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Thema: Nikon MD-4 Motor Drive: Batteriekontrolle repariert

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Standard

    Da ich jetzt weiß, wie der untere Gehäuseteil des MD-4 abgenommen werden kann und die Leatherette noch nicht angebracht ist, werde ich noch einmal den Schraubendreher bemühen. Denn ich konnte die Kontakte im Batteriefach nicht gründlich genug reinigen.

    Hier kommt dann ein neues Werkzeug zum Einsatz - Bericht folgt
    Gruß,

    Andreas

  2. #2
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    Standard Das Finale

    Da ich mich jetzt im MD-4 Motor Drive für die Nikon F3 gut zurechtfinde, habe ich heute dieses Projekt von letztem Frühjahr abgeschlossen.

    Offen waren noch die Beseitigung von Korrosionsresten auf einer der drei Platinen sowie das Anbringen der Belederung.


    Um zu der Platine zu kommen, muss ich das Gehäuse entfernen und die Platine anschließend ausbauen. Denn die Korrosionsstellen sitzen auf ihrer Rückseite.

    An dieser Stelle befinden sich neben elektronischen Bauteilen auch zwei große Schalter mit Verkabelung, die Achse für das Rückspulen des belichteten Films und der Ansatzpunkt für ein Übertragungsgestänge, das in einen Aufbau auf der Achse greift.

    Ein Kreuzungspunkt - und alles dicht gedrängt.


    Name:  IMG_9924.jpg
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    Das ausgelaufene Akku-Pack hatte die Platine übel mitgenommen.

    Den zerfressenen Schalter für die Batteriekontrolle konnte ich durch eine neue Verschaltung ersetzen (s. weiter vorne im Beitrag).

    Hier sind noch grünliche Korrosionsreste zu sehen, die ich mit der Sonde soweit entfernen kann.

    Name:  IMG_9926.jpg
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    Die Platine ist wieder montiert.

    Ein Blick in das Motorgetriebe nach Abnahme der Abdeckplatte:

    Name:  IMG_9931.jpg
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    Die korrodierten Kontakte im Batteriefach hatte ich letztes Jahr auf das bloße Metall abgefeilt.

    Um Oxidation zu vermeiden, verzinne ich die Kontakte mit dem Lötkolben und poliere sie anschließend mit der Hartgummispitze am Dremel Stylo:

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    Hier die Schalteraktion, wenn der Motor Drive mittels zweier Schieber von Vorwärtstransport des Films auf Rückspulen geschaltet wird:


    A) Vorwärtstransport - der Schalter links ist geschlossen, beide Kontaktzungen berühren sich:


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    B) Rückspulen - das Übertragungsgestänge öffnet den Schalter:


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    Beim Testen der beiden Schieber bemerke ich, dass ein Stift auf einem der Schieber nicht einrastet. Es handelt sich um eine Sperre gegen unbeachsichtiges Verstellen.

    Nach einigem Beobachten verstehe ich den Mechanismus.

    Ein Hebel ist leicht verbogen, ich korrigiere das - sanft - mit der Kombizange:

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    Hier - in der Bildmitte - lugt der Korrigierte hinter der Platte hervor:

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    Somit alles klar für den Zusammenbau.

    Die beiden Gehäuseteile lassen sich ineinanderschieben.

    Dabei muss man den Schieber für die Verriegelung des Batteriekorbes (im Bild unten) eindrücken.

    Dann macht es "Schnapp" und braucht eigentlich keine weitere Verschraubung.

    Der Vergleich mit einem Panzer bietet sich an - gebaut für stärkste Belastung.

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    Beim Testen an der F3P die Enttäuschung:

    Der Motor Drive tut nicht, auch die Batteriekontrolle (die ich letztes Jahr aufwändig reparierte) zeigt keine Batteriespannung an.

    Der Batteriekorb liefert jedoch die benötigten 12 Volt Ausgangsspannung, wie eine Messung mit dem Multimeter zeigt.

    Also liegt das Problem im Motor - ich tippte auf die Platine, die ich zuvor ausgebaut und bearbeitet hatte.


    Und tatsächlich finde ich rasch die Ursache für die Stromlosigkeit:

    Der Anschluss des Massekontakts im Batteriefach (dahinter auf der Platine) ist abgegangen, die Lötstelle düster und bröselig.

    Ein Werk der Batteriesäure.

    Auch andere Kabel machen sich selbstständig, sobald ich an ihnen ziehe.

    Einige Nachlötungen sind erforderlich:

    Name:  IMG_9946.jpg
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    Der Test - ja, jetzt ist die Spannung wieder da.

    Die beiden Kontroll-LED leuchten:

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    Nun den MD-4 hoffentlich zum letzten Mal zusammengebaut, an der F3P nochmals getestet - alles fein jetzt.

    Noch die Belederung drauf.

    Und vor mir steht ein Motor Drive in sehr schönem Zustand, den sein Vorbesitzer wegen dem Batteriesäureschaden abgeschrieben und mir geschenkt hatte.

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    Welcome back to life
    Geändert von Ando (14.02.2023 um 21:16 Uhr)
    Gruß,

    Andreas

  3. 5 Benutzer sagen "Danke", Ando :


  4. #3
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    Standard Vorbereitung Austausch Platine im Batterieschacht des Nikon MD-4 Motor Drive

    Hier gibts noch Arbeit.

    Die Akkusäure hatte auf der Rückseite der Platine gewütet, die auf ihrer Vorderseite die beiden Batteriekontakte trägt.

    Ich dachte, die bisherige Reinigung würde ausreichen.

    Aber das Ablösen des Massekabels gab mir zu denken.

    Offenkundig sind die Batteriesäurereste auf der Platine noch am Werk.

    Da die verbaute Platine insgesamt bereits sehr angegriffen ist …

    Name:  IMG_9946.jpg
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    … werde ich sauberen Ersatz einbauen, den ich weiter vorne im Thread bereits vorgestellt hatte:

    Name:  Replace.jpg
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    Dummerweise hatte ich von dieser Platine aus einem zu Lehrzwecken sektierten Nikon Motor Drive MD-4 den Schalterkontakt für die Batteriekontrolle abgetrennt. Um seine Funktion besser darstellen zu können.

    Aber es sollte kein Problem sein, den Kontakt wieder anzulöten.

    Update folgt :-)
    Gruß,

    Andreas

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", Ando :


  6. #4
    Spitzenkommentierer
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    Und das ist - nach der Fungusbekämpfung im Minolta MD 135/3.5 und dem „Lehr-Service“ für das Canon FD 50/1.8 - das dritte der bevorstehenden drei Projekte

    Ersatz der Platine und der Verkabelung hinter dem Batterieschacht, die von ausgetretener Batteriesäure mitgenommen sind. Beyond repair ​quasi.

    ***

    „Minolta MD Tele Rokkor 135/3.5: Fungustreiben“

    https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=26462


    „Canon nFD 50/1.8: Lehrprojekt Nr. 8593653“

    https://www.digicamclub.de/showthread.php?t=26427
    Gruß,

    Andreas

  7. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Hallo,

    du hattest diese Frage schon mal in einem anderen Forum gestellt. Dort wurde dir von Mehreren empfohlen, keine Experimente zu machen, sondern einfach ganz normale AA Batterien zu benutzen, da du kaum mehr als drei Filme im Monat damit belichten zu wollen schriebst.
    Gruß, Michael

  8. 2 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


  9. #6
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    Die Problematik ist dir bewusst, 12 Volt (eher 10 Volt bei Gebrauch) vs 16,8 Volt? Genau darum geht es, den vollen Geschmack hat man nur mit 16,8 Volt.

    Ich liebe diese Antworten. Aber, by the way, in welchen Forum wurde genau das empfohlen?

    Übrigens, ich habe eine interessante Lösung gefunden, 16,8 Volt im Standard Batteriehalter des MD4. Aber diese werde ich jetzt, weil ich not amused bin, nicht posten.

  10. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Zitat Zitat von SydB Beitrag anzeigen
    Genau darum geht es, den vollen Geschmack hat man nur mit 16,8 Volt.
    Den vollen Geschmack? Wenn eine Kamera bzw. deren Motordrive für eine bestimmte Anzahl von Batterien mit 1,5 Volt Nennspannung ausgelegt ist, bringt eine um 40 % höhere Spannung des Akku-Satzes ohne einen kleineren Innenwiderstand (= höhere Strombelastbarkeit) des Akku-Satzes keine Leistungserhöhung, aber die Gefahr einer Spannungs-Überlastung der elektrischen Bauteile.

    Zitat Zitat von SydB Beitrag anzeigen
    Aber, by the way, in welchen Forum wurde genau das empfohlen?
    Hier: https://www.nikon-fotografie.de/comm.../#post-2953860
    Gruß, Michael

  11. 4 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


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