f1.4 ist nice to have, aber in der Astrofotgrafie nicht unbedingt nötig. Die ganz hohe Lichtstärke ist zum Einstellen von Vorteil, bei der Aufnahme aber nicht notwendig.
Will man ein Objektiv bei Blende 1.4 in der Astrofografie nutzen, muss es eines sein, bei dem sehr hoher technischer Aufwand getrieben wurde. Das heißt es muss mehr Glas verbaut sein,
dass die Vignettierung im Schach begrenzt wird und Konstruktion und Fertigung müssen Schärfe bis zum Rand hergeben und das Koma an den Rändern ausgleichen. Objektive, die das können,
sind sehr teuer. Das neue Sony 1.4/24 GM ist ein herausragender Vertreter dieser Gattung.
Beschränke Dich besser auf Blende 2. Entsprechende Objektive sind viel günstiger und voll praxistauglich. Das Gros, dessen was gemeinhin so als Astroaufnahmen gezeigt wird sind ohnehin Astroscapes.
Das heißt im Bild befinden sich irdische und außerirdische Elemente. Um alles scharf zu haben, musst Du i.a. abblenden. Meistens fotografiere ich zwischen f2.5 und f4 und nutze die große Blendenöffnung
nur zum Scharfstellen.
Meine Favoriten sind:
Tokina Firin 2/20 - hatte mich damals neu 700 Euro gekostet
Zeiss Batis 2/25 -gibt es gebraucht ab 800 Euro
neuerdings ist ein IRIX 2.4/15mm dazu gekommen. Das taugt wegen extremer Gegenlichtempfindlichkeiten allerdings auch nur für Nachtaufnahmen. Dafür aber sehr gut.
Für Firin und Batis habe ich im Systemkameraforum unter dem jeweiligen Objektiv Beispielbilder-Thread (bei Sony KB Objektive) Bilder abgelegt. Da kannst Du mal schauen, ob die Objektive für Dich auch was wären.
Bisher sind 2/3 meiner Astro-Aufnahmen mit dem Firin entstanden. Die anderen mit dem 25er Batis, einem Planar 1.4/50, einem Samyang 2/135. Diese Objektive liefern auch offen schon astreine Astroaufnahmen.


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