Ich verwende meine Kopflupe mit Lesebrille, ggf. über diese noch eine Schutzbrille.
Tut einwandfrei, Gläser lassen sich leicht auswechseln für stärkere Vergrößerung.
https://www.reichelt.at/at/de/kopflu...upe+edsyn&&r=1
Ich verwende meine Kopflupe mit Lesebrille, ggf. über diese noch eine Schutzbrille.
Tut einwandfrei, Gläser lassen sich leicht auswechseln für stärkere Vergrößerung.
https://www.reichelt.at/at/de/kopflu...upe+edsyn&&r=1
Gruß,
Andreas
Zu den JIS-Kreuzschraubendrehern:
Die sitzen jetzt fest in den Schraubenköpfen, ich hoffe, das bleibt so.
Mit Phillipsdrehern gab es da manchmal unangenehme Erfahrungen (Minolta). Die Dreher rutschten (gemäß ihrer Bestimmung) bei zu hohem Drehmoment aus den Schraubenschlitzen bzw. überdrehten sie den Schraubenkopf.
Da glaubte ich noch an das Repair Manual zur X-700, wo nur von „Phillipschrauben“ die Rede ist ;-)
Geändert von Ando (02.02.2023 um 20:41 Uhr) Grund: Bugfix Text
Gruß,
Andreas
Heute habe ich mich meiner gedienten F3 Press gewidmet
Sie wurde offenkundig intensiv genutzt, wie das schöne Brassing - also der Farbabrieb aufs blanke Metall darunter - zeigt.
Beim Suchergehäuse müsste man eigentlich Titaning sagen, da es aus Titan gefertigt ist.
"Used but not abused" trifft hier zu.
Es gibt keine Dellen, das Innere ist sauber, das Verschlusstuch aus Titanfolie ohne Schäden.
Mit dieser Kamera wurde ordentlich gearbeitet
Über die Zeit haben sich Staub und Schmutz angesammelt.
Bei der F3P nicht dramatisch, da sie als Sonderversion für den Reportageeinsatz, mit Extradichtungen ausgestattet ist.
Beim ersten Testen habe ich gesehen, dass nach ein Mal Auslösen die LCD-Anzeige im Sucher nicht mehr anzeigt.
Erst nach einer längeren Pause kann die Anzeige wieder aktiviert werden.
Ich tippe auf verbrauchte Batterien, die sich in der Kamera befinden.
Bevor ich die Leerlaufspannung der Batterien messe, reinige ich die Batteriekontakte.
Die Spannung messe ich im Batteriebehälter zum Einschrauben aus Metall, der den Minuspol der beiden Batterien mit Masse verbindet..
Frische Batterien haben Überspannung, dh. 2 x 1,5 Volt Nennspannung sollten so um die 3,2 Volt Leerlaufspannung ergeben.
Das schaffen die Batterien nicht mehr.
Eine neue Batterie wird daher spendiert.
Die Gummidichtung am Auslöser hat ihre Funktion verloren ...
... was aber keine weitere Auswirkung hat.
Einstellscheibe, Prisma und die Innenseite der Rückwand sind ok.
Und alle Kamerafunktionen sind da - die intensive Nutzung über Jahre hat der F3 Press offenkundig nichts ausgemacht
Upps, da hat es was!
Das Override für die Belichtungskorrektur rastet zwischen den Stellungen 0 und +2/3 nicht ein.
Das ist nicht gut, denn so kann es versehentlich verstellt werden.
Um die Ursache für das Problem zu finden, mache ich mich an den Ausbau des Blitzschuhs, der auch das Override beherbergt.
Erfahrung genau dazu konnte ich schon gestern sammeln, als ich für einen unseren Kollegen das Teil mit der Skala aus einer anderen F3 ausbaute (s. Beginn dieses Threads).
Hier nochmals die Schritte:
Mit einem Schraubendreher blockiere ich die Gabel und drehe dabei die Einheit mit der Rückspulkurbel gegen den Uhrzeigersinn ab.
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Geändert von Ando (03.02.2023 um 18:06 Uhr)
Gruß,
Andreas
Die Kabel habe ich abgelötet.
Der Blitzschuh ist abgenommen.
Auf seiner Unterseite ist die Ursache des Übels rasch zu erkennen:
Es fehlen drei Zähne, zwischen die die Sperrklinke des Overrides einrastet.
Damit ist klar, warum die Fixierung für zwei Werte nicht klappte.
Was tun?
Reparieren lässt sich hier nichts.
Glücklicherweise habe ich Ersatz.
Nämlich den Blitzschuh, den ich gestern aus der anderen F3 ausgebaut hatte.
Links der alte, rechts der "neue" - mit allen Zähnen ;-))
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Geändert von Ando (03.02.2023 um 16:25 Uhr)
Gruß,
Andreas
Nach Reinigung der Stelle kommt der neue Blitzschuh auf die Kamera.
Und für die Montage alles nun in umgekehrter Reihenfolge:
Die drei Kabel löte ich wieder an.
Weiter geht es mit dem Zusammenbauen:
Bevor ich - zum Abschluss der Montage - die Rückspulkurbel wieder anbringe, bekommt sie ein Bad in purer Durgol-Entkalkerlösung.
Das holt den angesammelten Schmutz aus den Hohlräumen auf der Unterseite.
Mit der ausgedienten Zahnbürste wird nachgearbeitet und dann mit Wasser gespült.
Mit der Sonde komme ich hier nicht weiter, dafür ist der Schmutz zu klebrig.
Nach dem Wässern und Abtrocknen wird mit extra starker Druckluft aus der Dose verbleibendes Wasser aus den Hohlräumen der Einheit herausgeblasen.
Das sieht jetzt besser aus![]()
Geändert von Ando (03.02.2023 um 17:32 Uhr)
Gruß,
Andreas
Mit Kent Foam Cleaner geht es Gehäuse und Belederung an den Schmutz der Jahrzehnte.
Feste Schrubben mit der Bürste hohlt den Dreck aus Winkeln und Ecken.
Mit dem Mikrofasertuch wird das "Abwasser" aufgenommen.
Fertig
Um die optischen Teile kümmert sich Zeiss:
Für den schön blankgescheuerten Okularring finde ich in meinem Ersatzteilevorrat eine neue Gummieinfassung.
Damit lässt sich der Sucher für Brillenträger wieder sorgenfrei verwenden - Kratzer auf dem Brillenglas sind so nicht mehr möglich.
Die F3 Press ist wieder in Bestform.
Die Belichtungskorrektur über das neue Override funktioniert, auch alles andere tut wie es soll.
Sauber ist sie auch wieder
Was alles für den Job zum Einsatz kam:
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Geändert von Ando (03.02.2023 um 16:24 Uhr)
Gruß,
Andreas
Fazit:
- Ich habe nun - neben meiner F3/T - ein zweites Arbeitspferd für meine Fotospaziergänge in der Stadt.
- Die F3 Press macht das Fotografieren sogar einfacher, da bei ihr einige Funktionen weggelassen wurden, um "Profis" ein schnelles Arbeiten zu ermöglichen. ZB gibt es keine Entriegelungssperre für die Rückwand, damit lässt sich eine Filmpatrone nach Belichtung noch schneller wechseln.
- Dafür ist ein Blitzschuh auf dem Suchergehäuse dazugekommen.
- Das Suchergehäuse ist aus Titan, und damit besonders widerstandsfähig.
- Zur F3P gehört der Motor Drive MD-4. Standardmäßig ist eine Stopprückwand dabei, die dafür sorgt, dass der Filmanfang beim Rückspulen über den Motor nicht in die Patrone eingezogen wird. Das erleichtert die Dunkelkammerarbeit - oder auch nicht ;-))
- Wider Erwarten ist die F3 keine Festung, die nicht zu knacken ist. Im Gegenteil, die bisherigen Arbeiten verliefen ohne gröbere Zwischenfälle und durchaus angenehm. Die Konstruktion ist äußerst solide - die Teile halten auch beim Schrauben einiges aus - dabei aber nicht überkompliziert, zumindest ist das mein bisheriger Eindruck. Nur beim Wiedereinsetzen der Filmrückspulkurbel musste ich länger nachdenken, wie der Mechanismus für die Rückwandentriegelung funktioniert.
- Die F3P hat - im Gegensatz zur F3 - Dichtungen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit und Schmutz in das Kameragehäuse verhindern sollen. Allerdings habe ich gesehen, dass diese Dichtungen teilweise am Verrotten sind, ähnlich wie Spiegelanschlagdämpfer und Rückwanddichtungen (die hier übrigens noch zu machen sind). Daher habe ich die oberen Gehäuseteile nicht abgenommen, um die Dichtungen nicht zu Brösel zerfallen zu lassen. Für die Reinigung wäre es einfacher gewesen - die Teile kommen einfach in Wasser mit Spülmittel. Aber besser marode, dafür noch einigermaßen intakte Dichtungen, die ich dann nicht mühsam abkratzen muss bzw. die in das Kammerainnere streunen ...
- Ein kompletter CLA - Clean, lubricate, adjust - wäre natürlich ein schönes Projekt. Dafür müsste die Kamera teildemontiert und zum Schluss wieder auf Normwerte gebracht werden. Das setzt die dafür notwendige Erfahrung, Messeinrichtungen und Wissen um die Einstellmöglichkeiten an der Kameraelektronik voraus. Also der Job, den einst die Nikon Service Centers erledigten, mit geschultem Servicepersonal und entsprechender technischer Einrichtung. Das werde ich auf dem Küchentisch zumindest morgen noch nicht hinkriegen ;-)) Notwendig ist es auch nicht, denn solange die Kamera funktioniert und sich keine Probleme ankündigen, soll sie das ungestört tun. Und jede Sektion beinhaltet das Risiko, dass es nachher schlechter oder gar nicht mehr ist.
Weiter geht es demnächst mit dem Check des MD-4, der zur Press gehört
Infos zur Nikon F3 Press:
Geändert von Ando (03.02.2023 um 18:01 Uhr)
Gruß,
Andreas
Ich bin immer wieder beeindruckt von der Massivität der damaligen Bauweise einer "Profi"-Kamera.
Das ist alles Metall, solide, zäh und gebaut für kalt, warm, feucht und trocken.
Auch wenn die Kamera eins drauf bekommt, geht es weiter.
Dementsprechend kann auch beim Werken im Inneren nicht gleich etwas kaputt gehen, grundsätzlich halt.
Bei einer Minolta X-700 geht es weitaus filigraner zu, da ist schon viel Kunststoff, der Aufbau nichts aufs Schinden ausgerichtet, dennoch robust.
"Eisenschiffe" fällt mir dazu ein ;-)
Hier eine kleine Parade:
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Gruß,
Andreas
Schuldig blieben sich die Stars nichts:
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Gruß,
Andreas
Ritter eben ;-)
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Gruß,
Andreas