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Thema: Adapter C/Y auf EF - Fokussierung bis unendlich...

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    Moin,
    ich habe jetzt aus dem Netz eine Reihe Adapter bei ebay gekauft und richtig auf unendlich fokussieren ließ sich bislang nur einer, der ebenso teuer war und das haarscharf. Auf kaufen, prüfen, zurückschicken habe ich keine Lust, wer das will soll es machen, mir fehlt dazu die "Zündschnur". Ich bin Fernpendler mit wenig Zeit daheim, die wollte ich nicht mit Postbearbeitung belegen. Ich wollte da jetzt eine finale Lösung.

    Bei QBM wird dieser Tausch auch vollzogen und sorry - soviel Ordnung hab' ich in meinem Durcheinander - bislang ist mir noch kein "Endteil" abhanden gekommen, ich weiß sogar noch welches von welchem Objektiv ist, da alles in Zip-Beutelchen verschwindet die beschriftet und im Inventar mit Nummer eingetragen sind. Access machts möglich.

    Die Leitax-Adapter werden verschraubt, ein bekannter hat das mit einem 1.4/85mm gemacht, das liegt nun auch offen satt auf unendlich, wir benutzen beide wegen der verwendeten Kameras die Dandelion-Chips für Fokus und EXIF an den Objektiven, die fest bei uns bleiben, zumal der Dandelion die Aktivierung von AF ermöglicht und damit die Fokusgenauigkeit besser ist. Ich werde es am 1.4/50mm ausprobieren und für mich entscheiden, ob das eine Lösung ist. Für Testkandidaten kommt das natürlich nicht in Frage, da reicht auch der 5€-Adapter um zu sehen ob man mit dem Objektiv warm wird, dann eben mit den Einschränkungen, dass bei mir kein Vollformat geht. Meine älteren 1er wollen eben den Chip und den gesetzten Schalter im Bajonett damit Fokus-Assist funktioniert. Und das brauch ich mit meinen schlechten Augen trotz Brille.

    Mit Frevel hat eine Modifikation für mich nichts zu tun, meine Objektive sind meine Werkzeuge um Bilder herzustellen, ich gehe sorgsam mit ihnen um, aber betreibe kein Kameramuseum. Ich bin dem einen oder anderen auch schon mit stärkerer Bearbeitung zu Leibe gerückt wenn es sich sonst nicht verwenden ließ, man muss ja nicht wie ein Berserker mit den Teilen umgehen, aber ordentliche Arbeit darf schon sein. Sonst wäre hier im Forum vieles nicht möglich gewesen, siehe die vielfältigen Adaptionen mit dem NEX-System, die echte Schätze freigelegt haben. Die Kollegen haben wirklich feines geleistet und daran kann ich nichts schlechtes finden.

    LG Jörg

  2. 2 Benutzer sagen "Danke", Optikus64 :


  3. #2
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    100% toleranzfreie Fertigung von Adaptern ist nicht so leicht; ich nehme mal an, dass ein exakter plug&play Adapter für sehr lichtstarke Objektive nicht ohne Nachjustieren des Objektivs möglich ist. Bei den fest verschraubten Adaptern, die ja auf dem Objektiv bleiben, wird möglicherweise die Unendlicheinstellung nachjustiert.
    Ich gehe davon aus, das das auch bei einem fertig gekauften Adapter möglich und oft nötig ist. Je lichtstärker das Objektiv ist, desto sinnvoller ist es, den Adapter drauf zu lassen. Die CY auf EF-Adapter von der Stange haben auch diese Blechfeder zur Fixierung drin, die oft scharfkantig und aus zu weichem "Sparmaterial" wackelig ausgeführt ist. Ein weiterer Grund für jedes wirklich benutzte Objektiv einen eigenen Adapter anzuschaffen.

    LG Christoph
    Geändert von stangl (18.12.2022 um 08:45 Uhr) Grund: Tippfehler

  4. #3
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    ... absolut richtig.

    Ich vermute die Leitax (werden ja zum Selbstmontieren geliefert) haben "Reserve" von ein paar Zehnteln, das reicht ja in den meisten Fällen. Oder sie selektieren, denn für bestimmte schnelle Objektive gibt's ja eigene Adapter.

    LG Jörg

  5. #4
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen

    für bestimmte schnelle Objektive gibt's ja eigene Adapter.
    gibt's da was Genaueres?

    Lg Christoph

  6. #5
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    Moin,

    auf der Leitax-Seite sind verschiedene Varianten angegeben, wenn man mit denen spricht kriegt man die richtigen Informationen, auch wegen der verschiedenen Anschlußvarianten mit und ohne Blendensimulator. Wie gesagt, der Bekannte hatte Kontakt aufgenommen wegen seinem 1.4/85, man sagte ihm welchen Adapter er braucht, und es paßte als das Teil kam. Ich muss es wie gesagt noch ausprobieren.

    LG Jörg

  7. #6
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    Zitat Zitat von Optikus64 Beitrag anzeigen
    ... absolut richtig.

    Ich vermute die Leitax (werden ja zum Selbstmontieren geliefert) haben "Reserve" von ein paar Zehnteln, das reicht ja in den meisten Fällen. Oder sie selektieren, denn für bestimmte schnelle Objektive gibt's ja eigene Adapter.

    LG Jörg
    Wenn die das über die Maßhaltigkeit selektieren sollten, dann sollte man denen zusätzlich zum ersten wegen des Frevels schon drinsitzenden(*) noch einen zweiten Dreikantschaber hinten rein schieben.

    Mein "Verdacht": Das Bohrbild für die Befestigungsschrauben und ein paar andere "Details" an der Schnittelle "Bajonett-Bodenstück zu Objektivkorpus" sind anders.
    Zumindest wenn ich mir das hier angucke:
    http://leitax.com/Zeiss-Contax-lense...n-cameras.html

    (*): Es werden immer wieder umgebaute Objektive angeboten bei denen der Originalanschluß verschwunden ist, und bei Leica-R werden mitunter die Kabel für die ROM-Kontakte gekappt. Mag man das bei Leica-R via Leitax an Nikon-F noch gerade eben durchgehen lassen (auch wenn mir das Verständnis für Nikon F fehlt und ich dann eher eine EOS nähme), so ist das bei Leica-R an EOS/Canon-EF völlig birnig.

    Irgendein QBM-Objektiv geht nicht mit Adapter an EOS? Und man kann es nicht justieren? Ja, dann muß man wohl auch mal in den sauren Apfel beißen und ein Objektov mit nativem Canon-EF Anschluß montieren und mit funktionierendem Autofokus und funktionierender Blendensteuerung arbeiten, so bitter das auch sein mag.

  8. #7
    Hardcore-Poster Avatar von Optikus64
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    Moin,

    Bei Leica R auf EF ist ein Festumbau nicht unbedingt nötig, da die Differenz der Auflagemaße ordentliche Adapter zuläßt (wie bei Nikon F). Aus der manuellen Zeit gibt es da schon interessante Stücke an der EOS. Bei schweren Objektiven würde ich aber der Stabilität halber durchaus darüber nachdenken. Aber die Frage stellt sich derzeit nicht.

    QBM geht wegen des Auflagemaßes nicht mit Unendlich-Stellung und Zwischenadapter, da muss der Tausch sein.

    Die Unterschiede mit dem Bohrbild gibt es auch, das ist, neben anderen, der nächste Unterschied bei den Contaxen.

    C'est la vie - ich suche die Lösung, nicht die Probleme...

    Insofern suche ich einen pragmatischen und bezahlbaren Ansatz. Insofern werde ich testen, beurteilen und dann entscheiden. Wie fast immer.

    LG Jörg

  9. #8
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Moin,

    worum geht es hier eigentlich? Um die Maßhaltigkeit von Adaptern im Allgemeinen oder um einen Adapter von C/Y auf EF ?

    In meiner nun weit mehr als 10jährigen Erfahrung mit Adaptern, Umbauten und Reparaturen hier im DCC ist mir eigentlich noch kein Adapter untergekommen - egal ob Novoflex oder China-Böller - bei dem ich sagen könnte "one fits all" in Bezug auf die "Maßhaltigkeit" und den genauen U-Punkt innerhalb einer Objektivhersteller-Serie.

    Nicht einmal bei Leica R waren die Objektivanschlüsse maßhaltig genug um an ein und der gleichen Kamera korrekt auf unendlich zu fallen. So verhält es sich letztlich auch mit den Adaptern.
    Passt ein Adapter zu einem Objektiv korrekt, so bedeutet das nicht automatisch, dass ein anderes Objektiv mit dem gleichen Anschluss an diesem Adapter auch korrekt unendlich erreicht.

    Man darf nie vergessen, dass es sich um Objektive handelt, die oftmals 30-50 Jahre alt sind, mit denen wir uns hier beschäftigen
    Verharzte Schneckengänge, die erst gereinigt werden müssten um korrekte Endanschläge zu gewährleisten und nicht vorher begrenzen, weil ein Gemisch aus Staub und alter Gewindefett-Pampe in den Gewindegängen abgelagert sind. Ebenso Objektive mit dejustierten Anschlägen (ja die U-Punkte werden im Werk justiert auf ein Normal), nicht korrekt angezogene Objektivbajonette,
    durchrutschende Fokusringe und vieles andere mehr verhindern oftmals das erreichen gleicher und einheitlicher Verhaltensweisen an ein und dem gleichen Adapter. Schon deshalb ist es bei so alten Objektiven notwendig, sich diese Sachverhalte vor Augen zu führen, bevor man auf die Adapter schimpft.

    Aus meiner langjährigen Sicht ist es deshalb unerläßlich,

    1. Jedem Objektiv das adaptiert werden soll, einen eigenen Adapter zu spendieren und ihn am Objektiv zu belassen
    2. Jeden Adapter individuell auf das Objektiv anzugleichen. Dies kann durch Abschleifen des Adapter oder "unterfüttern" mit geeignetem Material geschehen.
    3. Unbedingt gehört dazu auch, etwas über die Vorgeschichte von Objektiven zu erfahren und auch das Objektiv zu überprüfen auf festen Sitz, korrekt angezogenen Bajonettschrauben, ob es mal göffnet wurde (also das Bajonett mal runter genommen wurde) etc...

    Geht man von dieser Strategie aus jedem Objektiv seinen eigenen Adapter zu spendieren und anzugleichen, so sind natürlich die China - Böller eindeutig preiswerter und zu empfehlen, denn mit ein wenig Schleifpapier wird vermutlich jeder "umgehen" können. Es braucht bei diesen Adaptern auch keine Drehbank, denn die Abträge liegen weit unterhalb eines Millimeters, wenn unendlich nicht erreicht wird. Das genau mit einer Drehbank durchführen zu können, wird meist nicht gelingen, gerade wenn jemand unerfahren ist.

    Will man die Strategie verfolgen möglichst nur einen Adapter zu benutzen pro Anschluss-Art, so geht das Problem mit der korrekten Justage des U-Punktes im Objektiv los.
    Es muss geöffnet und wieder zusammengebaut werden, dann muss verstanden werden, wie die Justage-Mimik gedacht war um den U-Punkt fest zu legen.

    Bei langbrennweiten Objektiven wie z.B. dem Canon 2.8/300mm L und den Nikon Pendants wurde deshalb das Unendlich nicht im Objektiv festgelegt, sondern der Einstellbereich dur ch verschieben des Brennpunktes nach aussen gelegt auf den Fokusring und der User kann mit einer Rändelschraube den erreichten U-Punkt selbst fixieren. Dies schon deshalb, weil für den einen der korrekte U-Punkt in 384.000 Km von der Erde liegt (Mondaufnahmen), beim anderen Fotografen das unendlich bei der nächsten Baumgruppe endet.

    Dieses Thema mit den Adaptern und deren Maßhaltigkeit für den Unendlichkeitsanschlag ist so vielschichtig und führt letztlich zu keiner Lösung, denn nicht einmal die exzellente Firma Novoflex kann das Garantieren für jedes Objektiv und arbeitet deshalb mit Toleranzfeldern die auf jeden Fall über unendlich hinaus erlauben.
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  10. 9 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  11. #9
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    Hallo,

    die Strategie kann ich nur unterstützen,


    • in dem Augenblick wo ein Objektiv "bleibt" bekommt es seine individuelle Adaption die auch dabei bleibt, nicht zuletzt weil der Chip am Adapter programmiert wird.
    • Was mich teilweise ärgert ist, wenn die Bajonette so schlampig gefertigt sind dass sie wackeln UND dann keine Nachspannmöglichkeit besteht.
    • Wer halbwegs ein Händchen hat kommt mit Schleifpapier relativ weit - der Umgang mit einer Drehmaschine will geübt sein, und gutes HM-Werkzeug dazu ist auch nicht billig. Drehstähle schleifen ist nicht meine Kernkompetenz :(.
    • Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Das scheitert nicht nur an den Vorgeschichten der alten Teile, auch die verschiedenen Bauformen passen eben nicht immer zu den Adaptern.
    • Für schwierige Fälle bemühe ich Hilfe, Adapter einfach ausdrehen kriege ich hin, aber wenn es an das Umbauen von Objektiven ohne "Bausatzlösung" geht passe ich aktuell, da reicht meine Zeit nicht. Vielleicht wenn ich aus dem Arbeitsprozess raus bin.


    Es ist wie immer, einen Preis zahlt man...

    LG Jörg

  12. Folgender Benutzer sagt "Danke", Optikus64 :


  13. #10
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    Ich hatte ja schon eine Justageanleitung veröffentlicht https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=26706 mit dem Hinweis, den Unendlich-Punkt lieber etwas großzügiger zu justieren, wenn das Objektiv sowohl an verschiedenen Adaptern als auch an originalen Kameras passen soll.
    Dabei beschrieb ich auch den Reklamationsfall, dass ein 35 mm f/2.8 Objektiv an der originalen Kamera bei Unendlich um weniger als 1/10 mm zu lang war, um im Schnittbild-Sucher "scharf" anzuzeigen.

    Mit meinen etwa 15 Adaptern auf Sony E Bajonett, die ich, seit ich keine Sony A7 mehr habe, über einen Sony E auf Nikon Z Adapter an der Nikon Z6 verwende, hatte ich noch nie Probleme, dass ein adaptiertes Objektiv sich nicht ganz auf unendlich einstellen ließ - vielmehr passte es bisher immer, ganz selten war sogar ein über Unendlich hinaus fokussieren möglich.

    Was ich allerdings schon zwei mal hatte war, dass der Sony E Bajonettanschluss eines Adapters sich nicht in den Sony E auf Nikon Z Adapter einsetzen ließ, weil der Durchmesser seines Bajonettschaftes ein klein wenig zu groß war...

    Besonders schlimm war es bei diesem:

    Image1.jpg


    Wobei ich das Objektiv (ein altes Carl Zeiss Jena Biotar 75/1.5 T) an einem teuren, exakt maßhaltigen Adapter EXAKTA => Nikon Z justiert hatte,
    das sich bei einer Gegenprobe an diesem zurechtgefeilten Adapter über einen Sony E auf Nikon Z Adapter an der Nikon Z6 aber genau so exakt auf unendlich justieren ließ.
    Gruß, Michael

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