Enträtselt:
Bei dem roten elektronischen Bauteil handelt es sich um die LED zur Anzeige der Blitzbereitschaft im Sucher![]()
Enträtselt:
Bei dem roten elektronischen Bauteil handelt es sich um die LED zur Anzeige der Blitzbereitschaft im Sucher![]()
Gruß,
Andreas
Und noch eine Beobachtung:
Meine LED-Leuchte über dem Schreibtisch irritiert den Belichtungsmesser im Zeitautomatik-Modus.
Beim Auslösen direkt in das Licht und ohne angesetztem Objektiv bleibt der Spiegel oben. Erst nach dem Entnehmen der Batterie klappt er wieder runter.
Bei anderen Lichtquellen tritt das Phänomen nicht auf.
Ich hatte Ähnliches auch schon bei anderen Kameras beobachtet.
Ich vermute, es hat mit der Gleichrichtung des Netzstroms zu tun, die LED leuchten sozusagen als Stroboskop.
Aber dazu hat sicher Michael @waldbeutler eine Erklärung![]()
Gruß,
Andreas
Bei der Fertigungsqualität der F3 kann ich mir nicht vorstellen, dass sich einfach eine Lötstelle auflöst. Noch dazu bei einem Exemplar, das nie bewegt wurde.
Ich denke eher, dass das Problem in der „Blechbox“ zu finden sein wird, dort, wo das LCD auf der flexiblen Platine sitzt.
Für die - damals neuartigen - Displays waren, lt. Nikon-Doku, ca. sieben Jahre Lebenszeit angenommen. Dh. diese mussten dann vom Service ausgetauscht werden. Das sollte wohl möglichst einfach vorgenommen werden können, daher der direkte Zugang, so meine Vermutung. Jeder andere Teil der Elektronik ist komplett abgeschlossen verbaut.
Vielleicht ist es ein Kontaktproblem, dort, wo das LCD auf der Platine sitzt.
Zu verlieren ist nichts, ich denke, ich werde der Blechbox bald mit dem Schraubendreher kommen![]()
Gruß,
Andreas
Im Sucher solltest Du bei diversen Kameras (mit Photodiode/Phototransistor für den Beli, ohne CdS-Widerstand) sehen, in welcher Bandbreite die Kameras das Flackern des Lichts wahrnimmt. Bei Leuchtstoffröhrenlicht (flackert mit 100Hz) sind es bei Rolleiflex SL 35 E gerne mal 4 Blenden (Das ist natürlich ungeschickt (unnötig) wenn man lange genug belichtet um diverse Perioden mit aufs Bild zu kriegen und erst recht (kontraproduktiv), wenn man nur eine Periode draufbekommt, aber der Speicher der Kamera gerade Tal und Berg ungünstig nutzt..
Wer weiß, mit welcher Frequenz Deine LED gepulst werden und ob die nachleuchten (also wie dunkel die dunkle Zeit wirklich wird). Du kannst Die Lampe mal durch Dein Sichtfeld ziehen und gucken, ob Du eine Perlenkette siehst. Normalerweise guckt der Mensch "etwa mit 1/60s" (ja, es gibt auch Schlaftabletten und Papageien unter den Menschen) und in der Anfangszeit der LED-Rücklichter bei PKW war der Effekt in der Dämmerung ausgeprägt wahrzunehmen (spez. bei VW, absolut nervig!). Wenn Du Deine Lampe nicht schwenken willst, lass' den Blick schweifen oder schwenke einen Beobachtungsspiegel.
Warum die F3 "blockiert", statt einfach "etwas länger" zu belichten, das kann ich nicht erklären.
Es ist mir gelungen, auf eBay für ein paar Euro ein LCD, das Lämpchen für die Beleuchtung und die zugehörigen Bauteile zu finden. Also die oben angesprochene „Blechbox“.
Das ist kein original Austauschsatz von Nikon, sondern vermutlich der Rest einer Sektion, wird also nicht mehr funktionieren vermutlich
Ich werde mich darüber mit dem 50er in Retrostellung zwecks Studium vertiefen, bevor ich meine schönste F3 ruiniere![]()
Gruß,
Andreas
Bei LCDs wurden gerne Elastomer-Verbinder genutzt. Also leitfähiger Kunstoff. Dort kommen möglicherweise die Probleme her. Ich kenne das von alten Taschenrechnern und man muss dort nur diese labberigen Streifen reinigen, wenn man Glück hat.
Hier ein Link mit Details:
http://mrmodemhead.com/blog/fluke-8x-faded-lcd/
https://en.wikipedia.org/wiki/Elastomeric_connector
Auf YouTube gibt es Videos zum Thema, z.B. hier:
https://www.youtube.com/watch?v=-QZk9WCz-D8
Bei den paar Millimetern des F3-Displays wohl ein wahres Himmelfahrtskommando
Aber ich werde der Versuchung ohnehin nicht wiederstehen können, mir die Blechbox von innen anzusehen.
Andererseits: zwei Schrauben aber auch eine Verklebung. Die wird dort nicht ohne Grund angebracht sein.
Ich fürchte, das wird in einem gelaufenen Tag enden. Die Vorstellung, „ich mach das auf und dann wird es schon“ ist eine gute Voraussetzung, ein Werkstück zu ruinieren
Vielleicht sollte ich einmal die Dinge sein lassen, und die F3/T so schön, wie sie ist. Ich wäre mit diesem Prachtstück ohnehin nie zur Arbeit gegangen.
Aber es ist halt auch dieser elende Forschertrieb da, gepaart mit dem Drang, die Dinge in Ordnung zu haben.
Gruß,
Andreas