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Thema: Aufruf zur "Rettung des 42,5mm Samtfokus-Tubus"

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von jock-l
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    Zitat Zitat von hinnerker Beitrag anzeigen
    Bis auf das Paket von Jockl (da fehlt mir noch die Adresse) sind alle Bestellungen nun auf Reisen.
    Wahnsinn, wie schnell das jetzt funktioniert- ich hatte dieser Tage auch wirklich ohne Unterbrechung zu tun und wenig Zeit z.B. Tagesnachrichten zu überfliegen, Ausfälle abzufangen und habe meinen Urlaub dahingehend verschoben, im Interesse der Klinik auf freie Tage zu verzichten, @Henry: PN kommt gleich

    PS: Ich muß schauen, daß ich mal ein richtiges Dankeschönpaket für Dich und Frauke hinbekomme

    Edit: Überweisung ist raus, Adresse auch
    Geändert von jock-l (16.08.2020 um 15:16 Uhr)
    Ungeduld ist keine Schwäche ...

  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Moin in die Runde...


    Nachdem nun alle SFTs an die Besteller ausgeliefert und dort eingetroffen sind, nun noch ein paar Bemerkungen und Hinweise !

    Grundsätzlich möchte ich allerdings ein Statement vorab loswerden.
    Die Serien der SFTs weisen immer irgendwelche minimalen Abweichungen zu Vorgänger-Serien auf. Dies liegt grundsätzlich an der Kleinserienfertigung:
    Während Serienfertigungen von mehreren tausend Stück eines Teils z.B. wenn man 5000 Stck. eines SFTs "auf Schlag" herstellen können würde,
    wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der 3. Tubus wie der 3.998 Tubus aus dieser Großserie gleich sein wird, da die Einrichtung der Maschine gleich bleibt
    und lediglich zwischendurch mal eine Wendeschneidplatte oder ein Bohrer wegen Verschleiß gewechselt werden muss. Die Positionierungsdaten der Maschine aber
    blieben nach der erstmaligen Einrichtung durchgängig gleich.

    Da wir es aber im Falle der SFT mit Kleinst-Serien zu tun haben, die zum Teil in Halbjahresabständen gefertigt werden und einen Umfang von nur ~10 Stck. besitzen,
    ist es logisch, dass auch nur minimale Abweichungen bei der Einrichtung der Maschine zum Tragen kommen können.

    Dies kann dazu führen, dass Besitzer von "Alt-Serien" aus der ersten, zweiten und dritten Serie nun vor dem Problem stehen, dass die engen Toleranzen mal ins positive,
    aber auch in ein negatives "Toleranzfeld" führen.

    Ohne nun näher auf den Begriff des Toleranzfeldes einzugehen, bedeutet dies, dass die neue Serie in sich korrektes Gleiten vom 42.5er im 52.5er nach der Rasur zeigt,
    aber nicht zwingend bedeutet, dass nun Teile aus Vorgänger-Serien kompatibel zu dem neuen Teil sind.

    Dies gleicht normalerweise der verwendete Samt mit einer Schichtdicke von ca. 0,52mm (da umlaufend auf dem Objektiv insgesamt um ca. 1mm aus durch die spätere "Rasur")

    Nun kann es aufgrund der Toleranzen dazu kommen, das sich Alt- und Neuteile nur bedingt miteinander "vertragen". Einges wird "strammer" und es wird eine stärkere
    Rasur fällig, damit die Altteile in die Neuteile passen. Umgekehrt können die für die Neuteile beklebten und eingerichteten Objektive in den alten Serien nun manchmal auch
    viel zu leicht gleiten oder sogar herausfallen im schlimmsten Fall.

    Generell aber werden die Teile einer Serie so gefertigt, das die 42.5er mit den 52.5er innerhalb einer Serie Harmonieren" , denn das ist das, was bei einem Verkauf zählt. Die Dinge müssen
    innerhalb der Serie zueinander passen !!!!

    Das kurz als Erklärung, da nachfolgende "Reklamation" eines einzelnen Users hier einlief.


    Ein User, der zwei 52.5er SFT und zwei 42.5er SFT bestellte, meldete sich mit Problemen bei mir, die ich wie folgt zusammenfasse:

    1. Die 2 bestellten 42.5er ließen es nur schwer zu, sein Colorplan 2.8/90 dort einzudrehen. Er berichtete von zwei "Widerstandsstellen", die in dem Tubus
    auftraten, was bei seinen 42.5ern aus einer älteren Serie in Verbindung mit dem Colorplan aber nicht der Fall gewesen war. (Das deutet schonmal auf den Vergleich von zwei Serien hin!)

    2. In die 52.5er ließ sich sein Meostigmat 1.3/35mm nur mit hohem Kraftaufwand eindrehen und bedienen, was bei der alten Serie nicht der Fall war. (Wieder der Vergleich neu-alt)

    3. Sein eigener 55mm Umkehrring sperrte im dafür vorgesehenen Gewinde des 42.5er SFT bevor ein stoßbündiger Abschluss erreicht werden konnte.


    Er schickte mir daraufhin die Problemkandidaten wieder zurück und ich nehme dazu wie folgt der Reihe nach Stellung und zeige die Lösungen der Probleme:

    Es stellte sich als richtig heraus, dass die 42.5er das Einschrauben seines Colorplans an zwei Stellen "behinderte" (aber nicht unmöglich machte).
    Dies ist auch nur relevant, wenn der 42.5er "Standalone" (also ohne in den 52.5er eingeschraubt zu sein) betrieben wird, das nur als Hinweis.

    Nach gründlicher Untersuchung der Ursachen stellte sich heraus, dass an zwei Stellen (nämlich dem Gewinde-Einlauf) und dem Gewinde-Auslauf kleine "Spikes"
    vorhanden waren. Dies merkt man daran, dass wenn man mit dem nackten Finger über das 18gängige Innengewinde fährt, die Gewindekuppen sehr rauh sind an den Fingern.

    Diese Spikes entstehen aus meiner Sicht dadurch, das sich beim Gewindeschnitt an den vorstehenden Schnittkanten das Aluminium bei der Bearbeitung unregelmäßig und kaum sichtbar
    "auftürmt".

    Man hätte diese "Spikes" vor dem Eloxierbad nochmal "entgraten" sollen... wenn man es vor dem Eloxieren gewußt hätte !

    Sollte also jemand vor dem Problem stehen mit den eloxierten Teilen, dann hilft folgender Trick. Man nehme 400er und 1000er Schleifpapier für Metall, das es in jedem Baumarkt gibt.
    Schneidet zwei Finger breite Streifen und taucht mit diesen in den Tubus des 42.5er SFT ein und schmirgelt etwas die oberen Kanten des Gewindes. Danach ist diese "Rauheit" beim Eindrehen
    vorbei. Vorgang gegebenenfalls wiederholen.

    Wer nun Angst um die Eloxierung hat, dem sei gesagt, dass nur die Gewindespitzen (oder auch "Spikes" von mir genannt) entgratet werden, was ein leichteres Eindrehen zur Folge
    hat. Man sieht es kaum und dürfte auch keinen Einfluss haben.

    Auf diese Weise konnte ich das Problem dieser 2 Stellen beim Eindrehen des Colorplan aus dem ersten der drei Punkte beseitigen.
    Beim zweiten Punkt verhielt es sich genauso. Hier war allerdings etwas kräftigeres "entgraten" notwendig.

    Punkt 3 der oben genannten "Problem" - Liste ließ sich auf den Umkehrring zurückführen, da sowohl meine Canon 55mm Umkehrringe, als auch 55mm Einschraubfilter einwandfrei funktionierten, ebenso meine 55mm Step-Up und Step-Down Ringe aus dem Satz.

    Das seine 55mm Umkehrringe an der alten Serie passten, bedeutet letztlich nur, dass diese alte Serie wahrscheinlich etwas "fehlertoleranter" ausgeführt war, als die neue Serie, aber alles innerhalb der Normvorgaben, so dass diese auch keinen Reklamationsgrund gegen die Werkstatt darstellen würde, denn meßtechnisch war das alles i.O.

    Insgesamt aber, sollten sich bei Euch ähnliche Effekte ergeben, so hilft hier in erster Linie das "entgraten" der Spikes des rauhen Gewindes.

    Noch weitere Hinweise:

    Bitte haltet Euch auch an die Vorgaben, den Samtstreifen nur mit ca. 2,5cm auf dem Objektiv auf dessen Einde aufzubringen. Als mich das Colorplan erreichte, waren insgesamt zwei dieser Streifen (also rund 5cm Samt in dem Gewinde) hintereinander um das Objektiv gewickelt. Es macht aber einen erheblichen Unterschied, ob nun der Samt vollflächig im Gewinde des 42.5ers steckt, oder ob lediglich der eine Samtstreifen von 2,5mm das Gewinde teilweise ausfüllt (so wie es geplant war). Der Drehwiderstand sowohl beim erstmaligen Eindrehen, als auch bein der Fokussierung erhöht sich erheblich, was zusätzlich zu den "Spikes" noch das Gefühl verstärkt, der SFT sei zu eng, aber meßtechnisch absolut nicht stimmte.

    Also bitte streng an diese Vorgabe halten.

    Es stellt sich zudem heraus, dass scheinbar der DC Fix Samt - je nach Produktions-Charge im DC-Fix Werk - unterschiedliche Auftragsstärke hat. Während der von mir auf einer 5m Rolle gekaufte
    Samt eine "Dicke/Stärke" von 0,52mm aufwies, war der Samt des Users (ebenfalls DC Fix) bei 0,68mm. Das ist weit über ein zehntel Millimeter, mit der Folge, dass hier ein deutlich
    stärkeres "Rasieren" mit erheblich mehr Kraftaufwand erforderlich sein wird.

    Insgesamt habe ich auf diese Weise (entgraten der Spikes) und Verwendung meines Samtes die SFTs einwandfrei zum Laufen gebracht.

    Bitte beachtet diese Hinweise unbedingt und mischt nach Möglichkeit alte und neue Serie nicht.

    Es ist also erforderlich, sich irgenwo zu markieren, was alte und neue Teile sind und gegebenenfalls auch die Objektive neu zu bekleben, wenn Sie in einer Vorgängerserie betrieben werden


    Soweit dies erstmal als kleine Hilfestellung, falls hier oder da Probleme auftauchen.

    Ratsam ist auch, sich verschiedene Samtveloure zuzulegen, die unterschiedliche Schichtdicken haben um - je nach Objektiv - bessere Anpassungen zu erzielen.

    LG

    Henry
    Geändert von hinnerker (23.08.2020 um 17:23 Uhr)
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  3. 6 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von jock-l
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    ... obwohl das Braun Ultralit PL 4/85-150mm beim ersten Versuch den Eindruck hinterließ, die Tuben wären zu kurz (keine rechte Führung weil zuweit herausgedreht) hatte ich gestern gestrahlt wie der kleene Junge abends unterm Weihnachtsbaum- die Sachen sehen echt stark aus und die anderen Kandidaten die auf Anschluß warteten funktionieren klaglos... ein bisschen reinfummeln in das "Problemkind" passt auch zum Urlaub, das wird ... wenn ich aufhöre zappelig zu sein und ein bisschen vermittle

    Aus meiner Sicht- die neue Serie hat sich gelohnt !
    Ungeduld ist keine Schwäche ...

  5. Folgender Benutzer sagt "Danke", jock-l :


  6. #4
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Der "einzelne User mit Reklamation" war meine Wenigkeit. Ich möchte hier kurz meinem Dank für die unproblematische Hilfestellung von Henry Ausdruck verleihen.

    Da ich mir unsicher war, was der Grund für das an bestimmten Stellen äußerst schwergängige Eindrehen war, hatte ich mich daran erst gar nicht versucht. Ich hatte nämlich die Befürchtung, dass die Steig-Gewinde nachgeschnitten und neu eloxiert werden müssten. Dass Henry die Ursache in den sogenannten "Spikes" finden und dann auch ohne Neu-Eloxierung beheben konnte, ist für mich eine große Erleichterung.

    Auch ist es für mich eine neue Erkenntnis, dass sich anscheinend einige Umkehrringe nicht bis zum erforderlichen Anschlag in die entsprechenden Gewinde der SFTs einschrauben lassen.

    Hinsichtlich des Samts erlaube ich mir, ein wenig zu ergänzen. Die auf den beiden Test-Objektiven verwendete Samt-Folie war von Henry. Ich vermute jedoch, dass Objektive mit bereits rasiertem Samt für eine SFT-Serie bei Verwendung in anderen SFT-Serien mit NEUER Folie beklebt werden sollten und diese dann neu rasiert werden sollte.

    Alles in allem bin ich sehr froh, dass sich Henry der Sache angenommen und eine Lösung gefunden hat.

    Nochmals danke !!!

    Gruß, Rick

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  8. #5
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von jock-l Beitrag anzeigen
    ... obwohl das Braun Ultralit PL 4/85-150mm beim ersten Versuch den Eindruck hinterließ, die Tuben wären zu kurz (keine rechte Führung weil zuweit herausgedreht) hatte ich gestern gestrahlt wie der kleene Junge abends unterm Weihnachtsbaum- die Sachen sehen echt stark aus und die anderen Kandidaten die auf Anschluß warteten funktionieren klaglos... ein bisschen reinfummeln in das "Problemkind" passt auch zum Urlaub, das wird ... wenn ich aufhöre zappelig zu sein und ein bisschen vermittle

    Aus meiner Sicht- die neue Serie hat sich gelohnt !
    Wenn die Tuben "zu kurz" sind, dann bastel halt zwischen Kamera und SFTs noch einen Zwischenringsatz. Die SFT können natürlich die Brennweitendifferenzen und damit den Abstand des Objektivs von der Kamera nicht "auffangen".

    Die SFT sind "Einstellhilfen" und kein Adapter für jedes beliebige P-Objektiv. Können Sie auch nicht sein, weil die Objektive aus den Diaprojektoren damals in selbigen an unterschiedlichen Entfernungen zur Lichtquelle innerhalb der Gesamtkonstruktion des Projektors und der Filmbühne standen.

    Schon deshalb wird es immer auch notwendig sein, mit Zwischenringen zu arbeiten, da die Tuben der Objektive auch unterschiedlich lang ausfallen...eben abhängig von der jeweiligen Konstruktion des damaligen Diaprojektors.

    Ein 120mm Objektiv sitzt mit seinem optischen System nun einmal weiter im Tubus vorn, als ein 80mm oder ein 65mm Objektiv, das dichter an der Kamera sitzt. Kennt man ja auch von Teleobjektiven, die im Verhältnis zu den "Normalobjektive" weiter nach vorn "ausladen" und länger sind. Da versteckt sich das optische System im längeren Tubus vorn sitzend, während es bei Weitwinkeln sehr weit hinten sitzt mit den Rücklinsen.
    Das trifft auch auf Dein Ultralit Zoom zu, eben weil hier die Brennweite sich ja verschiebt. So kann es in der einen Position stimmen (85mm) aber in der Telestellung eben nicht mehr.

    Diese Distanzen muss man - je nach verwendeten Objektiv - immer anpassen und mittels Zwischenringen in den "Einfangbereich" der SFT bringen, damit dieser voll von Unendlich bis in den Nahbereich in einem sinnvollen Bereich wirken kann. Beim Ultralit ist das sicherlich eine Erprobungssache, wo man in der Kombination aus Abstand der SFT mit Zwischenringen und eingestellter Brennweite am Objektiv das optimale Ergebnis erzielt.

    Bei vielen Objektiven im Bereich um die typischen 85-90mm herum reicht aber der "kaskadierte" 42.5er im 52.5er SFT gut aus. Will man, dass es sehr exakt zugeht, schaltet man einfach noch im eingefahrenen Zustand beider SFT ein paar alte, "gefledderte" Filter dazwischen.

    Dies bietet sich an, wenn man aus alten Kamera-Konvolut-Käufen noch etliche von den alten Filtern mit passendem Gewindemaß liegen hat.... Glas raus und als Zwischenteil zwischen Umkehrring an der Kamera und dem SFT nutzen. Damit kann man dann sehr genau den U-Punkt treffen und dabei den vollen Auszug in den Nahbereich nutzen.

    Ein weiterer Tipp ist auch, statt des mitgelieferten Umkehrrings sich z.B. einen Canon EF (auf die entsprechende Kamera) Umkehrring zu besorgen und dann einen Canon EF Adapter zu nutzen um mit den SFT weiter weg von der Kamera zu kommen, wenn das Objektiv sonst aus dem Tubus voll ausfahren würde.

    Man muss da nur ein wenig kreativ sein, um sich Umwege zu überlegen, wie man das Ziel erreicht. Aufgrund der "nicht Normiertheit" der Projektor-Objektive ist dies oft erforderlich und man sollte entsprechend flexibel mehrer Lösungswege überlegen und durchprobieren.

    LG
    Henry
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  10. #6
    Hardcore-Poster Avatar von Rick
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    Betreffend E-Mount:

    Bei Objektiven mit großen Brennweiten passt oft ein Helicoid M42 / E-Mount zwischen SFT und Kamera. Wenn ein Helicoid passt, dann muss zwischen SFT und Helicoid ein Umkehrring SFT-Gewinde (55, 52, 49mm) / M42 gesetzt werden.

    Passt kein Helicoid dazwischen und hat man keine alten Filter zum Ausschlachten verfügbar, dann kann man zwischen SFT und und Umkehrring auch sogenannte Spacer-Ringe (entspricht Filter-Verlängerungen) setzen. Gibt es für 49, 52 und 55mm. Diese verlängern meist zwischen 4 - 5 mm. Beim SFT 52.5 habe ich für das Meo 1.3/50mm einen Spacer-Ring und für das Meo 1.4/70mm zwei Spacer-Ringe. Damit erreiche ich im SFT trotzdem OO, bekomme aber einen größeren Nahbereich ohne dass die Meos vorne raus fallen.

    Alternativ kann man auch zwischen Umkehrring SFT / E-Mount und Kamera einen Makroring für E-Mount setzen. Wie Henry schon schrieb, muss man ein wenig kreativ sein. Das Beispiel lässt sich im Prinzip auch auf andere Kameras mit ca. 18mm Auflagemaß übertragen.

    Gruß, Rick
    Geändert von Rick (24.08.2020 um 18:49 Uhr) Grund: Schreibfehler

  11. 4 Benutzer sagen "Danke", Rick :


  12. #7
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Kleiner Hinweis, weil es mir keine Ruhe ließ.

    Die Kombination 42.5er in den 52.5er eingeschraubt geht in der Tat sehr streng, speziell wenn ich meine beiden Meostigmate 1,4/70mm (einmal für Canon DSLR gekürzt, einmal für den Betrieb an der Sony A7II) in den 52.5er einschraube. Dies liegt an den 52.5er SFT, die etwas zu eng ausfielen.

    Ich hab daher mal einen der 52.5er Tuben auf der Drehbank bearbeitet und das Gewinde ca. 1-1,5 Zehntel heruntergedreht. Das ergibt zusammen mit dem Samt ein nach wie vor gut gängiges Gewinde und die Sache wird "rund". Damit sind dann auch die Spikes weg, aber leider wird auch die Eloxierung ziemlich "löchrig", soll heißen, die blanken Stellen treten deutlicher "zu Tage".

    Ziemlicher Mist !

    Ich habe deshalb mit der Werkstatt telefoniert und ein Agreement verabreden können.

    Wir machen die Serie mit den 52.5er SFT mitsamt der Eloxierung komplett neu !

    Dies geschieht ab nächste Woche, wo ich mich dann mit dem Dreher treffen werde und wir direkt die Dinge nochmals besprechen und die alten Versionstände der CAD Zeichnung löschen, damit das nicht nochmal passieren kann. Die Werkstatt hat angeboten, die Hälfte der Gesamt-Kosten für die neue Serie zu übernehmen, die andere Hälfte trage dann ich.

    Das bedeutet, dass im Anschluss an diese Aktion die an Euch verschickten 52.5er SFT an mich zurück geschickt werden müssen und ich dann die neuen, besser passenden 52.5er wieder an Euch herausschicke.

    Dies betrifft die Eloxierten Teile. Die nicht eloxierten können auch an mich geschickt werden und ich werde diese dann auf den passenden Durchmesser bringen, da es bei denen egal ist, da sie keine Eloxierung aufweisen, die neu zu machen wäre.

    Es wird also einen Austausch "eloxiert alt" gegen "eloxiert neu" geben.

    Wer seinen eloxierten 52.5er nicht zurückgeben möchte, weil er auch so damit klar kommt und eventuell dünneren Samt einsetzt, kann ihn gegen den 50%igen Selbstkostenpreis von 28 Euro auch behalten. Er ist ja nicht "wertlos" geworden, sondern muss letztlich nur im Innendurchmesser geweitet und anschließend neu eloxiert werden, oder man verzichtet nach der Bearbeitung auf die Inneneloxierung.

    Das erschien mir ein gangbarer Kompromiss, denn wenn ich die bisher ausgelieferten zurücknehme, habe ich so die Möglichkeit bei der Nachbearbeitung, meinen Anteil an dieser 50/50 Regelung mit der Werkstatt eventuell später durch einen Verkauf der nachgearbeiteten Rücksende-Teile wieder herein zu holen und die bearbeiteten dann erneut in die Eloxlierung zu geben.

    Also wer die gefertigten 52.5er Teile zu stramm findet für seine Meostigmate oder andere 52.5er Objektive, kann diese zurücksenden und bekommt vermutlich in 10-14 Tagen einen neuen zugeschickt, der ohne die starke "Rasur" auskommt und in dem der 42.5er oder die Meostigmate besser gleiten als in der jetzt ausgelieferten Serie.

    Deshalb mach ich jetzt mal 4 Abragekategorien auf.

    1. möchte das Angebot des Austauschs wahrnehmen und den ausgelieferten zurücksenden
    2. möchte den neuen erhalten, aber auch den alten nicht zurücksenden. Für den alten zahle ich dann die Differenz von 28 Euro und behalte ihn.
    3. möchte gar nichts unternehmen und behalte den ausgelieferten, weil ich damit "klar komme", selbst eine Drehbank besitze oder ihn schon nachgearbeitet habe (kein Umtausch)
    4. möchte meinen nicht eloxierten gern nachbearbeitet/ausgetauscht haben.


    Das sind die Optionen, die ich anbieten kann für diejenigen, die den 52.5er auch als zu stramm empfinden.


    Ich hoffe, wir bekommen das gemeinsam hin, denn obgleich ich auch mit der ausgelieferten Serie alles hinbekomme, erscheint es mir schon sinnvoll, die 52.5er SFT auf einen gemeinsamen Stand der alten und neuen Serie zu bekommen. Ich mache zwar nicht mehr so viel mit den P-Objektiven wie viele hier, aber es ist schon nervig, wenn ein einmal präpariertes Objektiv in dem einen 52.5er super funktioniert, in einem anderen aber rausrutscht oder klemmt und erst wieder passend rasiert werden muss.

    Ich hatte dies - wie gesagt - mit der Werkstatt nochmal thematisiert und anhand der CAD Historie (in der auch spätere Änderungen gespeichert sind) stellte sich heraus, dass die Grundlage
    der ausgelieferten letzten Serie aber eine Zeichnung einer Serie ohne die spätere Änderung um ca. 1,5 Zehntel (höheren) Innendurchmesser war. Blöderweise stammt das einzige, mir selbst verbliebene Exemplar, das ich als Muster mit in die Werkstatt gab, aus eben dieser ersten Serie und deshalb fiel das nie auf.
    Zeichnung und das Muster-Exemplar aus der ersten Serie hatten natürlich idente Maße, weshalb auch der Dreher nicht darüber "stolperte" beim vermessen des Musters.

    Deshalb in der Tat, wie Rick es schon andeutete, ein Kombinationsfehler zwischen den Serien und eine Aneinander-Reihung von blöden Umständen.

    Ich bitte diese Unannehmlichkeiten zu entschuldigen und hoffe, auf diese Weise den Schaden in Grenzen halten zu können.


    LG
    Henry
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  14. #8
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    ´n Abend Henry,
    daß in dem neuen 52,5er SFT alles wesentlich strammer läuft, ist mir wohl auch aufgefallen. Wenn ein Objektiv zwei, drei Tage drin steckte, ging es schon leichter,
    aber nicht so "schnuffig" wie bei meinen anderen SFTs.
    Ich wollte ja all meine 42,5, 52,5 und 62,5er hier vor Ort zum eloxieren geben. Zum glück hat das noch nix gegeben - die haben z.Z. Betriebsferien.
    Daher würde ich gern von Deinem Angebot Nr.4 gebrauch machen ("möchte meinen nicht eloxierten gern nachbearbeitet/ausgetauscht haben").
    Ich schick ihn Dir zurück und Du läßt einfach nochmal ein Spänchen durchlaufen. Schick mir Deine Versandadresse, dann ist er Ende der Woche bei Dir.
    LG,
    Andreas.

    derzeitiger Objektiv-Bestand: 272 Objektive ohne Dubletten, davon ca. 77% Altglas-Anteil ... gelebte Nachhaltigkeit
    Alle Altglas-Phasen durchlaufen, Phase 9 ausgelassen . Aktuell Phase 12 der erweiterten LucisPictor-Scala.

  15. #9
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Zitat Zitat von Bömighäuser Beitrag anzeigen
    ´n Abend Henry,
    daß in dem neuen 52,5er SFT alles wesentlich strammer läuft, ist mir wohl auch aufgefallen. Wenn ein Objektiv zwei, drei Tage drin steckte, ging es schon leichter,
    aber nicht so "schnuffig" wie bei meinen anderen SFTs.
    Ich wollte ja all meine 42,5, 52,5 und 62,5er hier vor Ort zum eloxieren geben. Zum glück hat das noch nix gegeben - die haben z.Z. Betriebsferien.
    Daher würde ich gern von Deinem Angebot Nr.4 gebrauch machen ("möchte meinen nicht eloxierten gern nachbearbeitet/ausgetauscht haben").
    Ich schick ihn Dir zurück und Du läßt einfach nochmal ein Spänchen durchlaufen. Schick mir Deine Versandadresse, dann ist er Ende der Woche bei Dir.
    Hallo Andreas,


    Rücksendeadresse steht - wie übllich im Impressum des DCC

    https://www.digicamclub.de/impressum.php?

    In Deinem Fall kann sofort ein bereits von mir auf der Drehbank bearbeiteter Ersatz rausgehen. Pack ich morgen ein... war das bei Dir der "nackte" 52.5er oder war da ein Umkehrring drunter?
    Hab ich nicht notiert.... war bei dieser Serie zuviel drunter und drüber.

    LG
    Henry
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