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Thema: Nikon MT-2 Intervalometer: ohne Federn kein Kontakt

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Vielleicht an dieser Stelle nochmals der Hinweis:

    Was ich hier an Reparaturen und Elektronikprojekten zeige, mache ich zu meinem eigenen Vergnügen bzw. an meinem eigenen Bestand.

    Weder arbeite ich gegen Honorar, noch nehme ich Aufträge an.

    Dieser MT-2 ist das Geschenk an einen Freund, der mich nun um eine Lösung für das Batteriefach gebeten hatte. Er möchte eben doch sehen, was der MT-2 so kann

    Allerdings fehlt ihm noch das Verbindungskabel MT-2 zu MD-4.

    Das ist ebenso selten und habe ich in der Bucht bei EUR 100,- gesehen


    Wer also professionelle Arbeit braucht und möchte, schickt seine Sachen zu Michael!

    http://www.foto-design.org/


    So hatte ich es jahrelang gemacht, bevor ich mich selbst für das Reparaturthema zu interessieren begann.

    Zu meiner vollsten Zufriedenheit
    Gruß,

    Andreas

  2. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  3. #2
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    Am Werktisch


    Wie der MT-2 zu öffnen ist, weiß ich bereits von früheren Expeditionen:

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    Korrosionsspuren im Batteriefach.

    Die preußischblaue Ausführung an der Kontaktfeder fasziniert mich:

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    Innenansicht:

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    Das Batteriefach lässt sich einfach aus dem Gehäuse herausnehmen:

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    Plus- und Minusanschluss sind angelötet.

    Dieselben Lötpunkte fixieren auf der Rückseite die Batteriekontakte und Kontaktfedern:

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    Das ausgebaute und von der Verkabelung befreite Batteriefach:

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    Kontaktfeder Nr. 1 ist ausgelötet und erhält Gesellschaft von einem Tropfen Lot:

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    Ihre Reinigung erfolgt schrittweise:
    1. unbehandelt
    2. Metallbürste am Dremel
    3. Bad in Durgol-Entkalkerlösung
    4. Nacharbeiten der korrodierten Stellen an der Innenseite mit der Nadelfeile.


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    Jetzt ist die Kontaktfeder sauber und leitet wieder:

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    Ersatz für die abgebrochene Kontaktfeder Nr. 2 finde ich in einem Batteriehalter für den MD-4 Motor Drive:

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    Für harten Draht wie den aus dem die Kontaktfeder gemacht ist, nutze ich dieses Beißmonster von Knipex.

    “Präzisions-Hartmetallschneiden eingelötet in geschmiedete Rohlinge“

    https://www.conrad.at/de/p/knipex-77...5-1008222.html

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    Die entnommene Feder will für ihren neuen Arbeitsplatz geformt sein:

    • links eine zweite Feder nach dem Ausbau
    • in der Mitte die Referenz
    • rechts mein Biegewerk


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    An einer Seite des Batteriehalters muss eine Lötstelle mit einem Stück selbstklebender Kupferfolie (rechts) geflickt werden. Der ursprüngliche Besatz ging beim Ablöten des Verbindungskabels mit:

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    So schöne Lötstellen erhält man nur mit bleihaltigem Lot:

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    Mit dem Dremel trage ich die Korrosionsstellen am Batteriefach ab.

    Das kostet natürlich auch etwas Finish, aber das aggressive Zeug muss weg:

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    Die beiden Kontaktfedern - eine gereinigt, eine vom Spender - sind eingelötet:

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    Jetzt sitzen die Batterien wieder:

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    Der spannende Moment nach dem Zusammenbau.

    Lebt das System?

    Ja, die Batteriekontrolle spricht an:

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    Check an der Nikon F3 mit MD-4 Motordrive.

    Alles ist gut :-)

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    Fazit

    Dieser seltene Intervalometer wäre ohne Reparatur wohl im Elektroschrott verschwunden.

    Das wurde verhindert!



    Alle Hinweise selbstverständlich ohne Gewähr. Was in meinem Fall klappte, muss bei anderen nicht funktionieren. Bzw. gibt es sicher auch geeignetere Vorgangsweisen.
    Geändert von Ando (04.07.2022 um 22:22 Uhr) Grund: Disclaimer nachgetragen
    Gruß,

    Andreas

  4. 3 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  5. #3
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    Spannend. Krass der Microschalter, der dem Anschein nach nur dann schliesst, wenn eine Schraube eingedreht ist. Oder wie ist das zu verstehen?

  6. #4
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Spannend. Krass der Microschalter, der dem Anschein nach nur dann schliesst, wenn eine Schraube eingedreht ist. Oder wie ist das zu verstehen?
    Ich weiß nicht, was dort passiert.

    Meine drei MT-2 haben das jedenfalls nicht.

    Die Schraube für den Batteriedeckel ist - schätze ich - zu kurz, um den Schalter zu schließen (?), ich hab das aber nicht näher untersucht. Aber was sollte sonst dort vorgehen?

    Ich schraub das Ding gleich wieder auf!

    Ohne Batteriedeckel lässt sich das Gerät jedenfalls betreiben.

    Service Manual mit Schaltplan/Blockschaltbild hätte ich gerne.

    Und die Original-Preisliste für diese Zauberkiste aus den 80ern!
    Gruß,

    Andreas

  7. #5
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    Mich erreichte vorhin folgende Information:

    „Japanische Preisliste 1981, Intervalometer MT-2: 90.000 Yen zu dieser Zeit“

    Ich kenne den damaligen Kurs nicht.

    Aber ich vermute einmal, das war nicht das billigste Zubehör von Nikon
    Gruß,

    Andreas

  8. #6
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    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was dort passiert.
    Du kannst schauen, wo die drei Kabel hingehen. Aber eben, weil es speziell zu sein scheint, hatte ich es erwähnt.

    Zitat Zitat von Ando Beitrag anzeigen
    „Japanische Preisliste 1981, Intervalometer MT-2: 90.000 Yen zu dieser Zeit“
    Im Mittel war der USD zu YEN Kurs 1981 bei 1 USD entspricht 220 YEN, somit sind 90.000 YEN ca. 410 USD aus 1981.
    Inflationsbereinigt wäre das heute ca. 1.320 USD oder ca. 1.265 EUR.

  9. #7
    Spitzenkommentierer
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    Zitat Zitat von Bessamatic Beitrag anzeigen
    Im Mittel war der USD zu YEN Kurs 1981 bei 1 USD entspricht 220 YEN, somit sind 90.000 YEN ca. 410 USD aus 1981.
    Inflationsbereinigt wäre das heute ca. 1.320 USD oder ca. 1.265 EUR.
    Alle Achtung, jetzt verstehe ich auch die nur dreistelligen Seriennummern der vier Exemplare, die ich bisher gesehen habe.

    Schaltlogik in Hardware - mit vielen Einstellelementen und ohne Display!
    Gruß,

    Andreas

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