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Thema: Könnt ihr euch erinnern?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
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    Zitat Zitat von LucisPictor Beitrag anzeigen
    Na ja, Leica M ist teuer, ob es "überteuert" ist, hängt an vielen Faktoren und ist in jedem Falle subjektiv.
    Man kann auch Leica-Sachen gebraucht kaufen, dann relativiert sich das ganze schon wieder.

    Und ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das digitale Fotografieren mit Messsucher, lässt sich Leica eben auch gut bezahlen.
    Ich liebe es, mit Messsucher-Kameras zu fotografieren. Viele digitale Alternativen zu einer Leica M habe ich da nicht.

    Über Preise redet man bei Leica am besten nicht. Selbst, wenn es die Kameras "wert" sein sollten, so sind die Preise dennoch einfach sehr hoch.
    Das lässt sich auch von jemandem, der davon fasziniert ist, nicht wegdiskutieren.

    Übrigens, Lehrer+Leica früher ist nicht mehr Lehrer+Leica heute. Früher hat in der Tat ein Monatslohn für eine neue Leica gereicht. Das reicht heute bei weitem nicht mehr.
    (Und das liegt nicht nur daran, dass die Kameras relativ betrachtet teurer geworden sind, sondern auch daran, dass ein Leher relativ betrachtet heute deutlich weniger verdient als in den 80ern.)
    Lehrer sollten natürlich soviel Gehalt bekommen wie sie verdienen, aber wir können bei uns auch niemanden verhungern lassen!

    Früher [tm] kostete eine Spiegelreflex Leica (Leicaflex "_" - Leica R7 über "Walfische" wollen wir gar nicht erst reden) mit Kassengestell 2/50 immer ein Schweinegeld und man mußte sich den Qualitätsvorsprung zu einer Canon/Contax/Nikon/... manchmal mit viel Likör und einer rosaroten Brille herzaubern, und eine (M 4-6TTL/7) auch. Ab digitaler Vollformat M (über einen Krüppel wie die M8 wollen wir auch nicht reden) war das dann noch viel mehr als ein Schweinegeld und über die "Qualität" ging/geht im Vergleich zu einer Vollformat EOS (1/5) einfach gar nichts mehr (da wären über 5 Promille nötig!). Gebraucht kostet dann auch die EOS nicht mehr so viel wie neu.

    In der "theoretischen Praxis" ist die Meßsucherkamera bei wenig Licht und bei kurzen aber lichtstarken Brennweiten der SLR überlegen. Hellerer Sucher und größere Meßbasis. Der Rest?
    Na, ich weiß nicht ... was könnte man mal ausprobieren? Vario-Objektiv? Adaption von Fremdobjektiven? Lange Brennweiten (also länger als sagen wir mal 80mm)? Nahaufnahmen (bei M fängt das wohl bei 0,9m an (hihihi))? Oder wollen wir einfach nur mal mit einem Polfilter knipsen?

    Danach könnte man noch darüber philospohieren, wieviel schöner es ist, ein Sucherbild "wie mit einem 28er" zu haben und da dann zwei Sätze Bildbegrenzungslinien eingespiegelt zu bekommen und sich seine Bildbegrenzung aussuchern zu dürfen (erst welche Linien und dann je nach Motivabstand Innen- oder Außenseite der Linien benutzen!) - statt auf einer Einstellscheibe (oder einem Monitor) WYSYWIG das Bild präsentiert zu bekommen. Dazu dann noch so Kiki im SLR Sucher, je nach Modell: "Abblendtaste für DOF-Kontrolle", "Zeit UND Blende" im Sucher ablesbar, bei eingen Kameras das Bildzählwerk im Sucher, also eben lauter so Sachen, die nur ablenken und die niemand der sein Handwerk versteht wirklich braucht.

    Bei der Bildbegrenzung könnte ich auch beinahe gelten lassen, daß die nicht so wichtig ist, weil die Maske im Vergrößerer oder der Diarahmen das abschneidet ... wenn da nicht unter Leica-Freunden dieser verbreitete Dragn wäre, wie weiland bzw. Heiland HCB die kompletten Negative inkl. Rand ...

  2. #2
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    Hihi. Erinnert mich irgendwie an meine Messucher-Zeit mit der Yashica Electro 35 GSN. Immerhin mit Parallaxenausgleich im Sucher und den genialen Konstruktionen für Macro/Tele/Weitwinkel. Dennoch, sie macht gute Bilder. Eine SLR gab es für mich dann erst ein paar Jahre später.

  3. #3
    Kennt sich aus
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    Sehr gut, Jan....und jetzt geht es dir besser, gelle!
    Claus

  4. #4
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    Zitat Zitat von cwgla Beitrag anzeigen
    Sehr gut, Jan....und jetzt geht es dir besser, gelle!
    Claus
    Evtl. könnnnnte es mir eines Tages besser gehen, wenn Leica die ganz fest versprochene "adäquate Lösung" für die (Stand heute: "verarschten") R-Kunden bringt. Das könnnnte mich mit der Firma vielleicht versöhnen (obwohl ich nachtragend bin wie ein Kleinaktionär, unterm Strich hätte ich mir lieber das Apo Summicorn-R 2/180 auf Rollei-QBM umbauen lassen sollen, statt eine R7 dazu zu kaufen), aber in Sachen Meßsucher möchte ich gerne einen meiner wenigen stubenreinen Lieblingswitze zitieren:

    Geht ein Mann zum Schneider und lässt Maß nehmen für einen neuen Anzug. Nach einer Woche kommt er zur Anprobe. Dabei stellt er fest, eines der Hosenbeine ist zu lang. “Nur, wenn Sie so steif stehen,” sagt der Schneider, “im Gehen, ein Bein nach vorne, passt er genau.” “Aber das Sakko schlägt am Rücken Falten!” wundert sich der Kunde. “Sie stehen so unnatürlich. Da ist das kein Wunder. Beugen Sie sich nach vorne! So passt es wie angegossen,” entgegnet der Schneider. “Und warum ist der linke Ärmel so kurz?” fragt der Mann...

    “Weil Ihre Schulter hängt. Ziehen Sie die Schulter hoch! Sehen Sie: Ein perfekter Sitz!” Der Mann lässt sich überzeugen. Zahlt und geht wie ihm geraten im Anzug auf die Straße. Da kommen ihm zwei Damen entgegen. Flüstert die eine der anderen zu: “Schau mal, der arme Krüppel!” Antwortet die andere: “Ja, aber einen guten Schneider hat er!”



    Wenn man sich nur genug verbiegt ... dann ist das M-Konzept super! Ohne verbiegen eben mit 28 oder 35mm, viel Lichtstärke, ab 0,9m Entfernung aufwärts. Das mit dem Auslösegeräusch gilt evtl. im Gerichtssaal oder so, aber ein Compur ist nicht lauter und auf der Straße sollte man nur Leute knipsen, deren Einverständnis auch gegeben wird. Das Gewichtsargument gilt ja auch nur, solange man nicht über 75mm geht, 90 grenzwertig nutzbar, 135 mit Brille oder heftig abgeblendet, mehr Brennweite (und näher als 0,9m) nur mit Visoflex-Krücke.

    Damals war es bei uns üblich, zur Konfirmation ein Mofa oder eine Stereoanlage geschenkt zu bekommen. Diverse Schulkameraden haben die Stereoanlage genommen und etwas später haben sie dann angefangen klassiche Musik oder Audio-Testplatten zu hören (CD knapp noch nicht erfunden), weil nur die die Vorteile der Anlage richtig zu Geltung kommen lassen.

    Fazit: Wenn man sich in der Art der Fotografie eng einschränkt (oder sowieso in der Hinsicht beschränkt ist), dann ist das M-Konzept toll. Ich gebe unumwunden zu, ich hätte gerne eine M7 mit 1,4/35 ASPH als Ergänzungskamera, denn das Distagon 1,4/35 HFT hat zwischen f1,4 und f4 doch gewisse Schwächen (Geisterbilder und mangelnde Randschärfe).

    Beim Rest muß man sich eben fragen ob der Schwanz mit dem Hund wedelt oder ob die Leica-Propagandaabteilung einem zufällig einfach aus dem Herzen spricht.

  5. #5
    Ist oft mit dabei Avatar von mhiller
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    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    Evtl. könnnnnte es mir eines Tages besser gehen, wenn Leica die ganz fest versprochene "adäquate Lösung" für die (Stand heute: "verarschten") R-Kunden bringt. Das könnnnte mich mit der Firma vielleicht versöhnen (obwohl ich nachtragend bin wie ein Kleinaktionär, unterm Strich hätte ich mir lieber das Apo Summicorn-R 2/180 auf Rollei-QBM umbauen lassen sollen, statt eine R7 dazu zu kaufen), aber in Sachen Meßsucher möchte ich gerne einen meiner wenigen stubenreinen Lieblingswitze”



    Wenn man sich nur genug verbiegt ... dann ist das M-Konzept super! Ohne verbiegen eben mit 28 oder 35mm, viel Lichtstärke, ab 0,9m Entfernung aufwärts. Das mit dem Auslösegeräusch gilt evtl. im Gerichtssaal oder so, aber ein Compur ist nicht lauter und auf der Straße sollte man nur Leute knipsen, deren Einverständnis auch gegeben wird. Das Gewichtsargument gilt ja auch nur, solange man nicht über 75mm geht, 90 grenzwertig nutzbar, 135 mit Brille oder heftig abgeblendet, mehr Brennweite (und näher als 0,9m) nur mit Visoflex-Krücke.

    Damals war es bei uns üblich, zur Konfirmation ein Mofa oder eine Stereoanlage geschenkt zu bekommen. Diverse Schulkameraden haben die Stereoanlage genommen und etwas später haben sie dann angefangen klassiche Musik oder Audio-Testplatten zu hören (CD knapp noch nicht erfunden), weil nur die die Vorteile der Anlage richtig zu Geltung kommen lassen.

    Fazit: Wenn man sich in der Art der Fotografie eng einschränkt (oder sowieso in der Hinsicht beschränkt ist), dann ist das M-Konzept toll. Ich gebe unumwunden zu, ich hätte gerne eine M7 mit 1,4/35 ASPH als Ergänzungskamera, denn das Distagon 1,4/35 HFT hat zwischen f1,4 und f4 doch gewisse Schwächen (Geisterbilder und mangelnde Randschärfe).

    Beim Rest muß man sich eben fragen ob der Schwanz mit dem Hund wedelt oder ob die Leica-Propagandaabteilung einem zufällig einfach aus dem Herzen spricht.
    Hallo Jan,
    ich benutze seit einem Jahr eine Leica M10 (gebraucht gekauft, neu ist der Preis doch zu unverschämt) und habe viel Spaß dabei, mit Life View kann ich auch mit ungekuppelten Objektiven wie dem Digitar oder Macroköpfen brauchbare Bilder bekommen.
    LG
    Michael

  6. 2 Benutzer sagen "Danke", mhiller :


  7. #6
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    Zitat Zitat von mhiller Beitrag anzeigen
    Hallo Jan,
    ich benutze seit einem Jahr eine Leica M10 (gebraucht gekauft, neu ist der Preis doch zu unverschämt) und habe viel Spaß dabei, mit Life View kann ich auch mit ungekuppelten Objektiven wie dem Digitar oder Macroköpfen brauchbare Bilder bekommen.
    LG
    Michael
    Mit Life View bist Du in den Augen der M-Puristen ein pöhser Verräter, "Soetwas braucht man nicht, genausowenig wie Video!" (man denke nur an das Spezialmodell ohne Display!), und Du folgst für Außenstehende nicht direkt dem Meßsucherkonzept (kann man sich auf dem Display auch den zweiten, unnötigen Satz Bildbegrenzungslinien einblenden lassen?).

    Ich bin leider nicht auf der Höhe der Leica-Propaganda, aber was ist mit dem Chip? Hat der genug Pixel und ist die Technologie OK? Hatte nicht der Vorgänger eine andere Technologie und mit keiner anderen könnte man auch nur halbwegs brauchbare Fotos hinbekommen? War da nicht soetwas in der Richtung?

    Die Kamera sei Dir auch gegönnt (wie Dir jede andere und diese jedem anderen). Wir sind ein freies Land und niemand sollte mich daran hindern können, mir auch eine zuzulegen (Hr. Meister wäre sicher gerne behilflich).

    Nur was hätte eine EOS 5 (digital mit zeitlich passendem "Mk") oder eine Vollformat-Sony (zeitlich passend) in ähnlichem Zustand gebraucht gekostet? Wieviele Objektive (und Adapter) hätte man von der Differenz kaufen können? Und wie stellt sich der Qualitätsvorsprung der Bilddateien gegenüber denen aus einer Canon oder Sony dar?

    Wenn Du im Zahnwälteforum die Fotos anguckst, dann dürfte es schwer fallen den Qualitätsvorsprung zu belegen (technisch und gestalterisch) obwohl da so manche mit einem Apo-Summicon oder Noctilux fotografierte Garagenwand gezeigt wird.

    Technisch betrachtet muß ich meinen Betreuer dann erstmal bitten meine frischen Windeln nicht wieder so stramm zu ziehen, bevor ich mir angucke wie bei der Leica Mxyz der Blendenwert den Weg in die Exif-Daten findet.

    Damit schlagen wir dann wieder den Bogen zur Ausgangsfrage und wir stellen erneut die Überlegenheit des Menschen über die Maschine fest. Gute Leute können auch unterlegene Technik verkaufen.

  8. #7
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    Zitat Zitat von mhiller Beitrag anzeigen
    Hallo Jan,
    ich benutze seit einem Jahr eine Leica M10 (gebraucht gekauft, neu ist der Preis doch zu unverschämt) und habe viel Spaß dabei, mit Life View kann ich auch mit ungekuppelten Objektiven wie dem Digitar oder Macroköpfen brauchbare Bilder bekommen.
    LG
    Michael
    Hallo Michael,

    laß Dir den Spaß nicht verderben, denn dass eine Leica-M Spaß macht, kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz unterschreiben. Eine Leica-M ist für mich ein unaufgeregt elegantes Instrument um in schwierigen Lichtsituationen mit eher niedigen, aber lichtstarken Brennweiten auf den Punkt genau fokussierte Fotos zu bekommen. Es gibt Situationen, da muß der erste Schuß sitzen und genau das kann die Leica-M, wenn man sich mit ihr beschäftigt.

    Und eins weiß ich sicher, wenn meine Lebensversicherung in ein paar Jahren fällig wird, dann kommt auch wieder eine (digitale) Leica-M ins Haus!

    LG, Christian

  9. 5 Benutzer sagen "Danke", gladstone :


  10. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von eos
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    Hoffentlich hast du deine Lebensversicherung nicht in den letzten Jahren abgeschlossen. Dann müsstest du bei Fälligkeit dein bisheriges Leica Equipment verkaufen, um auf Null zu kommen...



    Grüße Claas

  11. Folgender Benutzer sagt "Danke", eos :


  12. #9
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    Zitat Zitat von gladstone Beitrag anzeigen
    Hallo Michael,

    laß Dir den Spaß nicht verderben, denn dass eine Leica-M Spaß macht, kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz unterschreiben. Eine Leica-M ist für mich ein unaufgeregt elegantes Instrument um in schwierigen Lichtsituationen mit eher niedigen, aber lichtstarken Brennweiten auf den Punkt genau fokussierte Fotos zu bekommen. Es gibt Situationen, da muß der erste Schuß sitzen und genau das kann die Leica-M, wenn man sich mit ihr beschäftigt.

    Und eins weiß ich sicher, wenn meine Lebensversicherung in ein paar Jahren fällig wird, dann kommt auch wieder eine (digitale) Leica-M ins Haus!

    LG, Christian
    Es geht mir nicht darum den Spaß zu verderben, sondern darum sich der Fakten bewußt zu sein (oder werden).

    Eine Swatch mit Quartzwerk geht viel präziser als eine Patek mit mechanischem Werk oder wenn es eine andere billige Uhr für den Vergleich sein soll eben eine Rolex mit mechanischem Werk. Trotzdem findet man das mechanische schnelle Ticken der Unruh besser (sexier, entspannender, beruhigender, ...) als den Sekundenclack der Swatch, das ist völlig OK.

    Man möge sich nur bewußt sein, was man braucht, was man mag, wo man auf Propaganda reingefallen ist, was man tut im Leute zu beeindrucken und was man ablehnt weil man es sich nicht leisten kann (obwohl es technisch gut ist und zum Bedarf passen würde).

    Wenn es denn die digitale M sein muß und die Hobbykasse es nicht hergibt, dann würde ich nicht auf die Auszahlung der Lebensversicherung warten wollen (YOLO!), dann würde ich eher eine Hypothek aufnehmen oder eines meiner Autos gegen ein billigeres tauschen (oder ein Auto weniger habe) und sie mir jetzt kaufen.

  13. #10
    Fleissiger Poster Avatar von 123abc
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    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    ...Früher [tm] kostete eine Spiegelreflex Leica (Leicaflex "_" - Leica R7 über "Walfische" wollen wir gar nicht erst reden) mit Kassengestell 2/50 immer ein Schweinegeld und man mußte sich den Qualitätsvorsprung zu einer Canon/Contax/Nikon/... manchmal mit viel Likör und einer rosaroten Brille herzaubern, und eine (M 4-6TTL/7) auch. Ab digitaler Vollformat M (über einen Krüppel wie die M8 wollen wir auch nicht reden) war das dann noch viel mehr als ein Schweinegeld und über die "Qualität" ging/geht im Vergleich zu einer Vollformat EOS (1/5) einfach gar nichts mehr (da wären über 5 Promille nötig!). Gebraucht kostet dann auch die EOS nicht mehr so viel wie neu....
    Leica war selten der technische Vorreiter und wenn sie doch mal was als Erste hatten (Autofokus), haben sie die Möglichkeiten nicht mal erkannt und es nicht genutzt. Der vermeintliche Qualitätsvorsprung ist auch so eine Sache und man sollte auch nicht übersehen, dass Leica sich bezüglich Kamera-Elektronik und auch Objektiven in den frühen 70ern Nachhilfe aus Japan holen musste. Die R3 war eine Minolta XE-1 mit Leica-Bajonett und zusätzlicher Spotmessung. Die R4 bis 7 basierten zumindest ansatzweise auf der Minolta XD7. Die ersten Zoomobjektive waren allesamt Minolta-Rechnungen, die in Leica-R-Fassung dann ein vielfaches kosteten und ebenfalls das R 2.8/24 mm, weil Minolta schon die Floating Elements drauf hatte. Digital folgte ein komplettes Desaster, mit unterdimensionierten IR-Filtern, der Kunden-Verar***ung bis zur plötzlichen Abkündigung einer digitalen R und einer Sensorqualität, die in keinem Verhältnis zu den aufgerufenen Preisen stand. Zum Glück hatte ich Ende 2004 bereits das Vertrauen verloren und meinen gesamten Leica-Bestand noch für akzeptable Preise bei eBay verkauft. Weil ich das Meiste ebenfalls gebraucht gekauft hatte, hielten sich meine Verluste in überschaubaren Grenzen und der Erlös finanzierte mir eine EOS 5D Ausrüstung.

    Zitat Zitat von Jan Böttcher Beitrag anzeigen
    ...In der "theoretischen Praxis" ist die Meßsucherkamera bei wenig Licht und bei kurzen aber lichtstarken Brennweiten der SLR überlegen. Hellerer Sucher und größere Meßbasis. Der Rest?
    Na, ich weiß nicht ... was könnte man mal ausprobieren? Vario-Objektiv? Adaption von Fremdobjektiven? Lange Brennweiten (also länger als sagen wir mal 80mm)? Nahaufnahmen (bei M fängt das wohl bei 0,9m an (hihihi))? Oder wollen wir einfach nur mal mit einem Polfilter knipsen?...
    Für mich gab es damals mehrere Gründe eine Leica M zu verwenden. Die Ausrüstung war kleiner und leichter. Ausserdem war sie unauffälliger, viel leiser als der Spiegelschlag meiner F1, der auch im Berliner Großstadtlärm unüberhörbar war und man konnte auf Grund der fehlenden Erschütterung mit etwas Übung lange Verschlusszeiten aus freier Hand verwenden.

    Die Fotografie mit Messsucher-Kameras ist etwas Besonderes und auch auch fordernd. Man muss mehr Vorstellungskraft haben, weil man nur durch einen Rahmen sieht. Eine Überprüfung der Schärfentiefe ist nicht wirklich möglich. Die Naheinstellgrenzen sind nicht wirklich was man möchte und die Überlegenheit der Messsucher-Kamera gegenüber der SLR bei wenig Licht und kurzen Brennweiten, ist gegenüber der DSLM ebenfalls weggefallen. Trotzdem fehlte mir die Messsucher-Fotografie ein wenig so dass ich 2008 mal einen Ausflug in die Vergangenheit machte:

    Canon P 1959 by Berlin-Knipser, auf Flickr

    Die Film-Scannerei nervte dann aber doch zu sehr und heute steht die Canon P in der Vitrine. Irgendwann muss ich mal mit den Objektiven losziehen, aber zu mehr als ein paar Testaufnahmen hat es noch nicht gereicht.

    Heute ist eine digitale Messsucher-Leica meiner Meinung nach ein liebenswerter aber sehr teurer Anachronismus, der für mich wahrscheinlich immer noch einen gewissen Reiz hätte, aber meine nicht mehr ganz taufrischen Augen kriegen das manuelle Fokussieren mit der Sucherlupe meiner A7R III noch sehr präzise hin, wohingegen mit einem Messsucher...

    Viele Grüße
    Berlin-Knipser

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