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Thema: Wanderkamera 2.0 Hasselblad Mittelformat - kennen lernen

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Spitzenkommentierer Avatar von gorvah
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    Standard Belichtungsmesser

    Hallo,
    habe hier jetzt eine Kowa Six und bin auf der Suche nach einem guenstigen (vielfach hergestellt) und als zuverlaessig bekannten Belichtungsmesser aus analogen Tagen. An was erinnert ihr euch ? Gibt es da empfehlenswertes, oder sollte ich einfach die Digicam auf gleiche Werte einstellen (Zeit/Iso=Asa/Blende/Spotmessung...) und uebertragen?
    Gruß
    Gorvah

  2. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Standard

    Zitat Zitat von gorvah Beitrag anzeigen
    Hallo,
    habe hier jetzt eine Kowa Six und bin auf der Suche nach einem guenstigen (vielfach hergestellt) und als zuverlaessig bekannten Belichtungsmesser aus analogen Tagen. An was erinnert ihr euch ? Gibt es da empfehlenswertes, oder sollte ich einfach die Digicam auf gleiche Werte einstellen (Zeit/Iso=Asa/Blende/Spotmessung...) und uebertragen?
    Gruß
    Gorvah
    Man muss hier grundsätzlich unterscheiden in zwei verschiedne Meßmethoden.

    1. Auflichtmeßgeräte (das sind die mit den weißen Kalotten = Diffuserkalotten)

    Diese eignen sich um am "Ort des Geschehens/des Motivs" dort einen Wert zu messen, der dem Einfallswinkel der auf das Motiv einwirkenden Lichtquelle und Menge "Tribut zollt"... ihn misst und bewertet.
    Vorzugsweise wurden diese Belichtungsmesser oft im Filmbereich eingesetzt, bevor eine Szene gedreht wurde. Dort ist in der Regel ja Kunstlicht oder Mischlicht im Einsatz... das heißt hier werden das auf das Motiv einwirkende/fallende Licht gemessen. Diese eignen sich nicht so sehr für die Messung weiter entfernter oder schlecht erreichbarer Motive, dafür nimmt man i.d.Regel den unter 2. beschriebenen Typ...

    Grundsätzlich wären hier die Produkte von Sekonic und auch Gossen an erster Stelle zu nennen.

    2. Der Spotbelichtungsmesser

    Diese eignen sich aufgrund des sehr engen Meßwinkels von nur 1% der Bildfläche hervorragend zum Messen von bildwichten Teilen, die in weiterer Entfernung zur Kamera stehen.
    Diese Belichtungsmesser verkörpern gleichzeitig die zweite Art der Belichtungsmessung, nämlich die Messung des reflektierten Lichtes im Gegensatz zum erstgenannten Auflichtbelichtungsmesser.

    Diese Belichtungsmesser sind in unseren heutigen Kameras verbaut... sie messen allesamt reflektiertes Licht. So eben auch diese Spotmeter genannten Gerätschaften.

    Diese Spotmeter haben aus meiner Sicht den Vorteil, mit Ihnen sehr genau die Teile des Motivs anwählen zu können und im Vorfeld schon abschätzen zu können, wie hoch der Motivkontrast ausfällt.

    Dann kann man entsprechend genau das bildwichtige bei der Komposition analysieren und die Belichtung so wählen, dass diese stimmig wird.
    Aus dem gemessenen Kontrastumfang kann man auch z.B. die notwendige Ausgleichsentwicklung festlegen... also um wieviel muss ich bei Selbstentwicklung den Film länger oder kürzer in der Entwicklungs-Suppe liegen lassen, um einem zu hohen Kontrast gegen zu steuern.

    Ich nutze von Gossen den Spotmaster 1 und hab für die Auflichtmessung noch zusätzlich einen Minolta Autometer 4 mit Diffusorkalotte.

    Es gibt natürlich auch "Mischformen", z.B. den alten Lunasix oder Profisix von Gossen, die haben einen vorschiebbaren Diffusor und sogar eine zusätzliche Möglichkeit einen 5% messenden Sucher anzubauen, aber ich würde - wenn es das Budget hergibt, immer zu einem neueren Modell greifen.

    Empfehlung wäre der Spotmaster 1 (recht günstig bei 120 Euro zu bekommen) oder ein alter Asahi Spotmeter 5 (ebenfalls 1% Meßwinkel, aber muss über Drehscheibe erst der EV Wert auf die Skala gelegt werden, um dann die Blende/Zeit Werte ablesen zu können.

    Beim Spotmaster finde ich vorteilhaft, dass man nach den Zonensystem arbeiten kann und ein Bild mit insgesamt 9 Messwerten im Speicher halten kann.

    Die Zone V kann man dabei gewichten und z.B. von 5 auf jeden anderen Wert runterziehen und mit den weiteren Messungen dann den Umfang festlegen. Zum Schluss sagt Dir das Gerät dann, ob Du +N oder -N bis zu zwei Stufen Ausgleichsentwickeln solltest. Sehr praktisches Feature.

    LG
    Henry

    P.s.: Zudem sollte man beachten, dass der Beli keine Selenzellen oder CdS Zellen benutzt, sondern schon eine Fotodiode besitzt. Die beiden erstgenannten, insbesonders die Selenzellen sind zu träge bis sich der Wert aufgebaut hat und viele andere arbeiten mit 1.35 V Batterien, für die es heute keinen Ersatz mehr gibt und um sie auf 1.5V zu betreiben, sind technische Modifikationen durchzuführen, weil ansonsten falsche Werte die Folge wären.
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

  3. 2 Benutzer sagen "Danke", hinnerker :


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