck), dann wurden die Bauteile aufgesetzt, sind in dem Lot kleben geblieben, und dann wurde entweder manuell mit einer feinen Lötnadel oder mit einer Wärmequelle verlötet. Damals waren natürliche Flußmittel wie Kolophonium noch üblich, und auf den Bildern der Platinen meine ich Spuren davon zu erkennen.

    Auf jeden Fall sieht das viel unregelmäßiger aus wie moderne auf Bestückungs- und Lötautomaten hergestellte Platinen. Die Laufen durchs Lötbad oder den Ofen und brauchen auf jeden Fall Stoplack oder anderweitig aufgebrachte Schichten damit die Lötpads sauber werden.

    LG Jörg

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", Optikus64 :


  4. #3
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    Das ist halt Stand der Dinge von 1980/1981. Wozu etwas mit einem teuren Mainframe machen (Apple II gab es seit 1977, aber CAD damit wohl eher nicht), wenn man es auf Papier mit Tusche zeichnen kann. Masseflächen braucht man bei diesem Use Case eher nicht.

  5. #4
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    Moin,

    ich kenne das, weil die Elektronik für meine Studien- und Diplomarbeit genau so entstanden ist. Ich durfte damals einen Microcontroller fertig kaufen (8052AH-Basic), aber die analoge Elekronik musste selber gebaut werden. Nach x versuchen mit geklebten und geätzten Platinen bin ich dann auch Lochraster und Fädeln umgestiegen, das läuft wenn ich es richtig weiß, heute noch, zum Mond ist man ja auch gefädelt geflogen.

    Mit den heutigen Werkzeugen ist das ja ein Klacks, Schaltplan per CAD, für viele Bauteile gibt's fertige Schaltungsbibliotheken, da klackert man sich seine Grundschaltung erstmal zusammen, dann wird verfeinert. Automatische Plausibilisierung und Fehlersuche, dann ebenso automatisch entflechten, Bauteile positionieren, alles finalisieren, dass die Datei automatisch nach China zur Fertigung geht wäre alles. Selbst Prototypen und Kleinserien kriegt man heute SMD-technisch fertig bestückt. Davon konnte man damals nur träumen.

    LG
    Jörg

  6. #5
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    Handarbeit ohne Unterstützung durch Layout-Programm - und viel Gefluche dabei :-))

    Name:  Platine.JPG
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Größe:  567,4 KB



    Die Vorlage dafür kam aus dem (einfachen) Schaltungssimulator:

    Name:  Plan.png
Hits: 298
Größe:  137,4 KB



    Das war quasi mein Gesellenstück nach dem Lehrgang zur Analogen Elektronik:

    https://www.digicamclub.de/showthrea...ht=Illuminator


    (Ich wärme meine alten Beiträge auf ;-)
    Gruß,

    Andreas

  7. #6
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    OT:

    Gestern bekamen wir einen neuen Stromzähler - Smartmeter.

    Es erschien ein junger Gebäudetechniker, der mir versicherte, dass der Austausch rasch und ohne Unterbrechung der Netzspannung gehe.

    Das fand ich gut, denn ich war gerade mit Lötarbeiten an der XG-M beschäftigt.

    Ich zeigte ihm meine mobile Werkstatt in der Küche.

    Große Augen und Staunen, dass ich mich mit so etwas beschäftige, das sei die richtige Elektronik, die Grundlage …

    Ich versicherte ihm, dass die Digitale Elektronik, also sein Fach, Gegenwart und Zukunft sei. Und was ich da treibe in der Küche, sei etwas für alte Männer.

    Überzeugen konnte ich ihn nicht.

    Und die Schaltung im Smartmeter?

    Da wird ein kleiner Chip drin sein.

    Nichts zum Basteln ;-)
    Gruß,

    Andreas

  8. #7
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    Gestern Abend prüfte ich meine XG-M nochmals auf Funktion, um zu sehen, ob der Austausch der vier Elkos nachhaltig erfolgreich war.

    Nach einigen Auslösungen blieb der Spiegel oben und die LED-Anzeige im Sucher verlöschte nach Drücken des Auslösers, also das bekannte Symptom bei Kondensatorschaden.

    Habe mir einmal das Service Manual zur Kamera angesehen, dort der Hinweis, dass es selten elektronische Bauteile sind, die Probleme machen. Eher schlechte Lötverbindungen bzw. Probleme mit Schaltern/Kontakten.

    Ich habe zum Thema recherchiert und schaue mir auch die Service Manuals zur X/XG-Reihe durch.

    Sobald ich wieder am Tisch sitze, prüfe ich die Lötstellen/Umgebung der von mir eingelöteten Elkos.

    Vielleicht versuche ich auch, die ICs zu tauschen, hab eine XG-M für Ersatzteile.

    Kein einfacher Patient.

    Das sind aber auch die Schwestern der X-Serie nicht was solche Probleme betrifft.

    Mal sehen, ob ich was feststellen/beheben kann.
    Gruß,

    Andreas

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