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Thema: Welche Kamera/Sensorgröße für analoge Objektive

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Förderndes Mitglied Avatar von Kielerjung
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    Stimme Henry zu.
    Beispiel: Dein Jupiter-9 verhält sich am 1:2-Sensor so wie eine 180mm-Linse am KB-Sensor (Vollformat). Nur: Das Objektiv wurde als klassische 90mm-Porträtbrennweite gerechnet und konzipiert, und nur mit dem Abstand zum Bildobjekt spielt es seinen Charakter aus. Du willst vermutlich weichgezeichneten Freiraum um Dein Bildobjekt haben, den Schärfefokus auf die Augen legen, während das Haar nicht bis in die Spitzen scharf abgebildet sein muss oder soll. Greifst Du nun zu Deiner µFT- oder einer APS-C-Kamera, musst Du den Abstand zu Deinem Fotomodell entsprechend dem Cropfaktor vergrößern, um den gleichen Bildinhalt (Objekt und Hintergrund) zu erhalten. Dann hast Du aber logischerweise eine Tiefenschärfe, die dann nicht nur die Augen, sondern den ganzen Kopf beinhaltet. Wenn Du das willst, ist der Cropfaktor ein Vorteil. Deshalb ist es für die Smartphone-Linsen, die tatsächliche Mikrosensoren belichten, auch kein Problem, eine große Tiefenschärfe allein aus der Konstruktion zu generieren. Dafür mussten die Hersteller auch Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um so etwas wie Freistellung und Bokeh softwareseitig und mit Tricks der Fokusverschiebung künstlich zu schaffen, die reine Optik kann das nämlich nicht. Willst Du das aber nicht, bleibt Dir nur die Wahl, ein für deinen Crop-Sensor gerechnetes Objektiv mit entsprechend hoher Lichtstärke anzuschaffen oder, wenn Du Dein Altglas nutzen willst, eine Kamera mit Kleinbild/Vollformat-Sensor.

    Noch etwas: den Cropfaktor kannst Du als bildbestimmenden Parameter nutzen, wenn Du gern längerbrennweitig unterwegs bist. Das mache ich auch gern, perfekt für Freistellung im Nahbereich oder auch Makrofotos. Aber schon bei einer Normalbrennweite musst Du ein 24mm bis 35mm-Objektiv nehmen, die als Altglas dann aber kaum die hohen Lichtstärke haben wie die Normalbrennweiten für KB. Möchtest Du an Deiner µFT-Kamera auch mal weitwinkliger unterwegs sein, brauchst Du an Altglas aus den 50ern oder 60ern nicht einmal zu denken.

    Du solltest Dir also unabhängig von der Frage nach Sinn oder Unsinn genau überlegen, was Du fotografieren möchtest.

    Grüße
    Nils

  2. 5 Benutzer sagen "Danke", Kielerjung :


  3. #2
    Spitzenkommentierer Avatar von ulganapi
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    Zitat Zitat von hinnerker
    Da der Cropfaktor keine Rolle bei Deiner Frage spielt, sondern eher die Bokeh und Freistellungsfrage, fällt die Antwort klar zugunsten der Kamera mit Kleinbildsensor aus.
    Diesbezüglich hat Henry vollkommen recht, doch solltest Du Deine Aktivitäten auch auf Film-Projektor oder -Kamera Objektive (16mm) ausweiten wollen, dann wirst Du froh sein, eine mft-Kamera zu haben, weil eben kaum Vignettierungen festzustellen sind und trotzdem die charakeristischen Eigenschaften des jeweiligen Objektivs bleiben.
    Und Kielerjung hat auch recht, was Weitwinkel betrifft, doch, wie er schon sagt, andersherum wird auch ein Schuh daraus, wenn ich z.B. in den Zoo gehe, fotografiere ich gerne mit mft (Olympus), weil ich dann bei Altglas-Teles eben besser gestellt bin, von Aufnahmen mit Makro-Objektiven will ich garnicht reden.

    Daher würde ich mir zusätzlich zu der mft-Kamera eine Spiegellose mit Kleinbildsensor kaufen, an der man problemlos die alten Optiken adaptieren kann.

    VG Dieter
    Fotografiere meistens digital - hauptsächlich mit Objektiven der 50er bis 70er Jahre https://www.zonerama.com/Gastfresser/300955
    falls doch analog, dann Kleinbild mit Minolta AF, Mittelformat mit Bronica 6x7 und 4,5x6

  4. 5 Benutzer sagen "Danke", ulganapi :


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