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Thema: Schleifwerkzeug / Mini Schleifer/Dremel

Baum-Darstellung

  1. #2
    de Vörstand Avatar von hinnerker
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    Das ist eigentlich eine Arbeit für eine professionelle Fräsmaschine. Nur dadurch wird die Rundung erhalten, weil die Fräse halt auch Kurven fräsen kann mit dem entsprechender Programmierung/Einrichtung.

    Wenn es aber auf die "Kosmetik" nicht ankommt, so geht es auch folgendermaßen:

    Besorg Dir in der Tat einen Dremel oder eine Proxxon mitsamt Workstation (eine Art "Mini-Standbohrmaschinenhalterung").

    Zeichne Dir den gewünschten Kreisausschnitt am Bajonett innen (am besten mit einem soliden Zirkel anritzen), damit nachher der Teil den Du weg haben möchtest auch saubere Rundungen aufweist.

    Entlang dieser "Kreismarkierung" dann mit einem Körner oder einem geeigneten spitzen Gegenstand und einem Hammer entsprechende Punkte für die späteren Bohrungen setzen, damit Dir der Bohrer im Dremel/Proxxon nicht "auf Wanderschaft gehen kann.
    Beginne mit einem möglichst kleinen Bohrer ((1mm oder kleiner) und Bohre so viele Löcher wie möglich, die möglichst vor dem Kreisausschnitt enden. Wenn Du als endgültigen Bohrer nachher einen mit 2mm verwendest, bleib mit den angekörnten Positionen z.B. 2.2mm von der Kreislinie entfernt.

    So entstehen um diese Kreislinie herum eine Vielzahl von Bohrungen, die schonmal eine Menge von dem Material abtragen, das Du nicht "Wegschleifen/Feilen" brauchst.

    Je dichter Du die Bohrlöcher nebeneinander setzen kannst, umso besser... im besten Fall kannst Du dann das überstehende Material einfach "abknicken"...

    Gelingt dies nicht, so kann unter Umständen ein Sticksägeblatt einer Metallsäge weiterhelfen, dass in den Langschlitz eingeführt wird um die verbliebenen "Stege" zwischen den Bohrlöchern zu durchtrennen.

    So bekommst Du - wenn alles gut geht - eine halbwegs vernünftige Kurve (Kontur) in das verbliebene Bajonett.

    Mit dem einem Dremel beiliegenden Fräser wird das leider nichts... hab schon mehrfach versucht, damit zu arbeiten---- ohne Erfolg. Der tanzt eigentlich nur auf dem Material und im schlimmsten Fall fräst er Dir die Haut von den Händen. Fräsen ist aus meiner Sicht damit vielleicht nur halbwegs sinnvoll in Holz zu realisieren.

    Eventuell geht auch ein anderer Weg.

    Bei den Dremeln liegen auch Miniatur - Trennscheiben bei... diese sind sehr dünn (0.4 und 0.6 mm oder so). In der Regel sind die dünner als das Material eines Bajonetts.
    Was mich aber oft weiterbrachte, ist diese Scheiben einfach "doppelt" zu nehmen (die werden auf so eine Art Dorn mit einer Schraube verschraubt). Damit konnte ich hin und wieder einiges erledigen. Ist aber ein hoher Verschleiss an Scheiben, wenn viel Material entfernt werden muss. Sie habe ich vielfach die alten Canon FD Umbauten genutzt, um Objektivrümpfe einzukürzen.

    Zur Frage der anzuschaffenden Maschine:

    Ich habe selbst immer die Dremel Teile benutzt... obgleich ich von Ihnen nicht so begeistert bin. 3 Stück von denen habe ich in ca. 2 Jahren gehabt. Zuletzt das teuerste Modell von denen.
    Mal brannte der Motor nach 3 Monaten durch, einmal gab der Schiebeschalter komplett auf und die Maschine ließ sich nicht wieder ausschalten, weil zudem die Motorregelung auf Dauerfeuer mit 15.000 Umdrehungen oder so und bei der letzten, die ich noch habe, springt die Thermosicherung bei höherer Beanspruchung desöfteren an.

    Ich bin bei den Dremels hängengeblieben, weil die defekten Geräte anstandlos ausgetauscht wurden und ich nur im letzten Fall durch eine gewisse Zuzahlung auf das größte Modell "upgradete".

    Ich hatte einfach keine Lust, nun nochmal alles wieder von Proxxon anzuschaffen... ansonsten wäre ich vermutlich von Dremel weggegangen.

    Deshalb schaue am besten mal im Baumarkt (da gibt es die Dinger von Dremel und Proxxon oft auch) und laß Dir die Teile auspacken. Insbesondere der Mini-Bohrständer von Dremel ist das Geld nicht wert...

    Es ist aber erforderlich, eine solide Einspannvorrichtung für den Dremel zu haben, denn die Werkstücke muss man mit der Hand führen.

    Für solche groben arbeiten wäre eine "stinknormale" Standbohrmaschine mit einem guten Rundlauf und einem bei 1mm beginnenden Bohrfutter aber ebenso geeignet. Da braucht es, wie in meinem ersten Vorschlag zu verfahren, keinen Dremel oder Proxxon.

    Sinnvoll wäre es auch, mal im Branchenbuch nach einer feinmechanischen Werkstatt, die Drehteile herstellt, zu schauen. Die Spannen so ein Werkstück ein in eine ihrer Fräsen und können das relativ einfach und schnell auf die gewünschte Kontur bringen. Oft reicht dann ein bißchen "Klimpergeld" für die Kaffeekasse und man kommt relativ günstig davon.

    LG
    Henry
    Canon EOS 5D MKIII, 5D MKI, Canon 1D MK IV, Sony A7, NEX7, A7 II.. und viele, viele feine Objektive aus dem Altglas-Container..

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