In den Endsiebzigerjahren hatte ich meine ersten Kontakte zum Medium Fotografie.
Wohl schon damals war natürlich die "Kohle" das limitierende Element.
Zudem kam noch die limitierte Vielfalt Dank östlichem Lebens der innerdeutschen Grenze.
Nach dem Neuesten, Tollsten und gar Teuersten habe ich nie Ausschau gehalten.
Das hatte nicht nur Nachteile - auch mit preiswertem Equipment kann man gute Bilder erstellen. Aber - natürlich nicht in der Fülle wie mit "besserer" Ausstattung.
Rein technisch, nicht vom Inhalt und Ausdruck her.
Mit dem Aufkommen "gescheiter" (und mir viel zu teurer) Digitalkameras wurde einem einstmals teure analoge Ausstattung hinterhergeworfen.
Neben monetärem Einsatz war eher der verfügbare Platz das limitierende Kriterium.
Systemwechsel (Anschlusswechsel via Bajonett und dazugehöriger Kamera) konnten leichter vonstatten gehen; bei mir nicht - ich blieb bei M42 und PB.
Digital war mir zu preisintensiv und so bin ich erstmal bei analog geblieben.
Image war und ist mir egal.
Dank Auflagemaß bin ich dann digital bei Canon gelandet.
Meine alten Objektive konnte ich am APS-C sowieso und an VF meistenteils verwenden.
Super!
Egal ob analog oder digital; rein technisch kommt es zumeist auf das Objektiv an aber eben noch viel mehr - auf die 10cm hinter dem Sucher.
Aber wem sage ich das.
Ob es nun in diesem Jahr an Corona lag, am allgemeinen Zeitlimit , an momentan allgemeiner Unlust - mit der tollsten Kamera und den tollsten Objektiven wäre mir momentan wahrscheinlich nix weiter gelungen.
Mit dem Handy kamen wohl noch die gescheitesten Ergebnisse raus.
DAS ist ernüchternd.
Zur eingangs gestellten Frage - mag sein, daß die verwendeten Kameras heute keine Rolle mehr spielen.
Ein einfaches Bedienkonzept wohl schon.
Wer es richtig drauf hat (und da gibt es hier im Forum einige Beispiele), der bekommt mit einer Sucherkamera richtig geile Bilder hin.
Die reine Technik macht keine guten Bilder.
Was ist mein Fazit?
Reine Technik wird völlig überbewertet.
VG
Holger


.............und nebenbei zwei Canon mit 'nem D
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Viel wichtiger war für mich die Möglichkeit, mittels digitaler Kameras nun Bilder in unbegrenzter Zahl aufzunehmen und damit eine Vorauswahl für Abzüge treffen zu können.