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Thema: Erste Schritte in der IR-Fotografie (neu)

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    Was meinst du mit "umkehren"?
    Was soll das Plug-In machen?

  2. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von Jubi
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    Zitat Zitat von Anthracite Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit "umkehren"?
    Was soll das Plug-In machen?
    Hi,
    es sollte das Foto dann wieder in normalen Farben abbilden,
    also: Aufnahme mit IR-Filter = ohne Dunst, dann Umwandlung in farbiges Bild = auch ohne Dunst!
    Oder hab ich da nen Denkfehler?

    Gx

    Jubi

  3. Folgender Benutzer sagt "Danke", Jubi :


  4. #3
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    @Jubi:

    Es gibt Methoden, Schwarz-Weiß-Bilder in Farbbilder umzuwandeln. Allen gemein ist: Viel Arbeit. Man muss im Prinzip für jedes Bildelement raten, welche Farbe es hat, und es dann in Gimp/Photoshop oder sonstwo entsprechend einfärben. Das ginge auch hier.

    Einen Automatismus (dein Plugin) kann es nicht geben, da im Infrarotbild die ursprüngliche Farbinformation nicht enthalten ist. Es sind nur Informationen in Wellenlängen oberhalb von etwa 700nm enthalten. Unterschiede bei kürzeren Wellenlängen (ab 380nm), die für die sichtbaren Farben essentiell sind, sind im Bild nicht vorhanden. Unterschiedliche Farben im sichtbaren Licht können die gleiche Farbe im Infrarot haben und umgekehrt. Auch sind Infrarotbilder nur Zweifarbbilder (im Gegensatz zu den Dreifarbbildern im sichtbaren Licht), da sich in dem IR-Wellenbereich die Bayer-Farbfilter für Grün und Blau identisch verhalten. (Ab etwa 830nm Grenzwellenlänge sind es sogar nur Einfarbbilder, da dann alle drei Farbfilter grün, rot und blau sich gleich verhalten, d. h. aus den Bildern kann man nur noch Schwarz-Weiß-Bilder machen.)

  5. 4 Benutzer sagen "Danke", Anthracite :


  6. #4
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    Genau solche Bildbeispiele haben mich interessiert sind sehr informativ, mein Dank hierfür! Mit welcher Kamera machst Du die faszinierenden Bilder?

  7. #5
    Spitzenkommentierer Avatar von Anthracite
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    Die älteren Bilder einschließlich der aus Beitrag #677 habe ich mit einer Nikon D600 ohne Umbau gemacht, und vor das Objektiv kommt einfach ein IR-Filter mit 720nm oder 850nm Grenzwellenlänge von Hoya oder Heliopan. Für erste Versuche empfehlen sich 720nm. Mittlerweile habe ich mir eine kleine Fuji X-A1 auf Infrarot umbauen lassen (IR-Sperrfilter raus, IR-Filter mit 700nm rein, normale Bilder sind dann nicht mehr möglich), mit der alle neueren IR-Bilder z. B. aus Beitrag #669 gemacht wurden.

    Eine umgebaute Kamera hat natürlich klare Vorteile, weil man dann frei Hand fotografieren kann, weil man bewegte Motive einfangen kann und weil die Bildkomposition am Bildschirm (Spiegellose haben hier Vorteile gegenüber Spiegelreflexen) wesentlich einfacher geht. Bei einer unmodifizierten Kamera nimmt der Infrarot-Filter so viel Licht, so dass man durch den Spiegelreflexsucher gar nichts sieht, und auf dem Display auch Mittags in der hellen Sonne (bei der D600, andere Kameras können abhängig von der Wirksamkeit des eingebauten IR-Sperrfilters abweichen) nur bei Objektiven von mindestens Lichtstärke f/2,0 überhaupt Motivteile sichtbar sind, an Hand derer man scharf stellen kann (bei lichtschwächeren Objektiven muss man den Filter abnehmen zum Scharfstellen, und anschließend ein wenig korrigieren, etwa nach IR-Index), zur Bildkomposition muss immer der Filter abgenommen werden, außer man schießt auf gut Glück, und ein Stativ ist immer nötig, da auch Mittags Belichtungszeiten bis zu zehn Sekunden möglich sind.

    Dennoch hat auch die IR-Fotografie mit unmodifizierten Kameras seine Vorteile. Gerade zu Anfang geht es nicht (nur) um künstlerisch ansprechende Bilder, sondern einfach darum, unsere bekannte Welt im Infrarotlicht neu kennen zu lernen. Und da ist es von Vorteil, neben einem IR-Bild auch nach Abnahme des Filters ein Bild im sichtbaren Licht zu machen, um noch nachher zu sehen, wie sich die Bilder unterscheiden. Z. B. in Beitrag #677 Treckerspuren, die erst im IR sichtbar werden, anderswo schwarze Gegenstände, die in IR zweifarbig sind oder manchmal Schatten, die in IR anders fallen.

    Von der Bildqualität her sind beide Methoden, normale Kamera mit IR-Filter und umgebaute Kamera, gleichwertig, zumindest solange keine Bewegung im Bild ist.

    Um an unmodifizierten Kameras brauchbare Ergebnisse zu erzielen, wird ein hochwertiger IR-Filter (z. B. Heliopan oder Hoya) benötigt. Billigfilter blockieren das sichtbare Licht nicht stark genug, damit sich das IR-Licht trotz kamerainternen Sperrfilters durchsetzt. Manche neue Kameras von Canon und Sony haben aber so starke eingebaute IR-Sperrfilter, so dass nicht mal mit einem hochwertigen IR-Filter brauchbare Ergebnisse zu erzielen sind. Kameras von Nikon und vor allem Fuji funktionieren meiner Erfahrung nach hingegen gut.

  8. 2 Benutzer sagen "Danke", Anthracite :


  9. #6
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    Auch hier wieder mein Dank für die ausführlichen Erläuterungen. Den Filter besorge ich mir und bezüglich meiner Kamera EOS 6 lasse ich es auf den Versuch ankommen, wenns nicht geht gibt es ein 2. Gehäuse. Ich meine das ist die Sache allemal wert.

  10. #7
    Spitzenkommentierer Avatar von eos
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    Standard Weihnachten in Berlin ;-)

    Heute kam ulganapis Paket an, meine netten Nachbarn hatten es zwischengelagert. Inhalt: eine umgebaute IR Kamera von Olympus E-PL1 mit elektronischem Sucher, 3 Akkus, Adapter für M42, FD und meine 52iger SFTs. Wahnsinn !!!
    Endlich konnte ich auch mal probieren, wie die IR Fotografie ist.....
    Knappe Stunde mal die Straßen runtergelaufen.....

    Ganz herzlichen Dank Dieter für diese tolle Leihgabe....hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr in Berlin.

    Was liegt näher, als gleich ein Projektionsobjektiv dranzuhängen ?

    Eiki-Zoom-16 1,6 35-45 Swiss Made

    LG Claas

    #1
    Olympus.jpg

    #2
    P9200045.jpg

    #3
    P9200043.jpg

    #4
    P9200024.jpg

    #5
    P9200032.jpg

    #6
    P9200033.jpg

    #7
    P9200040.jpg

    #8
    P9200038.jpg

    #9
    P9200027.jpg

    #10
    P9200037.jpg

  11. 4 Benutzer sagen "Danke", eos :


  12. #8
    Spitzenkommentierer Avatar von waldbeutler
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    Hier noch zwei solche IR-Fotos in zwei Farbversionen:


    DSC_9906.jpg



    DSC_9907.jpg



    DSC_9915.jpg



    DSC_9916.jpg



    Gruß, Michael

  13. 4 Benutzer sagen "Danke", waldbeutler :


  14. #9
    Spitzenkommentierer Avatar von ulganapi
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    Heute war jedenfalls das ideale Wetter dafür
    Ausgangsfoto
    K1024_DSC03569A_sh.JPG
    Kanaltausch, Farbe etwas ins gelb verschoben
    K1024_DSC03569_kt_sh.JPG

    K1024_DSC03549_kt_sh.JPG
    (Sony SLT A33 mit 630nm Filter)

    Gruß Dieter
    Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
    falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6

  15. 7 Benutzer sagen "Danke", ulganapi :


  16. #10
    Spitzenkommentierer Avatar von aibf
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    Standard Infrarot

    Vorweg: ich bin kein Freund von dieser Art Fotos (im Ergebnis). Teilweise schaudert es mir...
    Für Schwarzweiß-Fotografie hatte ich schon früher mal mit PS mit Techniken der Umwandlung Kanalberechnungen, Kanalmixer, Optimierungen (für SW) erreichen können.
    Was mich nun noch interessiert, ob es rein mit Photoshop möglich ist, das gleiche IR-Foto herstellen zu können - aus einem normalen RGB-Bild.
    Oder mit einer bestimmten Software?

    Hat das jemand schon mal perfekt hinbekommen?
    Und wenn ja, wie genau? Link? Anleitung pdf?
    Würde mich freuen etwas darüber aus dem Kreis der Interessierten lesen zu können.
    VG Ekkehard


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