Alex kann da sicher noch etwas mehr dazu schreiben, wie das genau funktioniert, weil er damit öfter arbeitet. So zum groben Verständnis poste ich mal den Link von DeepSkyStacker (FAQ). Da werden schon ein paar Dinge erklärt.
Alex kann da sicher noch etwas mehr dazu schreiben, wie das genau funktioniert, weil er damit öfter arbeitet. So zum groben Verständnis poste ich mal den Link von DeepSkyStacker (FAQ). Da werden schon ein paar Dinge erklärt.
Geändert von classicglasfan (07.02.2018 um 00:50 Uhr)
Gruß, André
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(Im Moment nur sporadisch online)
Danke, André !
Inzwischen habe ich auch ein wenig rumgestöbert und zumindest schon mal das Prinzip des Stackings verstanden. Angeblich läge aber ein kleiner Nachteil darin, dass man aufgrund der kurzen Belichtungszeit der einzelnen Aufnahmen einige lichtschwache Sterne nicht aufs Bild bekäme. Außerdem soll die Nachbearbeitung/das Stacking zeitaufwendig sein. Wie relevant das wirklich ist, kann ich natürlich (noch) nicht beurteilen.
Ich hatte mich letztes Jahr zwischen der Sony A7RII und der Pentax K1 entscheiden müssen, mich dann wegen Altglas für die Sony entschieden. Eure Bilder lassen es mich zwar in den Fingern jucken, mir doch noch eine Kamera mit Nachführung anzuschaffen, aber vielleicht gibt es ja günstigere Möglichkeiten, mit der A7RII ein paar Astro-Fotos zu machen.
Neben dem Stacking gibt es anscheinend die Möglichkeit, mit der Vixen POLARIE die Erdrotation als Ergänzungsgerät zu kompensieren. Kennt sich damit jemand aus ?
https://gwegner.de/review/sterne-in-...uer-die-reise/
Info nebenbei ... ich bin seit einigen Jahren Mitglied im Frankfurter Physikalischem Verein und besuche häufig deren Freitagsvorträge. Ein wenig Astro-Fotografie wäre sicherlich ein willkommener Anlass, mir endlich mal die Namen von Sternbildern bzw. deren Position zu merken.
Gruß Rick
Wenn du nicht wie Alex mit dem langen Nikon 4/500 fotografierst, reicht eine Reise-Nachführung wie die "Vixen Polarie" oder die "Skywatcher Star Adventurer mini" für die A7RII. (Von beiden sollten Beschreibungen und Bilder weiter vorn im Thread zu finden sein.) Bis 100mm Brennweite reichen die locker, bei leichten Teles funktionieren die sicher auch noch, nur ist dann die Nachführung nicht mehr ganz genau und leichte Teles sind eher lichtschwach, so dass dann irgendwo die benötigte Belichtungszeit und die Handlichkeit des gesamten Systems die begrenzenden Faktoren sind. Von Skywatcher gibt es auch größere Nachführungen, die auch für etwas großere Objektive geeignet sind. Die Frage ist dann halt, willst du das alles möglichst mobil verwenden können oder hast du zu Hause z.B. auf einer Dachterasse die Möglichkeit eine "massivere" Variante mit einem großen Spiegeltele zu nutzen. Meist ist es sinnvoller etwas aus der Zivilisation zu verschwinden, so dass eigentlich die Reisemontierung sinnvoller ist. (Ich weiß gar nicht, was Alex zum Nachführen verwendet.)
Ich habe die Star Adventurer mini (bis jetzt nur mit Zeiss Loxia 2.8/21 und Tamron 2.4/24 getestet - hier ist zu oft Nebel oder bedeckter Himmel), spirolino hat die Vixen Polarie und die normale Star Adventurer. Da weiß ich aber nicht, was alles schon draufgeschnallt hat, an das Tokina Fírin 2/20 und das Samyang 2/135 kann ich mich erinnern. Für Milchstraßenbilder reichen die Nachführungen auf jeden Fall. Kurze Brennweiten lassen sich da auch mit einer "Pi-mal-Daumen-Ausrichtung" relativ lange nachführen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man kompakte Portrai-Teles, wie z.B. das Meyer Orestor 2.8/100 oder das Schacht Travenar 2.8/90 oder so etwas wie das 135er Zeiss Jena Sonnar gut nachführen kann, weil die auch recht handlich sind. Da müsste man mal schauen, wie gut die Koma-Korrektur dieser Objektive ist. Einige der Samyang-Weitwinkel (2.8/14, 1.4/24) genießen auch einen guten Ruf bei Astro-Fotografen, auch wenn da ab und zu die Serienstreuung z.T. etwas größer ist.
Gruß, André
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Ich habe es befürchtet...Wenn ich durch diese Tür gehe, dann geht ein ganz neuer Kosmos auf ... im wahrsten Sinn des Wortes.
Danke erst mal André, das sind alles wirklich hilfreiche Infos. Wo und in welchem Umfang ich nachts fotografieren werde, ist aber jetzt noch völlig offen. Ob mein Pentacon 5.6 / 500 dafür geeignet ist, weiß ich nicht. Die Mondaufnahmen vom Sonntag sind leider unscharf, dagegen Objekte, die ca. 500 - 1000 m entfernt sind, sind schon scharf. Ich habe noch ein 300er Super Takumar. Entweder justieren oder was Anderes anschaffen. Kein Ahnung, wohin die Reise gehen wird, ich stehe am absoluten Anfang.
Vorerst wäre ich erst mal nur an "Sternenhimmel" interessiert, also fotografieren mit lichtstarken Weitwinkel, Standard oder 90er bzw. 135er Tele-Objektiven. Dazu kommt, dass ich derzeit immer noch an den Grundlagen nage. Es wird zwar immer besser (auch die Bilder), aber ich will es nicht übertreiben.
Erschwerend kommt noch dazu, dass ich zwar mit PhotoShop Grafiken im Job erstellt habe, auch schon mal das eine oder andere Bild manipuliert habe, aber wirkliche Bildbearbeitung ist mir noch fremd. IrfanView und SilverFast helfen mir, immer mehr über Nachbearbeitung bzw. Konvertierungsparameter zu verstehen, aber ein Bild wirklich zu bearbeiten, ist sicherlich noch etwas anderes. Immerhin, ein Freund arbeitet als Art-Director täglich mit Bildern von absoluten Profi Fotografen und hat sich bereit erklärt, mich in den nächsten Monaten in PhotoShop einzuführen.
Zumindest eines ist mir beim Schreiben dieser Zeilen klar geworden ... im ersten Schritt möchte ich die Erdrotation in Bildern eliminieren. Vixen POLARIE könnte also mein erstes technisches Thema sein. Bis zu "meinem" ersten Bild des Orion Nebels wird es dagegen wohl noch einige Monate dauern.
Auf jeden Fall habe ich nun erst mal genug Infos, um mich selbständig an das Thema herantasten zu können. Für zusätzliche Tipps, wie ich mich dem Thema nähern kann und worauf ich achten soll, sind natürlich weiterhin gerne willkommen.
Nochmals danke, Rick
Das mit dem Fett gedruckten war nicht so gedacht. Glaub das hab ich von meiner FB Seite kopiert.
Das Pentacon 500 f5.6 ist absolut nicht geeignet, viel zu Schwer und optisch schlecht.
Probier es erstmal mit max. 135mm. Da müsstest du dich informieren was da für eine max. Belichtungszeit drin ist bevor die Sterne zu Strichen werden. Hab das jetzt nicht im Kopf.
Da kann man schon gut den Orionnebel und Andromeda Fotografieren. Auch mit 300mm ist was drin. Aber die Belichtungszeit beträgt da nur max. 2-3 sek bevor es Unscharf wird. Hohe Lichtstärke und Iso verrausgesetzt.
Mittlerweile habe ich eine Parralaktische Montierung (Skywatcher EQ3-2) die die Erdrotation ausgleicht, aber die Korrekt einzurichten ist auch eine Kunst für sich. Geb da mal Stichwort "Scheiner Methode".
Momentan ist ein Polsucher+Beleuchtung auf den Weg zu mir. Das ist zwar nicht so genau wie das Einscheinern der Montierung aber genau genug für mich.
Die Vixen POLARIE ist bis max. 200mm geeignet mit höchstens 2 min. Belichtungszeit (gab da aber auch schon Außnahmen mit mehr).
Als Reisemontierung einwandfrei, keine Frage. Meine Montierung ist für Reisen nicht geeignet, viel zu Sperrig. Aber die kann mehr Tragen für den gleichen Preis.. Mein 500 f4 ist aber schon das Maximum,wenn nicht schon überladen.
Ich sags gleich mal, das 500er hab ich nicht mehr. Brauchte eine FB für Hochzeit und co., da musste es dran glauben. Ersatz für Sterne ist ein Nikon Nikkor 300 F4 AF (aber auf meiner 6D) auf den weg zu mir, da hat die Montierung auch nicht so Probleme mit dem Gewicht.
Da sind auch längere Belichtungszeiten drin. Bin gespannt.
LG
Alex
Achso
Na ich hab 257 mal 1,3 Sekunden lang belichtet. 257 Bilder a 1,3 Sekunden Belichtungszeit. Zusammengerechnet in Deepskystacker.
Die Darkframes sind Belichtungen mit 1.3 sekunden und einer Jacke vorm Objektiv. Quasi schwarz. Diese Schwarzbilder braucht man um das Rauschen zu entfernen in DSS (Deepskystacker)
LG
Alex
Während ich schrieb, habt ihr ja schon wieder geantwortet - ich häng meinen ursprünglichen Text leicht geändert an:
Also das 500er Pentacon scheint mir für die Fotografie von Himmelsobjekten nicht unbedingt erste Wahl zu sein (habe auch eins und nutze es eigentlich nie) Zum einen ist es ein recht unhandlicher Batzen, zum anderen hat es mich in Sachen Schärfe auch nicht 100%ig überzeugt (zum Vergleich habe ich das Sigma APO 5-6.3/150-500 DG HSM - auch "keine Granate", aber definitiv schärfer). Mag sein, dass wir beide kein perfektes Exemplar vom Pentacon erwischt haben und ich damit noch etwas "einschießen" muss, aber zumindest kann ich bei meinem keine Beschädigung erkennen, die eine Dezentrierung o.ä. vermuten ließe und empfindlich sieht es ja auch nicht aus.
Ich würde erst einmal mit kürzeren Brennweiten anfangen (z.B. ein lichtstarkes Standardobjektiv), weil es da leichter ist, scharfe Bilder hinzubekommen und der ganze Aufbau stabiler steht.
Zum Thema Belichtungszeit hatte Waldschrat hier schon mal etwas geschrieben. Hier habe ich auch einen Rechner gefunden. (Weiter unten bzw. auf anderen Unterseiten gibt es dort auch etwas zu Nachführungen)
Ab #84 in diesem Thread geht es mit einigen Unterbrechungen um die Nachführungen.
Grob die Unterschiede: bei der Vixen Polarie musst du noch einiges an Zubehör dazu kaufen (z.B. Polsucher, Polwiege und einen Kugelkopf). Bei den Star Adventurerern gibt es zwei Reisemontierungen, den Mini Wi-Fi und den etwas größeren "normalen". Bei Polarie und mini Wi-Fi liegen die sinnvollen Grenzen (wg. Handling und Genauigkeit) bei der maximalen Brennweite vermutlich zwischen 100mm und 200mm, beim "normalen" Star Adventurerer sollten auch 300mm machbar sein. Den mini kannst du per App steuern (Dauer, Anzahl und Abstand der Aufnahmen/ Drehgeschwindigkeit der Nachführung; beim "normalen" gibst du das meines Wissens am Gerät ein. Dort kannst du auch einen Guider (nicht im Lieferumfang) anschließen, der dann beim Suchen von Himmelsobjekten hilfreich ist, wenn man es nicht so mit Sernbildern hat wie ich. Aber auch ich komme ohne aus![]()
In beiden Fällen hast du schon die wichtigen Sachen im Set dabei und kannst loslegen. Hilfreich ist noch so ein Auslösekabel für die Kamera, wenn du mehrere Aufnahmen hintereinander machen willst, denn mit der Skywatcher App und Sony PlayMemories kannst du nicht mit einem Handy/Tablet parallel arbeitenSo geht dann alles über den Skywatcher. Theoretisch könntest du aber den mini per App die Drehbewegung starten und dann mit PlayMemories die Aufnahmen steuern - ist aber umständlich.
Spirolino hat sich die Halterung vom Polsucher erweitert, damit er diesen gleich montiert lassen kann. Und für etwas mehr Bewegungsfreiheit beim Ausrichten der Kamera kann man noch einen Kugelkopf verwenden. Man kann die Kamera aber auch direkt oben auf die runde schwarze Platte schrauben, ist dann aber auf eine Ebene festgelegt.
Die Skywatcher EQ3-2 ist dann noch mal etwas massiver, genauer und Teleskope ausgelegt.
Aber denke daran: es kann sein, dass du den ganzen Kram (inklusive Stativ) auch mal ein längeres Stück tragen musst, wenn du dir ein Plätzchen mit wenig Lichtverschmutzung suchst.
Gruß, André
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Ja die Star Adventure soll gut sein, 300mm müssten drin sein. Aber mit meinen (ex) 500er haben mir alle abgeraten. Wollt die auch erst haben.
Zum irgentwo hin schleppen ist die EQ3-2 überhaupt nicht geeignet. Die Star Adventure ist echt Klasse. Kann ich dir nur zu Raten.
Oder erstmal ohne Montierung probieren ob dir Astro überhaupt liegt.
Mit einer Canon(wenn vorhanden) hast du den Vorteil von Magic Lantern (ein Firmware Hack), da braucht es keinen Selbstauslöser oder ext. Steuerung.
Kann man dort alles in der Kamera einstellen.
LG
Alex
Das ist wahrscheinlich die sinnvollste Idee. Mit einer lichtstarken kurzen Brennweite kann man da erstmal testen. Nur ist das Fokussieren bei richtig kurzen Brennweiten (z.B. Irix 2.4/15) nicht so einfach und braucht etwas Übung. Sonst sehen die Bilder matschig aus. In meinem vorigen Beitrag habe ich noch einen Link zu einem Rechner ergänzt.Oder erstmal ohne Montierung probieren ob dir Astro überhaupt liegt.
Gruß, André
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